Hallo Franek,
ich denke ich führe dein Thema in eine Richtung in die du (noch) nicht wirklich richtig schauen magst. Ich lass das sein, versprochen. Aber zu deiner Antwort auf meinen vorigen Beitrag möchte ich noch etwas sagen.
Erstmal dazu:
Zitat von Franek: Das ist mir ehrlich gesagt auch zu pauschal und vor allem der letzten Satz echt ziemlich anmaßend.
Natürlich ist der gesamte Absatz eher pauschal, er sollte erklären warum es problematisch sein kann, wenn Kinder nicht lernen dürfen, mit selbstverursachten Konsequenzen umzugehen. Da du ein Thema mit fehlender Abgrenzung gegen deine Ex hast sowie mehrmals sagtest, dass es dir auch bei deinen Söhnen schwerfallen könne, habe ich versucht das Problem nochmal zu verdeutlichen. Nach deinem jüngsten Beitrag habe ich jetzt aber kapiert, dass es nicht ums Nicht-Verstehen geht, sondern dass dir das alles insgesamt wohl eher zu viel ist.
Der letzte Satz in diesem Abschnitt, "Falls du das willst", bezieht sich natürlich auf meine Anregung, dich dieser Thematik zu stellen, und nicht darauf, was du für deine Söhne willst. Das war leider sehr missverständlich ausgedrückt.
Zitat von Franek: aber die Jungs spüren bei ihr, dass sie geliebt werden. Das mag für Dich nicht so sein, aber für mich, ist das ein Wert an sich!
Ich weiß, dass leider längst nicht alle Mütter/Väter ihre Kinder lieben, aber für mehr als eine biologisch in uns angelegte Minimalanforderung an Elternschaft halte ich das tatsächlich nicht. Dennoch ist es natürlich schön, dass deine Ex in der Lage ist, die Jungs das auch spüren zu lassen, dass sie sie liebt.
Zitat von Franek: Mein Mutter hat mich dann immer wieder von ihrer kleinen Witwenrente unterstützt.
Also hast du auch erst sehr spät in deinem Leben lernen können, Verantwortung und Konsequenzen für deine selbst verursachten Probleme zu übernehmen, weil du es von zu Hause aus nicht kennst. Anstatt dir dabei zu helfen, dein Leben auf die Reihe zu kriegen, hat deine Mutter mit ihrer Witwenrente dazu beigetragen, dass du zehn Jahre länger damit verbracht hast, dir selbst (und auch ihr) finanziell zu schaden. Und heute wunderst du dich, wieso du so "blöd" und so "gutmütig" sein kannst, große Mengen Geld in deine Ex zu versenken. Ja, mich wundert das alles gar nicht, denn ich erkenne da mehrere Muster, Franek, mit denen du dich derzeit aber nicht beschäftigen möchtest.
Zitat von Franek: Natürlich weiß er, dass das am Ende zu nichts führt. Na klar, aber welcher Vater / welche Mutter kann dann so ohne weiteres solche krassen "pädagogischen" Maßnahmen durchziehen? Kannst Du das?
Du hast ja mitbekommen, dass viele hier die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben über die Aktion ihres Vaters. Aus meiner Sicht passt zu seinem Verhalten der Begriff Co-Abhängigkeit. Er trägt aktiv dazu bei, dass deine Ex in ihrem selbstschädigenden Verhalten belohnt/bestätigt wird und in ihrer Situation verharrt, und nicht dazu, dass sie anfängt ihre Lage aus eigener Kraft und eigenem Antrieb zu verbessern.
Du schreibst aber, dass es anscheinend deiner Meinung nach "krass" wäre, angemessen zu reagieren anstatt unangemessen (im Beispielsfall wäre von Seiten des Vaters angemessen gewesen:
nicht ungefragt Geld aufdrängen, sondern einfach erstmal gar nichts tun).
Wieso, Franek, bezeichnest du Verhaltensweisen und Erziehungshaltungen, die ein Kind zu Eigenverantwortlichkeit erziehen würden, als "krass"? Was für Vorstellungen hast du denn über solche "Maßnahmen"?
Meiner Meinung nach haben Kinder ein Recht darauf, gesunde Grenzsetzung zu erfahren sowie die Chance zu erhalten, altersangemessene Konsequenzen ihres Verhaltens und ihrer Entscheidungen zu erleben und daraus lernen, daran wachsen zu können. "Krass" finde ich es vielmehr, ihnen dieses Lernfeld vorzuenthalten und ihnen ständig Schwierigkeiten, vor allem selbstverursachte, aus dem Weg zu räumen. Ich behaupte, es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Lebensuntüchtigkeit und der emotionalen Instabilität deiner Ex und dem Verhalten ihres Vaters.
Du schreibst, dass der Vater weiß, dass sein Verhalten zu nichts Gutem führt. Du weißt selbst, dass es nicht gut ist und dass unbeteiligte Dritte es ebenfalls höchst fragwürdig finden. Und doch verteidigst du sein Handeln, unterstützt es aktiv, ziehst es für dein eigenes zukünftiges väterliches Verhaltensrepertoire in Betracht und kannst mit meinen diesbezüglichen Hinweisen, da aufzupassen weil kontraproduktiv, nicht so wirklich was anfangen.
Schade, denn hier hätte ich dich vermutlich gut unterstützen können, weil ich deine Anteile an dieser Thematik sehr klar zu erkennen glaube und zudem von der Materie auch ein bisschen Ahnung habe. Aber, du hast sehr deutlich gemacht dass dies jetzt nicht dein Thema sein soll. Dass mich dies triggert, ist allein mein Problem und nicht deines. Mir obliegt daher die Verantwortung, mich an dieser Stelle aus deinem Thema zurückzuziehen.
Ich wünsche dir aufrichtig alles Gute, komm gut durch die aktuell noch schwierige Phase und genieße hoffentlich bald (wieder) das Leben mit deinen beiden Kleinen und vielleicht eines Tages mit einer neuen Liebe.