Zitat von Dauerverliebt: Wenn du für dich entschieden hast schuld daran gewesen zu sein betrogen geworden zu sein
Hab ich das?
Ich habe lediglich Ursachenforschung betrieben, für mich Naivling, geht doch nur einer fremd, wenn er nicht mehr das im eigenen Bette findet, was er vermisst.
Es geht nicht um Schuld - es geht um Anteile.
Jeder der ne Beziehung führt, hat Anteile am Gelingen oder Scheitern. Nicht nur der gehörnte Ehemann, auch die zuvor, möglicherweise unglückliche Frau.
Das Mittel des Fremdgehens ist doch nur die Wirkung, die Ursache liegt viel tiefer, ganz anderswo.
Ich verstehe, deine Sicht der Dinge voll und ganz.
Aber, man handelt mit dem zu dem Zeitpunkt vorhandenem Wissen - und jetzt weiß sie viel mehr, sie weiß, sie ist falsch abgebogen, sie hätte ihr "Unglück" mit ihrem Manne bereden sollen, vielleicht hat sie es sogar - und er hat nicht zugehört.
Ja - ihr eingeschlagener Weg war voll blöd, aber wir alle wissen, das Ehe kein starres Konstrukt ist, das sie sich wandelt und auch fehl geht.
Ein Fremdhupferl könnte man ja noch verzeihen, aber eine Affäre über Monate nicht? Wir beide stecken nicht in deren Schuhen, sie muss darin gehen, sie wird möglichweise unbequem laufen, weil vieles, wer beteiligt usw. sie nicht kontrollieren kann, nicht in der Hand hat, wer wie wo reagiert. Ob der Fremdhupf-Partner schweigt oder beichtet, ob der Ehemann heraus findet oder nicht, ob er anhand von Gesten oder Gesprächen heraus findet, ob sie im Schlaf spricht...
Ich bin lediglich, die andere Seite der Münze. Ich musste den Verrat verkraften. An meinem und unseren Idealen, die wir uns schworen, damals bei der Eheschließung. Ich hab nicht nur den Mann verloren, auch den Freund, mit dem ich glaubte, alles teilen zu können, bis das der blablabla.
Man verliert seine Arglosigkeit.