phoenix123
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Es geht um die Anrede „meine Liebe“.
Eine gute Freundin hat sich diese Anrede seit langer Zeit so radikal angewöhnt, dass ich mich frage, ob sie meinen eigentlichen Vornamen überhaupt noch kennt. Jede Nachricht und / oder Aussage beginnt mit „Aber meine Liebe…“ oder „Siehs mal so, meine Liebe“,. kein Problem meine Liebe, Hallo meine Liebe. , Tschüss meine Liebe 🙄 "
Ich weiß, ich weiß: Das ist doch voll nett gemeint! Herzlich! Zugewandt!
Aber ganz ehrlich? In mir drin zieht sich jedes Mal alles zusammen.
Für mich klingt das irgendwo zwischen Arzthelferin, Klosterschwester und passiv-aggressiver Belächelung von oben herab. So nach dem Motto: „Ach, du armes, kleines Ding.“
Ich schlucke es runter, weil ich keine Szene wegen einem Satzteil machen will („Du, sag mal, kannst du mich bitte einfach beim Namen nennen?!“ klingt halt direkt nach Drama). Aber langsam geht mir die Puste aus. Es überhaupt in irgend einer Art anzusprechen erscheint mir nicht angemessen wegen einer Floskel und eigentlich Kleinigkeit. Aber es bringt mich nun mal innerlich immer mehr zum Augen verdrehen und bei jeder Nachricht denke ich "bitte bitte schreib nicht meine Liebe. " Aber sie bleibt konstant gnadenlos 😅
Jetzt frage ich euch : Reagiere Ich völlig drüber?. Oder löst das bei euch auch leise Fluchtreflexe aus?
Habt ihr in eurem Umfeld auch so Marotten die euch ziemlich nerven und falls ja, wie geht ihr damit um?
Ich freue mich auf eure ehrlichen Meinungen (und gerne auch Leidensgenossen)!