Zitat von sade:Du kannst Dir den Kopf zerbrechen, warum es so lief wie es lief und warum sie so handelte: am Ende wirst Du es wahrscheinlich kaum herausfinden. Manchmal sind uns einfach Motivationen und Handlungsweisen so fremd, dass wir sie nicht nachvollziehen können.
Ich habe mich auch schon mal schlecht behandeln lassen (wer nicht?) und hin-und herüberlegt, was an mir nicht stimmt, dass mein Gegenüber meint, solche Sachen mit mir abziehen zu können. Fakt ist, er konnte. Daraus ergibt sich die nächste Frage: warum lasse ich so etwas mit mir machen und wenn man die eigenen Mechanismen kennt, die dazu führen, dass bestimmte Dinge immer und immer wieder passieren, kann man den Bann durchbrechen. Aber nur dann. Du wirst sie nie dazu bekommen, anders zu agieren, wenn sie nicht im Mindesten daran interessiert ist, irgendetwas zu ändern. Mir scheint, dass sie sehr impulsiv entscheidet und dabei überall verbrannte Erde hinterlässt. Die Konsequenz, dass sie immer wieder von vorne anfangen muss, scheint ihr dabei egal zu sein, wahrscheinlich wird sie davon ausgehen, dass sie ja wieder weich fällt.
Ändern kannst Du nur Dich. Du wirst jetzt jede Phase der Trauer durchmachen, zu der auch irgendwann Wut gehört. Das ist dann schon der Beginn des Heilungsprozesses und gleichzeitig ein sensibler Punkt: entweder bringt das mal die Wende bei Dir oder Du kriegst es nicht hin und wirst immer wieder hoffen, immer wieder am Ende vor einem Scherbenhaufen stehen. Natürlich kannst Du sagen, dass Dir die wunderschöne Zeit, die ihr dazwischen habt, völlig ausreicht, um glücklich zu sein und Du die Hölle, die danach kommt, gern in Kauf nimmst. Aber das hält man nicht ewig durch und es wird aus Dir am Ende einen gebrochenen Mann machen. Zwangläufig.
Pass also auf Dich auf.
Danke fuer Deine Antwort!
Ja Du hast in vielem recht, ich wuerde es eben gerne verstehen. Sie hat ihr ganzes Leben auch ihre anderen Beziehungen alle zerstoert, die eigene Tochter verlassen und ich war am Ende schuld, Weil es mich gibt. Ihren Erzaehlungen nach waren immer die anderen schuld und ja ich glaube sie denkt, dass sie immer weich faellt, dieses Mal wird sie es nicht und der Abstieg ist immer schwer. Sie wusste immer sie kann zu mir zurueckkommen und ihre Defizite fuellen lassen, auch waehrend ihrer anderen Beziehungen, was ich bereitwillig auch tat in der Hofffnung sie wird zu mir zurueckkehren, weil ich mit ihr sein wollte, meigentlich nur mit ihr und fuer immer und an das was sie sagte auch glaubte. In der Wutphase bin ich schon. Sie ist leicht manipulierbar und ich hasse ihre Familie, weil sie sie so manipulierten, dass sie mit den Jahren alles zerstoert haben, vor allem auch ihr Leben, denn mit 49 ist es nicht so einfach fuer jemanden der jetzt jahrelang gewohnt war, dass der Partner alles macht, neu und erfolgreich anzufangen. Ich weiss auch jetzt schon, dass sie das bitter bereuen wird. Der Abnabelungsprozess in der Pubertaet von den Eltern hat hier nie stattgefunden.
Man sehnt sich eben nach dieser schoenen Zeit und ich tu mir schwer zu glauben, dass alles eine Luege und gespielt war und ich eigentlich nichts wert war, wenn es um diese primitive Familie ging. Ich war oft sauer, dass sie mich nicht vor dieser Familie geschuetzt hat, die permanent gegen mich und unser Leben hetzte. Ich hatte sie vor allem und jedem beschuetzt, sie mich nicht. Warum ich das mit mir machen lassen habe, kann ich beantworten: Sie war die einzige, die meine Defizite und Wuensche hat zu 100 % erfuellen koennen, zu jeder Zeit, aber leider gefiel es ihrer Familie nicht und die Erinnerung an diese Jugendliebe konservierte dieses Gefuehl lebenslang. Ich schrieb fuer sie dutzende Gedichte ueber Jahre hinweg, viele sind im Internet veroeffentlicht, die wuerden wahrscheinlich viel ueber diese Beziehung aussagen, Du findest sie unter der Rubrik Gedichte. Diese Beziehung war eine Symbiose, denn auch umgekehrt tat ich das selbe. Aber steter Tropfen hoelt den Stein, der Neid ihrer Familie auf ihr neues und weit einfacheres und besseres Leben und die initiierten Schuldgefuehle zerstoertendie Beziehung. Als sie ging nahm sie das erste und letzte Geschenk mit und ich ueberlege, was wollte sie mir damit sagen?