Erstmal danke für die große Beteiligung. Ich bin völlig überrascht davon. Ich war mir auch nicht bewusst, dass meine eingeschränkten Äußerungen nicht ausreichend sind und Raum für Spekulationen lassen.
Zitat von darkenrahl:Lieber TE, schreib doch mal wie es steht und was du über unserer Meinungen hälst und was du nicht akzeptierst. Das würde wilde Spekulationen eindämmen. Du weisst ja am Besten wie es steht.
Für mich gibt es drei Kategorien an Kommentaren. Denen, den ich zustimme, jenen Kommentaren die ich als nicht zutreffend betrachte und manche über die ich nachdenke und die mir helfen einen Schritt weiter zukommen. Ich möchte behaupten, dass ich mich auch von manch negativen Kommentaren nicht verunsichern lasse oder zumindest nur vorübergehend. Diskutiert gerne und sagt gerne eure Meinung, aber attackiert euch nicht. Das bringt weder euch noch mir etwas.
Zitat von Isely:Hat sich deine Frau irgendwie dazu geäussert wie der Nachbar das Stelldichein bewertet hat ?
Ich meine, hat sie gesagt, er könne sich mehr vorstellen ?
Er hat versucht weiteren Kontakt zu halten. Er wollte die Telefonnummer. Diese bekam er aber nicht. Natürlich kann auch das hinterfragt werden, z.B. ob sie stattdessen per Email miteinander in Kontakt stehen. Aber den Eindruck habe ich jetzt nicht. Ob er eine Affäre oder gar eine Beziehung anstrebte wurde nicht ausgesprochen. Auf jeden Fall ist gesichert, dass er Interesse an ihr hat. Sie hat ihm wohl auch mitgeteilt, dass es ein Fehler war und sie jetzt nach Hause wolle.
Zitat von paulaner:Was sagt sie zu den Gefühlen?
Was sagt sie zu euch beiden? Bist du uneingeschränkt ihre No. 1?
Hat sie mal überlegt, dass es vielleicht überhaupt gar nicht die "Person" Nachbar war, sondern eher eine Art "Aufschrei", eine Art "Flucht"?
So wie sich die letzten Tage mir gegenüber verhält und sich bemüht, bin ich schon geneigt zu sagen, dass sie alles dafür tut um die Ehe aufrecht zu erhalten. Die Arbeit besteht für sie darin, mehr Kommunikation zu wagen. In Drucksituation neigt sie dazu sich zu verschließen. Von sich aus zu erzählen, nichts zu verschweigen. Natürlich spricht sie von sich aus nicht die pikanten Details an. Das würde ich an ihrer Stelle wohl auch nicht schaffen. Ich habe mir aber angewöhnt alle Fragen zu stellen, die ich für wichtig erachte. Damit fahre ich ganz gut, auch wenn sie schmerzhaft sind. Dies ist aber auch ein Hinweis auf ihre Ehrlichkeit, die ich ihr abnehme.
Zitat von meineMeinung:Kann es nicht einfach so gewesen sein, dass die alleine war, dadurch anlehnungsbedürftig und betrunken. Sie ist mit dem Nachbarn zurück ins gemeinsame Wohnhaus, hatte dann den entscheidenden schwachen Moment und ist mit ihm in dessen Wohnung.
Die Frage wie es dazu kam haben wir versucht zu erörtern. Wir haben uns beide gefragt wie es dazu kommen konnte. Ein Stück weit waren wir einfach nicht für den Anderen da. Wir haben uns vielleicht in all dem Stress verloren. Wir haben zwar gesprochen, aber anscheinend doch nicht genug, weil so vieles auf uns einprasselte. Meine Frau hat den Fehler begangen, dass sie alles mit sich selbst ausmachen wollte, mir doch nicht alles was sie belastet mitgeteilt hat. Das erstreckte sich schon Wochen vorher.
Dass sie ihn attraktiv findet ist ehrlich und lässt Raum für Spekulationen. Ich weiß. Es ist so zu verstehen, dass jeder Mensch einen für ihn optisch attraktiven Mann erkennt. Völlig normal. Und wenn dieser dann auch menschlich sehr nett oder ansprechend wirkt, dann steigert dies das Ansehen. Ja, natürlich kein Grund um etwas mit ihm anzufangen. Keine Frage. Aber ich denke, ihr wisst was ich meine. Dazu kam die Einsamkeit, meine 2-wöchigen Abwesenheit, der Stress wie ich ihn vorab schon beschrieben habe.
Wie soll es weitergehen?
Hierbei stellt sich nicht nur die Frage ob wir als Paar eine Zukunft haben, sondern auch nach dem Wohnort.
Meine Tendenz zum weiteren "Wir" geht zu einem ja, wobei ich sagen muss, dass ich einfach auch Zeit für mich selbst benötige. Diese Unsicherheit, die Fragen, ich kann keine abschließende Meinung dazu bilden. Die Gefühle sagen ja, aber gleichzeitig schmerzt es auch. Dann zieht man sich doch wieder zurück und versucht die Wunden zu *beep* und möchte am liebsten den Anderen in Grund und Boden brüllen. Meine Erkenntnis ist, dass es nur in kleinen Schritten vorangeht. Mit einem Gespräch ist das alles nicht getan.
Zu unserem Haus kann ich sagen, dass ich es nicht verkaufen werde. Dies hat unterschiedliche Gründe. Ob wir dort wohnen bleiben oder dann doch vermieten und selbst eine teure Mietwohnung nehmen werden kann ich abschließend noch nicht sagen. Ich denke, dafür muss ich erst wissen, ob es mit uns überhaupt weitergeht. Solange müssen wir es eben aushalten. Außerdem möchte ich mich nicht vollends vertreiben lassen. Dafür hängt auch emotional zu viel Positives daran, was ich mir nicht nehmen lassen will. Die Nachbarn wissen nichts, sodass von dieser Seite nichts zu befürchten ist. Außerdem wäre es ja für den Nachbarn selbst nicht gerade angenehm, wenn es die Straße erfahren würde, was passiert ist.
Noch ein kurzer Nachtrag zum Wort "verträumt". Bei Extremsituationen reagiert meine Frau genau so. Es kommt nicht oft vor, war aber auch nicht das erste Mal. Deshalb würde ich es nicht so interpretieren, dass die Träumerei dem Nachbarn gegolten hat. Und wenn sie Kontakt zu ihm haben wollte, dann hätte sie erstens die Tel.Nr. herausgeben können und zweitens müsste sie im Nachgang nur neben uns beim ihm klingeln.