Urmel_
Mitglied
- Beiträge:
- 10858
- Danke erhalten:
- 17371
- Mitglied seit:
Zitat von Keno90:Gab aber keine Reaktion ihrerseits.
Kurz zu der Frage in deiner Headline:
Die Sache mit der Gefühlskälte ist in einem "normalen" Beziehungskontext eine Schutzfunktion der Psyche. Weil ohne diese Stütze Dinge wie dein Leiden oder ihre harte Entscheidung gegen dich dafür sorgen würden, dass sie ihre Seele damit belasten würde und somit ihre eigenen Chancen mindert, eine bessere Option zu sichern. Verstehe es abstrakt, es geht nur um die Erklärung des Mechanismus.
Wenn nicht genug Schiefstand in der Beziehung vorhanden ist, um den Astwechsel sozusagen selbsterklärend zu begründen, nehmen Hilfskonstrukte wie "letztes Jahr im Mai hast du was gemeines zu mir gesagt" hinzugenommen. Die Grenzen sind da fließend, aber ich vermute, dass du das Konzept an sich verstehst.
Parallel läuft natürlich noch ein weiterer Prozess, der beispielsweise durch dein Verhalten (Klammern, Mitleid auslösen) angefacht wird. Dieser sorgt dann zwar auf der Ebene "Freundschaft" für Mitgefühl, aber auf der Ebene "Romantik" für zunehmenden Abstand. Das gemeine an der Sache ist, dass du selber aktiv für (noch) mehr Distanz sorgst. Natürlich sind deine Emotionen valide, also die Trauer oder das Klammern aus Verlustangst und jeder hier versteht dein Handeln, aber in Sachen Romantik sägst du halt am eigenen Ast.
Kopf hoch, die miesen Gefühle werden weniger. Ohne Liebe kein Verlust. Kannst natürlich auf Liebe verzichten, wenn du keinen Verlust willst, aber so ein Leben ist dann auch nicht wirklich toll.
