Hallo Grace,
Du scheinst momentan extrem sensibel und verunsichert auf alles zu reagieren, was jetzt anders läuft als vor dem „Cut“:
„wenn wir uns sonst…“, „besonders wo es 7 Monate anders war“, „bis dato war es ja so“, „ist einfach so ein Ding, was wir seit Anbeginn machen“, „8 Monate war es so“
Vielleicht könnte es helfen, wenn Du versuchst, diese Veränderungen nicht als Bedrohung zu sehen, sondern als Chance?
Das was bisher war, hat nicht funktioniert. Das bisherige Verhalten hat zur Trennung geführt.
Heißt: wenn es diesmal klappen soll, MUSS sich etwas ändern. Ihr müsst eure bisherigen Muster, die bisherige Dynamik unterbrechen.
Versuch es nicht so sehr als Alarmzeichen zu sehen, wenn jetzt was anders läuft als früher – sondern als Möglichkeit, neue Wege im Umgang miteinander zu finden. Versuch ein verändertes Verhalten nicht gleich negativ zu belegen, sondern erst mal „wertfrei“ zu probieren, ob es so nicht auch, und vielleicht sogar besser gehen kann.
Wenn Du dann nach einer Weile feststellst: nein, bei allem guten Willen, das passt nicht für mich (beispielsweise: mir ist das extrem wichtig, dass wir morgens kurz telefonieren, ich komme definitiv nicht klar damit wenn das wegfällt), dann spreche ihn in einer ruhigen Minute drauf an. Sag ihm, dass dir das wirklich wichtig ist und ob er nicht versuchen kann, das zukünftig für Dich zu machen.
Und ich mein mit dieser Ausführung jetzt nicht, dass euer morgentliches Telefonieren die Beziehung hat scheitern lassen

Letztlich sind es viele kleine Bausteine, die miteinander zusammenhängen, die sich aufeinander auswirken und so ein Muster, eine Dynamik ergeben. Meine Idee ist, mal am ein oder anderen Baustein zu drehen und mit etwas mehr Gelassenheit und Entspanntheit zu schauen, wie sich das auswirkt und welches neue Bild dabei entsteht.