@Isnogud
ich denke, dass ich schon drüber bin im Moment. Jedenfalls werden die "Schübe" gerade häufiger. Als ich die Jungs abgeholt hab, meinte der Große unter Tränen, dass er zu Mama will. Der Kleine "nein, will nicht zu Mama". Das ist ja alles völlig normal, selbst unter normalen Umständen, sind die Kids so zerrissen. Aber mir geht das so nahe, das ist unglaublich, wie sehr mich das verletzt zurzeit. Und das sind dann auch im Gesamtkontext die Momente bei denen ich mir selber sage: ach egal, dann machen wir halt Wechselmodell und dann fällt mir wieder der ganze Mist ein... Ach man

Da meine Therapeutin sich von der Kasse bezahlen lässt, hoffe ich ja mal, dass sie auch krankschreiben kann. Wenn ja, werde ich sie morgen bitten, mich mal 2 Wochen rauszunehmen. Ich kann eh nicht wirklich arbeiten zurzeit und dann brauch ich nicht noch diesen Druck. Aktuell habe ich wieder einen riesen Fluchtinstinkt - und das einzige was derzeit hilft, ist, wenn ich ne Stunde / Anderthalb im Wald verschwinde.
Es gibt oft genug Momente, da bin ich auch wirklich verzweifelt ob der Tatsache, dass ich wirklich so gut wie keine Familie habe. Meine Cousine ist zu alt, zu meinem Bruder habe ich keinen Kontakt mehr. Ansonsten alle Tod oder der Kontakt ist schon vor Jahrzehnten abgerissen. Zu ihrer Familie habe ich Kontakt, aber Opa hat kein Bock sich um die Enkel zu kümmern und Oma ist zurzeit zwar krank (bandscheibenvorfall), aber war auch vorher nicht wirklich da und wohnt halt auch > 100 km weit weg.
Und mir fehlt auch Familie, damit ich mich mal bedingungslos fallen lassen kann. Habe zwar gute Freunde, die viel mit mir gegangen sind in den letzten Monaten, aber ich glaube Familie ist da anders. Sehe das an der Mutter eines guten Freundes, der gerade auch eine Trennung erlebt - wie die sich manchmal vor ihm stellt, ist schon schön zusehen. Ich weiß, dass das nicht bei allen so ist. Aber wenn man das Schöne sieht, von dem man denkt, dass es einem helfen könnte, dann ist man halt neidisch drauf...