Zitat von ElGatoRojo: Aber das Gerede von der Attraktivität des Mannes bei Frauen durch diese und jene Methode ist auch eher wie ein Kochbuchrezept. Feuer durch drohende Konkurrenz
Das sehe ich genauso. Und ich muss ehrlich sagen, dass das zu viel verlangt wird. Der Mann soll so und so sein, damit Frau nicht das Interesse verliert. Er soll sie überraschen, sie mit emotionalen Worten einbinden, tollen Sx bieten und nebenbei noch die neue Lampe montieren, den Müll raustragen und ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen.
So etwas ist in langjährigen Beziehungen doch nicht zu leisten, denn der Mann stünde damit unter ständigem Erwartungsdruck.
Und die Frauen, was tun die? Nicht viel, sie erwarten dies und jenes, kommunizieren oft unklar und wundern sich dass Mann nichts versteht. Kaum kommt aber Prinz Charming um die Ecke gebogen, erkennen sie dass die Emotionalität der Beziehung schon längst verschwunden ist und sie im Grund genommen Sehnsucht nach Romantik, Umworbensein, Begehrtsein und Komplimenten verspüren. Dann ist der "Alte" daheim nicht mehr gut genug und man erwägt den Umzug zu Mama und Papa, denen man die frohe Kunde aber nicht mitteilen möchte, weil man sich nicht traut.
Langjährige Beziehungen können durchaus funktionieren, aber nicht wenn der Partner als Glücksbringer gesehen wird, der sich gefälligst ins Zeug legen muss, damit er nicht uninteressant wird. Das ist anstrengend, weil man ja unter Erwartungsdruck steht und nicht mehr entspannt sein kann.
Warum kann man nicht einfach akzeptieren, dass ein Mann, der für seine Familie da ist, sich um Haus und Hof kümmert und im Umgang freundlich ist, mehr wert ist als ein Glücksritter, der einem für ein paar Wochen oder Monate die Sterne vom Himmel holt?
Es könnte alles viel einfacher sein, wenn man akzeptiert, dass eine langjährige Beziehung ihren eigenen Wert hat, aber nicht zur Dauerbespassung da ist. Und das gilt für beide. Auch die Frau kann nicht ständig die treusorgende Hausfrau und Mutter, die feurige Geliebte und die sportliche Frau auf der Koppel, mit der man Pferde stehlen könnte, in Personalunion sein.
Nein, da fährt man auf Kur oder treibt sich auf Datingplattformen rum und erfüllt sich seine Bedürfnisse woanders.
Aber ich bin schon still, ich war selbst eine derjenigen, der das Vertraute und Gewohnte nicht gut genug war. Fällt man damit gewaltig auf die Nase, ändert sich die Sichtweise vor allem auf sich selbst und die eigenen überzogenen Erwartungen.