elisabeth123
Gast
Zitat von ehemVerlasserin:Zitat:jetzt was off-topic, was ich schreibe... Aber das oben angesprochene Thema kenne ich nur zu gut!Meinen besten Freund kenne ich seit dem Kindergarten. Wir sind seit 35 Jahren beste Freunde, da lief nie was. Trotzdem war es immer schwierig unsere Freundschaft zu leben, wenn er eine feste Beziehung hatte.Irgendwann habe ich auch kapiert, dass es wohl so sein muss, dass ich jedes Mal, wenn ich ihn sehen will, auch seine jeweilige Dame mit einladen muss. Jede hat da immer gleich eine potentielle Gefahr gewittert - es könnte ja nach 30 Jahren platonischer Beziehung doch noch Amor bei uns zuschlagen... Wenn ich alle paar Monate meinen BESTEN Freund sehe, dann möchte ich auch mal Anspruch darauf haben dürfen mit ihm alleine zu sein! Mit ihm meine Probleme bequatschen, das geht die Freundin einfach NIX an! Oder in Erinnerungen schwelgen etc.Mittlerweile traue ich mich schon gar nicht mehr sowas einzufordern, weil es ja scheinbar normal ist, dass die aktuelle Lebensgefährtin die Oberhoheit über sein Leben hat.Ich kann gut damit leben, wenn mein Partner seine
Anfänglich wäre ich bei einer BF auch skeptisch... Ich kann nicht einmal sagen woran das liegt. Dem männlichen Geschlecht geht es aber oftmals ebenso.
Was aber für mich in dieser Situation gut war, ich habe sie kennengelernt. Mir war sie sympathisch und ich ihr auch. Sicher, wir sind keine Freundinnen, aber ich bin gern gesehen mit meinem Partner bei ihr. Das gab mir ein gutes Gefühl, ich war nicht ständig außen vor. Aber gerade weil sie sich so lange kennen, haben sie Gespräche (über Leute die sie kennen, über die mal getratscht werden muss, wenn sie mal seine Hilfe brauch, wenn sie sich mal "auskotzen" muss) wo ich nicht dazu gehöre, wo ich auch gar nicht mitreden kann, weil die Beiden sich schon so lange kennen. Und diese Zeit will ich ihnen auch geben, sie sind wirklich gute Freunde.
Misstrauisch würde ich nur werden, wenn ich sie nie kennengelernt hätte und wenn er mir verheimlichen würde, wenn er sie trifft. Aber das tut er nicht
Ich finde das ganz normal, dass es auch platonische Freundschaften zum anderen Geschlecht gibt. Ich weiß, dass viele der Meinung sind, dass es das nicht gibt.
Habe aber nie begriffen weshalb. Da wird ja so getan als ob man automatisch jeden Mann auf Erden bespringen will, weil er ein Mann ist...
Und weshalb kann man zu den 90% der Männer auf diesem Planeten, die einen nicht als potentieller Partner interessieren, eine Kumpelfreundschaft haben?
Pro Forma wird da gleich irgendein Beziehungsinteresse unterstellt. Nervt.
Außerdem stelle ich mir generell die Frage weshalb viele, insbesondere Frauen, denken, wenn sie Partner sind, überall mitmischen zu müssen... Haben die kein Leben? Muss da jede soziale Aktivität päärchenkompatibel sein?
Ich bin auch nicht scharf darauf immer gleich die neuen Partner vorgestellt zu bekommen. Und wenn man die nicht leiden kann oder die einen nicht - was dann?
Klar dann erwartet frau, dass der Partner "loyal" ist, und Freundschaften, die seit Jahrzehnten bestehen im besten Fall auf Eis legt.
Mich nervt dieser allumfassende Anspruch auf das Leben eines Beziehungspartners extrem.
Beispiel: Treffen mit alten Freunden - selbstverständlich sind die Partner miteingeladen...
Beginn: 19 Uhr. Um 19.45 Uhr fängt die erste Dame an:
"Schatzi, wir müssen heute doch noch die Blumen gießen, Wäsche aufhängen, die Tante Erna anrufen".
"Schatzi, das ist schon dein zweites B.. Muss das dritte wirklich sein...?"
"Schatzi, diese schreckliche Musik macht mir Kopfschmerzen. Wie lange willst denn noch...".
Das nächste Treffen werde ich nur noch ohne Partner vorschlagen und mit den wenigen, die dann kommen ordentlich Spaß haben.

