E-Claire
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Immer dieses Herumgebastel an irgendwelchen Typen unter dem Vorwand von vermeintlicher Liebe. Wenn wir nur halb soviel Energie für unser eigenes Leben aufwenden würden, was würde es uns gut gehen.
@Mapa ich spüre Deine Verzweiflung. Es tut mir wirklich Leid, daß Du Dich so fühlst.
Was ich noch nicht ganz verstehe, ist die Form von Eigendynamik, die das alles entwickelt hat. Geschichte insoweit ist: Sprichwörtlicher Hase im Rausch hat auf übergriffige und zupackende Art und Weise die Vorzüge anderer Mädels angepreist. Dies zudem in Deinem Beisein. Das ist ja bald ein Jahr her, seit dem hat Hase nix mehr getrunken, Du aber kriegst Deine Eifersucht nicht in den Griff und deshalb taugt die Beziehung nicht mehr.
Richtig? Nicht ganz oder? Irgendein Teil der Geschichte entgeht mir da scheinbar schon, hab versucht im Thread nachzulesen, aber so ganz schlau bin ich daraus nicht geworden.
Was ich schwierig finde, ist diese Grundsatzhaltung, ich bin vorher schwer verletzt worden und deshalb mußt DU jetzt besonders sorgfältig mit mir umgehen. Eigentlich müßte es doch heißen, ich bin vorher schwer verletzt worden und deshalb muß ICH besonders sorgfältig mit mir umgehen. Oder?
Das zweite ist diese Dramatik, die irgendwie doch immer nach einem ähnlichen Muster abrennt. Da kommt so ein Kerl des Weges langspaziert, der demonstriert ein bissl ein Interesse. Zumeist findet man den am Anfang noch gar nicht so umwerfend, aber weil der sich für einen interessiert, wird der innerhalb kürzester Zeit zum Traumprinzen der auf dem weißen Schimmel daher geritten kommt, stilisiert. Das geht mal länger, mal nicht so lange gut und schwuppdiwupp, stellt sich der Schimmel dann zum ersten Mal als Esel heraus.
Statt sich dann zu fragen, ob man/frau auch mit einem Esel leben kann. Hätte ja auch Vorteile, die sind deutlich robuster als zwar sehr edle aber durchaus echt anfällige, sensible Pferde und in der Haltung auch billiger. Wird dann der Riesenfarbeimer rausgeholt und der Esel von oben bis unten mit weißer Farbe zugekleistert, auf das aus ihm ein Schimmel werde. Und wehe, wenn die Farbe dann nicht hält. Dann is natürlich auch immer der Esel schuld, was bewegt der sich auch und unter großen Geschrei wird dann mit einer irren Energie jedes Mal der Anstrich erneuert.
Der Esel findet das irgendwann ziemlich doof, wer will schon ständig ein verklebtes Fell und des Esels Maler sitzt irgendwann vor Erschöpfung tränenüberströmt im Sessel und ist auch nicht glücklich. Und schuld ist natürlich der Esel, aber weil es auch irgendwie echt schwer ist, den Traum vom Schimmel loszulassen und man ja irgendwann drauf kommt, daß immer nur den Esel anzuschreien auch nicht der Bringer ist, wird dann noch 6 Monate überlegt, ob man nicht eine andere Farbe kaufen könnte. Gibt ja welche die eher für den Außenanstrich geeignet ist.
Und das große Fazit hinterher ist, daß es einfach keine echten Schimmel mehr gibt (was nicht stimmt), sondern nur noch Esel (Esel sind nicht per se schlechte Tiere) und man irre viel Geld für Farbe ausgeben hat.
@Mapa wenn Du nen echten Schimmel willst, dann ist es nicht sinnvoll sich einen Esel zu halten. Und wenn Du auf Teufel komm raus, am Esel festhalten willst, dann ist es nicht sinnvoll, ständig hinzugehen und dem zu erzählen, er wäre aber kein Schimmel.
Und mit einem großen Lächeln auf den Lippen, mal ehrlich Mädels, wenn ein Typ hingeht und aus uns etwas machen will, was wir nicht sind, sind wir die ersten, die sich beschweren.
Jetzt noch etwas sanfter: Mapa, es tut immer wahnsinnig weh, jemanden gehen zu lassen. Abschiede sind einfach nie schön. Und ich mag Dich nicht wirklich mit der Schimmel/Esel Geschichte runterziehen. Weißt Du es nur so, von ihm zu wollen, daß er DEIN Vertrauen wiederherstellt, ist verständlich nur nicht zielführend, weil er das nicht kann, Dir wird immer wieder ein ja aber einfallen. Vertrauen ist Entscheidung, so wie es Beziehung ist, sowie die Frage, ob Du willst, wie er sich verhält ist.
Ich höre Dich Du willst (auch) ihn. Nur wird er dir genug sein? Weil schau, wenn Du ihn 2.0 willst, wäre das nicht nur sehr lieblos, niemand sollte vom andern erwarten etwas zu sein, was der andere nicht ist, sondern es wäre auch sich vor der Verantwortung drücken. Hinzugehen und beständig unerreichbare Erwartungen aufzustellen, ist und bleibt passives Schlussmachen, weil man irgendwie selber es nicht auf die Reihe kriegt zu sagen, nee ich will etwas anderes.
Kopf hoch, Du schaffst das.



