Zitat von reins:Sie möchte, dass ich wieder nach Hause komme. Auch, weil ich gerade in einem leeren Haus mit wenig Komfort lebe. Aber das macht ihr glaube ich gerade mehr aus als mir. Worin besteht der Unterschied, ob ich im Hinterhaus wohne oder im Arbeitszimmer auf einer Matratze schlafe?
Natürlich.
Dadurch, dass Du nicht mitspielst zeigst Du ja auch dem Umfeld, dass Deine Dame auf Basis ihrer Handlungen die Konsequenzen tragen muss. Das ist halt sehr unangenehm, weil es mitunter auch den sozialen Status von ihr massiv untergräbt. Zu Recht, aber sowas macht natürlich wenig Spaß.
Und deswegen geht es dabei nicht darum, dass Du auf dem harten Boden in der Scheune schlafen musst, sondern in dem Punkt darum, dass Dein konsequentes Handeln dafür sorgt, dass sie sich (real oder eingebildet) unangenehmen Fragen stellen muss.
Sowas siehst Du auch bei Frauen, wenn die in manchen Fällen ausziehen nur, um dem Mann klarzumachen, wie es ist, wenn sie weg ist. Da tun sich beide Geschlechter nicht so viel, die Frauen können das Handeln aber viel bewusster einsetzen.
Ich finde es gut, dass Du da Verlustangst nicht ans Ruder lässt. Manche Männer würde da recht schnell einlenken und es dann mit "ja, ich will ja das Gemeinsame nicht aufs Spiel setzen" rationalisieren. Die haben aber eben auch keinen Blick dafür, dass das Ereignis ein Gradmesser für die Beziehung war oder das ein schnelles einlenken im Endeffekt auf unterbewusster Ebene der Frau nur zeigt, dass man auch mit groben Schnitzern mit einem blauen Auge davon kommt. Und selbst Du würdest vermutlich davor zurückschrecken, wenn man Dir sagen würde, dass Du durch das konfrontieren Deiner Dame mit den Konsequenzen ihrer Handlungen sie auf eine gewisse Weise erziehst. Die Gesellschaft läuft da eh aus dem Stand hohl, weil sowas macht man ja nicht. Aber jemanden aus Fehlern lernen lassen, dass hat schon immer gut funktioniert.
Du kannst es auch ganz anders sehen:
Lässt Du einem Kind alle Fehler durchgehen und hoffst dann, dass es dadurch, dass es keine Konsequenzen tragen musste, keinen negativen Gefühlen ausgesetzt wurde, die sein Handeln brachte, ein total toller Mensch wird? Natürlich nicht, denn Kinder brauchen Grenzen. Und Frauen (oder Männer), die Fehler machen, brauchen die keine Grenzen und Konsequenzen? Natürlich brauchen sie die. Also frag Dich mal, welche Lebenseinstellung da Menschen haben, die Dir ein schlechtes Gewissen machen wollen, weil Du bewährte Mittel einsetzt. Stellst Du Dir da nicht die Frage, ob solche Menschen hier nicht viel mehr eigene Baustellen abarbeiten?
Aber Urmel, wähwähwäh, Du machst es doch auch so?
Mache ich das? Und wenn ja, wie kommt es dann, dass ich dabei Dinge bemühe, wie die Kinderziehung, die nachvollziehbar sind? Also meine Argumentation auf einer Basis führe, die nachvollziehbar und nicht impulsiv ist?
Gute Frauen werden nicht geboren,
sondern erzogen. Egal ob 15 oder 45. Und bevor da alle die Flatter in der Buchse haben, Männer auch.