Zitat von Disney1:Bitte, wo hatten da Familie bzw Kinder Platz, ganz abgesehen von deiner EF.
Sie managte faktisch fast die ganze Zeit das Familienleben alleine und hielt dir den Rücken frei
Ich muss dazu erwähnen: als Alleinverdiener ist es nicht einfach 5 Personen zu versorgen. Dazu kommt, dass von den 60h gute 20h auf das "Konto" ihres Vaters gingen. Sie und auch ich haben haben viel für Ihre Familie getan und damit um Anerkennung gebettelt. Meine EF genauso - wir beide waren diejenigen, die "immer da waren", geholfen haben, Dinge erledigt haben. Alles um die Anerkennung der eigenen Eltern zu bekommen. Ich hab da ihr zuliebe mitgezogen. Es war also mitnichten ein "ich verstecke mich um nicht zu Hause sein zu müssen". Natürlich war in der Depression (?) der Job eine meiner Schutzzonen, in denen ich mich nicht auf Probleme fokussiert habe, das war und ist so.
Zitat:Möchtest du von uns einen Freibrief oder wirklich etwas für deine Ehe tun?
Ich möchte eine realistische Ansicht für mich selbst gewinnen, ob es überhaupt funktionieren *kann*.
Zitat:Mit etwas Verstand hätte sie die Finger von dir lassen müssen, wenn man über den Tellerrand schaut.
D'accord
Zitat:Feuer frei, schriebst du an uns.....
Alleine das sagt dich schon so viel über dich aus....
Das war eine Anspielung auf die doch manchmal recht drastischen Kommentare und Reaktionen, die ich hier bisher gelesen habe. Da geht es über die eigenen Verletzungen über krasse Anschuldigungen etc. Da kommt dein späterer Kommentar mit dazu, obwohl du mich ja nicht kennst. Was sagt das über mich aus? Dass ich mir bewusst darüber bin, dass nicht jeder konstruktiv oder mit Erfahrungen und dem Versuch neutral zu bleiben hier antwortet?
Zitat:Wäre ich deine Frau, würde ich darauf bestehen, dass du dir eine andere Arbeit suchst. Denn so steht die Versuchung ständig vor deiner Nase.
Ich bin erst vor 1,5 Jahren in diesen Job gewechselt aus einer Company, in der man mich null wertgeschätzt hat. Dieser Wechsel hat mir persönlich sehr gut getan (Kollegen, Team etc.). Von daher ist ein Weggehen von hier schwierig und wäre etwas, was ich nicht wollen würde. Die AF und ich arbeiten auch in unterschiedlichen Abteilungen räumlich mehrere Stockwerke auseinander. Somit ist bis auf ein Treffen im Gang keine große Nähe vorprogrammiert.
Zitat:Du hast in der Arbeitszeit von 50 - 60 h die Woche dich selbst belogen, denn jeder Mensch hat natürliche Bedürfnisse, die du nicht in deiner Familie gesucht hast, sondern in der Befriedigung durch Anerkennung deiner Arbeit. Dass das deinen Hormonen nicht ausreicht, ist das Ergebnis.
Durch die Arbeit kam die Familie zu kurz, aber auch die noch vorhandene Zeit war zu viel Routine. Da hätte auch 10h weniger Arbeiten nichts genützt - m.M.n. - wenn nicht ohne diesen "Schlag" beiden klargeworden wäre, was falsch ist. Man hat nicht aktiv darüber nachgedacht, dass Kommunikation, Nähe etc. total deplatziert sind im Moment.
Zitat:Stell dir vor, du wärst in der Rolle deiner Frau und sie in deiner. Würden deine Argumentationen von ihr dir so rechen und akzeptiert werden?
Nein - würde ich nicht. Ich würde auch 100% verlangen - egal in welche Richtung.
Zitat:Vermutlich für dein Ego schwer vorstellbar?
Definiere mein "Ego"?
Zitat:Und was sollen deine Kinder daraus lernen. Denn sie leben das später nach, was sie und wie sie im Elternhaus sozialisiert werden....
Wir versuchen beide den Kindern ein richtiges Verhalten vorzuleben. Dankbarkeit, Ehrlichkeit, Zusammenhalt als Geschwister. Aber wir sind immer noch Mann, Frau, Mann und Frau. Dass Mama und Papa nicht immer Friede-Freude-Eierkuchen haben kommt vor. Auch wenn wir versuchen, die Sache von den Kindern
Zitat:Das deine Frau Rückenschmerzen etc hat, sollte dir sagen, dass ihr Körper schon lange weiß, dass da etwas in schwerer Schieflage ist. Vermutlich somatische Beschwerden, welche sie nicht erkennen möchten, weil die Wahrheit so weh tut. Aber irgendwann begreift auch sie es.....
Die Schmerzen kommen vom falschen Liegen auf dem Sofa, eventuell zu wenig stützender Rücken-/Rumpfmuskulatur und äußern sich dann in Verspannungen. Der Osteopath kann hin und wieder was lockern, aber dauerhaft hilft nur aktives Tun. Ich bin mitnichten der Mann der nur nimmt wenn er Lust hat und die Frau vernachlässigt. Zu wenig Kommunikation heißt nicht, dass ich 24h passiv bin. Ich habe meine EF oft umarmt, massiert, versucht etwas Gutes zu tun. Ihr war ja eben *nicht* klar, dass etwas in Schieflage ist - sonst hätte sie reagiert?