Zitat von 6rama9:Ich zitiere:
Ich finde deine Geschichte ist ein gutes Beispiel dafür, wie der TE seine Situation nicht handhaben sollte. Dein Mann hat sich 12 wertvolle Jahre auf seiner Seele rumtrampeln lassen. Und selbst jetzt weinst du deiner (derzeit) letzten Affäre hinterher. Ich denke nicht, dass es viele Menschen auf der Welt gibt, die sich einen so langen Selbstfindungs-Trip ihres Partners antun wollen.
Klar, es gibt immer ungesunde finanzielle oder emotionale Abhängigkeiten, aber davon mal abgesehen gibt es keinen Grund einen Partner ertragen zu müssen, der eineam bewusst seelischen Schaden damit er/sie sich besser fühlt. Es mag vielleicht für den einen oder anderen ein interessantes altruistisch-therapeutisches Experiment zu sein, aber für mich hört sich das schon sehr parasität und keineswegs symbiotisch an.
Das ist Deine Meinung, die respektiere ich.
Allerdings interpretierst Du falsch, es gibt keine finanziellen Abhängigkeiten, die Entscheidung war aus Liebe.
Wir haben mit 20 schon geheiratet, dass da irgendwann noch eine Entwicklung, oder Selbstfindung passiert, ist im Nachhinein betrachtet normal.
Ich war auch in den 12 Jahren für meinen Mann da, auch in seiner schwersten Zeit, das ist auch für mich selbstverständlich.
Deshalb ist die Bezeichnung ich bin ihm auf der Seele rumgetrampelt auch nicht ganz richtig.
Am Ende des Tages zählt dass ich bei ihm bin, und keiner der AM war so gut, dass mich Leidenschaft und Begehren langfristig für mehr gebunden hätte.
Auch "heule" ich keinem hinterher, sondern ich weiss dass es ein wenig Liebeskummer ist, der mich aber nicht in meinem Alltag beeinflusst, und der vorbeigeht.
Ein normaler Prozess, und zeigt mir dass ich zu Emotionen fähig bin, und nicht verbittert und frustriert wie soviele Leute hier.
Natürlich denke ich, wenn auch nur noch selten an ihn, und geniesse das Schöne. Die Kontaktsperre habe ich ja selbst angeordnet, weil ich mich auf die Ehe konzentrieren will, was nicht heisst dass er mir trotzdem unwichtig war.
Es werden immer im Leben einem Menschen begegnen, die einen Teil des Weges mit einem gehen- für wielange weiss niemand.
Aber nur weil man enttäuscht wurde sein Herz zu verschließen halte ich für falsch.
Damit macht man sich unnötig das Leben schwer.
Traurig sein ist ok, aber das Leben geht weiter und bietet einem soviel - wenn man es wahrnehmen WILL