So-What
Mitglied
- Beiträge:
- 2952
- Danke erhalten:
- 9159
- Mitglied seit:
Zitat von Shedia111:Ich glaube, das weiß nun wirklich jeder Affährenführer, dass er Mist gebaut hat. Die Frage ist, aus welchen Motiven heraus er oder sie das getan ...
Ich meine kein „ich habe Mist gebaut, Schande über mich“. Das ist selbstredend. Und wenn das mal nicht mehr kapiert wird…! Aber das ist Richtung Partner gemünzt und eine relativ „einfache“ Art des Schuldeingeständnis. Das hilft niemandem.
Und dass viele Gründe einfach menschlich sind, auch selbstredend. Ich gehöre auch nicht zur Fraktion, die „niemals“ rufen.
Einmalige Affekthandlungen…alles ok. Wer will das für sich ausschließen? Das geht letztendlich nicht. Insofern hat @Ema natürlich recht mit dem Vergleich „Mörder“ und „dem Leid des eigenen Kindes“. Und der Impulskontrolle, wenn man an seinen Reizpunkt kommt. Der ist ja auch bei Mensch zu Mensch verschieden.
Aber - jetzt mal etwas von Affären weg - ist es schon einen Unterschied zwischen diesem Fall und der Planung einer immer wiederholenden Handlung. Es gibt ja auch für Totschlag im Affekt, Mord (geplant) und Serienmord unterschiedliche Strafmaße. Wohl nicht unbegründet.
Und man sollte sich m.M.n. einfach fragen, für sich selbst, wer man eigentlich ist, wenn man regelmäßig immer wieder imstande ist, dem Partner einen Dolch in den Rücken zu rammen (bildlich natürlich). Schlechtes Gewissen hin oder her, es überwiegt die Planung das durchzuziehen, jedes Mal auf neue.
Und die TE macht das, finde ich. Das ist für mich eine Grundvoraussetzung zu einer Änderung aus freiem Willen. Zu werden, wer man sein will. Nicht, weil man so halt besser dasteht und seine Ziele erreicht. Ich hoffe, es ist verständlich, wie ich das meine.
Natürlich MUSS man das nicht. Aber dass das Konsequenzen hat, die einem nicht so schmecken, ist auch klar.