Zitat von unbel Leberwurst:
Immerhin hast du ihr inzwischen ja deutlich klar gemacht, dass es so nicht mit Dir weitergeht. Vielleicht beginnt sie jetzt mal, nachzudenken.
Bezüglich des Einengens verstehe ich das dann noch weniger. Warum hast du dich denn damals so ohne weiteres auf ihre Forderung nach mehr Abstand eingelassen? Warum sind dann bei dir nicht sämtliche rote Lampen angegangen?
In dieser Ehe stimmte es vermutlich auf der Paarebene schleichend und zunehmend schon länger nicht
mehr. Iihre Forderung nach mehr Abstand hätte der TE das zum notwendigen Anlass nehmen müssen,
dass minitiös zu hinterfragen und die Ehe auf den Prüfstand (Paarebene) zu stellen.
Da das nicht erfolgte und offenbar auch später nicht mit Setzung von eigenen ihr genannter Grenzen und
den damit verbundenen Konsequenzen, steht er jetzt genau an dem jetzigen Punkt.
Sie wird wissen was sie will, wohin sie will und hat ihm eine Rolle zugewiesen (diktiert) die eine Ehe
ohne Paarebene als Zweck- und Wohngemeinschaft für ihn beinhaltet. Stark fand ich ihre Aussage
"ich dachte du denkst auch so" (akzeptiere und für gut befundene Rolle). Auch daran erkennt man,
dass sie keine Paarebene mehr will und auch nicht zulässt.
Letzlich ist das hinaus schieben in das neue Jahr für den TE wahrscheinlich eine verlorene Zeit und
beinhaltet genau das was sie - aus welchen Gründen auch immer - will. Sie liebt den TE nicht mehr,
will aber offenbar alles wie es ist so (noch) erhalten.
Letztlich hat der TE zwei Möglichkeiten:
1. Sich in seine Rolle jetzt und wahrscheinlich dauerhaft zu fügen und zu hoffen, dass er noch ge-
braucht wird und nicht ein Neuer von ihr im vorgesetzt wird.
2. Sich ernsthaft zu fragen, was mache ich hier eigentlich und als Konsequenz sich ein eigenes
Leben, ohne sie, beginnend aufzubauen und sich von ihr, freundlich und höflich bleibend, zu dis-
tanzieren. Lasse sie spüren, dass sich etwas nun zunehmend stark verändert. Damit nimmst
Du ihr die bisherige Sicherheit. Gehe raus, mache Dich schick, nehme Dir außerhalb der ein-
geteilten Kinderbetreungszeiten, ohne zu sagen wohin Du gehst und was Du machst, Zeit für
Dich. Lasse sie nicht mehr an Deinem Leben teilhaben. Dann zeigt sich meist wohin die Reise
geht.
Ein nur weiteres abwarten über mehr als 6 Wochen wird voraussichtlich nichts bringen, außer der
verschenkten Lebenszeit in einem Konstrukt in dem man sich nicht wohlfühlt.