Franek
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Ich habe die Jungs abgeholt und leider konnten wir aufgrund des Wetters nicht wirklich was machen. Es gab Kuchen, Bauchprusten, meine Cousine war kurz da und wir haben viel gelacht. Irgendwann haben wir uns ins Bett verkrochen, den Fernseher angemacht und gekuschelt: das war echt wunderschön, hatte Tränen vor Glück in den Augen.
Als es dann wieder zur Mutter ging, fing der Große erneut an: ich will nicht zur Mama. Das ist echt Mist. Mir ist ja vollkommen klar, dass er die Situation und die neue Wohnung meint und nicht sie. Sie schrieb mir 2 Tage vorher, dass der Große wieder schlecht isst bei ihr. Ich weiß nicht, wie ich da mit umgehen soll. Mir wird ja von allen Seiten abgeraten, ihr das zusagen. Meine Psychologin schlug vor, die Situation zum Wohle des Jungen insofern zu bessern, in dem ich ihr anbiete die Kinder öfters zu nehmen, damit sie auch mehr Zeit für sich hat. Ich mein, die Frau hat genug Zeit. Sie geht ja nicht arbeiten und wenn die Kids bei mir sind, hat sie ne ganze Woche frei und das alle zwei Wochen. Aber das wäre vielleicht ein Dreh, den sie akzeptieren könnte. Wenn ich ihr sage, bei mir geht´s den Jungs besser, macht sie vielleicht zu.
Als ich sie bei der Abgabe sah, war da nur Wut. Vor allem ob der Tatsache, wie sie mir zum Geburtstag gratuliert hat. Mir ist vollkommen klar, ich bin der Verletzte und im Grunde kann sie es nur falsch machen in meiner Wahrnehmung. Dennoch nervt es mich und zwar nicht auf dieser Verletzten-Ebene, dass die Frau offensichtlich keinerlei Anstand besitzt. Das einzige was kam war: happy birthday. Nichts mit "Hallo, lieber ..." und in dem Zusammenhang sich wieder klar machen, dass sie auch im Zuge des Umzuges sich für nichts bedankt hat, weder dafür, dass ich den Umzug mehr oder weniger alleine für sie gemacht habe, noch dass ich einen Kontakt zu einer Psychologin herstellte, nix. Und wenn ich das thematisiere (per SMS) reagiert sie nicht drauf. Wie kann man sich in einen Menschen nur so täuschen?
Meine Gefühlslage ist mittlerweile sehr ambivalent. Einerseits ist da noch der Gedanke, die Ehe retten zu wollen, andererseits ist mit ganz klar, dass zum 01.04. nächsten Jahres, die Scheidung eingereicht wird. Ich schreibe bewusst "Gedanke". Da ich gar nicht mehr weiß, ob ich auch so fühle. Manchmal denke ich, meine aktuelle Gefühlslage ist im Wesentlichen durch den Schock der Trennung (und die Nebengeräusche) getragen und nicht dadurch, dass ich sie so sehr vermisse. Keine Ahnung. Wie gesagt, das ist sehr ambivalent. Meine Psychologin deutet das aber eher insofern, als dass ich mich mit größeren Schritten von ihr löse.