Zitat von Nilan:Hey Leute,
wie es der Titel schon sagt fühle ich mich einsam im moment. Hab das immer mal wieder. Mal mehr, mal weniger. Derzeit ist wieder so eine Phase.
Mein Alltag ist derzeit meist stressig und manchmal hab ich es satt mich alleine durchzukämpfen. Ich habe sehr gute Freunde, eigentlich bin ich nicht allein.
Aber mir fehlt einfach diese Nähe, diese Zuwendung.
Dieser Höhepunkt in meinem Leben.
Ich verliebe mich nicht oft- und wenn, dann nur in Menschen die ich aus diversen Gründen nicht "haben" kann.
Manchmal tut mir das sehr weh. Teilweise bilde ich eine harte Schale und tue auf cool. Damit ich nicht merke oder verdränge wie sehr mir etwas fehlt.
Ich weiss man soll sein Glück nicht von der Liebe abhängig machen, aber Einsamkeit ist Einsamkeit.
Hallo!
Also auch wenn ich Liebschaften und Affären hatte, im Grunde bin ich bald zwei Jahrzehnte mehr alleine als nicht alleine, in der Ehe damals war es auch eher so, da konnte ich tatsächlich von Einsamkeit sprechen.
Nach der Ehe begann eine neue Ära, aber einsam habe ich mich seither eher sehr selten gefühlt, meistens bin ich sogar sehr froh, alleine zu leben.
Das Zitat, ein Partner mache einen Menschen nicht glücklich, sondern man muss sich selbst glücklich machen, ist meiner Meinung nach richtig und falsch zugleich. Ob ich mich selbst glücklich mache, hängt auch davon ab, wie ich mit mir umgehe und wie ich das empfinde. Und ich muss auch nicht superhappy strahlend durch die Gegend flitzen, wenn es mir gerade mal nicht gut geht. Ich lasse es aber nicht an meinem Umfeld heraus, sondern versuche dem mit meinen Möglichkeiten entgegen zu wirken.
Corona zeigt ja gerade, das insbesondere die partywütigen Menschen und jene, die immer etwas unternehmen wollen und müssen, doch recht arme Schw.... sind und letztlich nur über Mitmenschen und Events glücklich werden. Eine anstrengende Gruppierung, wenn Du mich fragst. Wer sich nicht mal eine lange Zeit mit sich selbst beschäftigen kann, dieses ausschließlich alleine, der ist auch irgendwo in meinen Augen immer irgendwie bedürftig und damit unattraktiv.
Ich habe mal eine Zeit einfach eine Art Jetpacking gemacht, eine Reisetasche mit Klamotten, in den PKW oder Zug und dann bin ich mal durch Deutschland getingelt. Alleine, ohne Ortskenntnisse, einfach mal drauf los. Das war abenteuerlich und ich habe sehr viel über meine Person gelernt. Solche Ein-Mann bzw Eine-Frau-Reisen kann ich nur wärmstens empfehlen (wenn es wieder möglich ist), sie helfen ungemein, den Horizont zu erweitern. Fernab von gewohntem Luxus und geregelten Abläufen musst Du Dich mit Dir beschäftigen, schauen, wo Du bist, wie Du was machst usw.
Momentan, Corona sei Dank

, ist das nicht möglich. Leider. Aber man kann auch in seinen eigenen vier Wänden viel für sich machen, alleine und mal ganz anders. Da würde ich ansetzen.
Und Gedanken an Liebe und so würde ich mal getrost vergessen, Liebe gibt es so eh nicht, im Grunde ist es immer Selbstliebe, die an vorderster Stelle steht, denn es soll ja in erster Linie immer einem selbst gutgehen, nicht wahr? Glück, Liebe, Partnerschaft, darum habe ich mir die letzten Jahrzehnte keine Gedanken mehr gemacht. Und sind diese Gedanken aus dem Kopf, können sie mir auch kein Unbehagen machen.
