Du denkst für ihn, du denkst er hat ..hätte ..tut macht. Du kannst für ihn nicht denken, ihn nicht zerdenken, ihn nicht Gedankengänge und Gefühle interpretieren, weil das ist die Krux, man von sich auf ihn schließt. Geht leider auch nicht anders, man schließt immer von sich auf andere.
Die Liebe erlernt man durch primär die Eltern, sie geben davon immer reichlich (also normale Eltern), auch wenn du mal nicht brav warst. Du wendest also die erlernte Liebe an, für deinen Partner, der natürlich dies ebenso von seinen Eltern erlernt hat, mit Variationen, die mit Sicherheit vorhanden sind.
Dann kommen deine Erfahrungen, deine Kompromisse hinzu deine Liebe wächst folglich, reift. Natürlich hängt der Himmel nicht voller Geigen, man streitet auch.
Was ist Streit? Eine gehalt-gefühlvolle Diskussion, auch das muss erlernt werden, es gibt eigentlich nichts schöneres, als wenn beide aus einer Diskussion kommen, befriedigt sind, weil ihr Standpunkt vernommen wurde und weil man sich ausgetauscht hat über die besprochenen Themen.
Setzt natürlich voraus, man lässt die Meinung des Anderen zu, kann ihm auch Recht lassen, statt ihn zu kastrieren, weil man Recht haben will.
Der größte Fehler am Streit an sich, ist oft, das man lauter wird, mit lauter Stimme das Gegenüber überzeugen will, das man im Recht ist. Der Andere fühlt sich in die Ecke gedrängt und wird im schlimmsten Fall aus der Ecke zum bissigen Tier. Kommt dies öfter vor, wird das Tier in der Ecke überlegen, ob seine Standpunkte, seine Eckpfeiler noch vernommen oder akzeptiert werden. Wenn es zu dem Schluss kommt, dies ist nicht mehr gegeben, wird es überlegen, ob die Liebe noch reicht, dies zu kompensieren.
Offensichtlich hat es für ihn nicht mehr gereicht. Klar zu kommunizieren was deine Wünsche, Träume und Ziele sind in einer Partnerschaft, zu hören, was seine Wünsche, Träume und Ziele sind, ob man diese zusammen abstimmen kann und dies auch immer wieder tun, das sich Lebensziele im Laufe unseres Lebens ja auch ändern. Ihr geht eine bestimmte Zeit miteinander den Weg, er wird nie gleich sein, du wanderst an Blumen vorbei, er an Bäumen, du den Berg hinauf, er bereits schon bergab, viele Variationen möglich, irgendwann führt sein Weg um einen Felsen, der im Weg liegt, er geht links herum, du jedoch rechts. Der Weg teilt sich, du siehst ihn noch zwischen den Bäumen, bis er entweder einen Pfad in deine Richtung nimmt, oder eine Abzweigung, die von dir weg führt, weil er da möglicherweise schöne Blumen sieht, der Duft ihn lockt, oder deren Farbe ihn anspricht.
Es ist ein schleichender Prozess. Du kannst hier im Forum lesen, wie viele heute noch den Satz: "Ich liebe dich" gehört haben und morgen ist er weg, Aus Maus vorbei. Von heute auf morgen.
Klar bleiben Fragen offen, Antworten gibt es kaum und wenn, oft so fadenscheinig, das sich jeder hier denkt, das hätte man doch locker zu zweit überwinden können, aber die vielen kleinen Ecken, in denen das Tier gefangen war, lassen es zu einem anderen Schluss kommen.
@Femira
Somit mein liebes Wölkchen, man lernt für die Zukunft, weil diese Sache ist um, selbst wenn es einen Neubeginn gibt, ist es keine Fortsetzung sondern Wolke18 2.0, verstehst du? Man versucht es besser zu machen, als beim ersten Mal.
Ob er dein neuer Freunde wird oder ein Anderer, wer weiß das schon, aber für Dich wichtig wäre, das Gegenüber nicht in eine Ecke zu drängen, aus der kein Entkommen möglich ist.
Wichtig, Ausbildung, Arbeit, eigenes Geld, Wohnung, Liebe zu sich und dann erst zu einem Anderen. Denn, wenn du dich liebst, tust du dir bestimmte Dinge nicht an, weil sie dir nicht gut tun, dann passiert dies auch nicht häufig, gegenüber dem Anderen - oder?