Zitat von Ella: Die Frage zulassen, warum dieser Mann all die Jahre diese von ihm als schrecklich empfundene Frau nicht verlassen hat. Das ist die Grätchenfrage meiner Meinung nach, dessen Beantwortung dir eine klare Haltung bescheren würde.
Als Antwort käme vermutlich weil er an seinem Sohn hängt und den Jungen auf keinen Fall allein bei der Mutter lassen kann. Die Ehefrau würde es schaffen ihm den Sohn zu entziehen.
Tja, was willste dagegen sagen?
Es gibt solche Fälle in der Realität und da kann man sich nur entscheiden zwischen Glauben und Zweifeln. Als hilfsbereite, empathische Person wird man sich vermutlich entscheiden diese Angst ernst zu nehmen und dem Mann zu glauben.
Zitat von Balu85: Warum jemand so ist wie er ist, das weiß man nicht. Die Ursachen können bis in die Kindheit zurückgehen....manch einer sucht sich einen Partner oder Partnerin die halt im Verhalten zu dem passt was man kennengelernt hat. Andere genau das Gegenteil.
So isses. Das macht es in diesem Fall nicht leichter. Ein paar Geschichten aus der Kindheit können unter Umständen erklären warum der Mann so ist und dadurch sein Festhalten an der Familie untermauern. Leider sagt es nichts über den Wahrheitsgehalt aus solange alles nur aus seinem Mund stammt.
Zitat von alleswirdbesser: Wenn er dich für sich gewinnen wollte, dann warum ausgerechnet diese Opferschiene?
Entweder weil es (in seinen Augen) wahr ist, er sich tatsächlich als Opfer sieht und fühlt oder weil er erkannt hat, dass diese Opferschiene gut wirkt.
Das kann nur er selbst beantworten. Ich weiß auch, dass es Männer gibt, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind. Warum gibt es eigentlich nur Frauenhäuser und keine Männerhäuser in Deutschland?
Zitat von alleswirdbesser: Außer biologischer Uhr, hormonelle Einflüsse und diverser Charaktereigenschaften, gibt es noch den gesunden Menschenverstand und wenn es um Kinder geht, eine enorme Verantwortung.
Richtig. Wie soll denn ein Mann Verantwortung für sein Kind übernehmen, wenn er nicht dazu in der Lage ist, es für sich selbst zu tun? Oder denkt er indem er sich psychisch misshandeln lässt und bei der Frau bleibt, geht es dem Sohn besser?
Der Mann kassiert die Wutanfälle, damit der Sohn, der als Partnerersatz im Ehebett schläft, verschont bleibt?
Zitat von Kuddel7591: Und KEIN User bedenkt die EF - diese wird HIER abgetan, wie es Stück Möbel, was zwar noch da ist, aber....!
Falsch! Was ich über diese Frau denke weißt du nicht. Sie schreibt hier eben nicht. Sehe sie keinesfalls als Möbelstück sondern als Mensch. Egal ob krank oder nicht. Ihr würde ich ganz andere Texte schreiben.
Zitat von Kuddel7591: Das nenne ich mal unmenschliches Verhalten einer Frau gegenüber, die immerhin ein MENSCH ist und das auch bleiben wird - egal ob sie erkrankt ist oder nicht.
Gerade du betonst ständig ihre Erkrankung, während ich sie nicht nur auf ihren Krebs und die Chemo reduziere. Wie die Frau wirklich tickt kann ich nicht beurteilen, sehe sie aber nicht als Drachen sondern ebenfalls als Opfer.
Zitat von Golem: Das klingt eher wie ein Drehbuch. Auf jeden Fall ein riesiges Potenzial an Konflikten und möglichen Schmerzgefühlen auf verschiedene Seiten und Perspektiven.
Also eher etwas zum Finger verbrennen. Bzw. Den ganzen Arm.
Jo und das sogar wenn man sich bloß hier im Forum beteiligt.
Sieht man Wasabix als Opfer, die sich als Retterin des Mannes von seiner Geschichte hat einwickeln lassen, ist man fies, weil man dem Mann nicht glaubt.
Sieht man den Mann als Opfer, der sich jahrelang von der Ehefrau tyrannisieren lässt, ist man unfair der kranken Ehefrau gegenüber.
Sieht man die kranke Ehefrau als Opfer, gönnt man den beiden Verliebten ihr Glück nicht.
Einzig das KIND könnte aus JEDER Perspektive Opfer der Geschichte sein.
Und nebenbei gibt es Opfer dieses Threads wie Nostraventjo, die nun gelöscht ist.
Es ist oft nicht einfach in seinen Beiträgen alle Perspektiven zu beleuchten um bloß keine Angriffsfläche zu bieten.
Bevor ich mir den zweiten Arm auch noch verbrenne verschwinde ich erstmal, aber nur vorübergehend. Bis bald