Zitat von FlyOver:Ich kann damit nur bedingt denen zustimmen, die predigen erst alleine glücklich sein zu müssen.
Sehe ich auch so.
Es gibt Dinge, die weder ich mir selbst geben kann, noch Freunde, Familie mir geben können.
Ich sehe das aber letzten Endes auch nur so, dass jeder für sich erst einmal klären muss, was glücklich sein für ihn bedeutet und was man dafür braucht, um dieses zu erreichen.
Denn Wikipedia sagt zu Glück auch nur:
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Als Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens ist Glück ein sehr vielschichtiger Begriff, der Empfindungen vom momentanen bis zu anhaltendem, vom friedvollen bis zu ekstatischem Glücksgefühl einschließt, der uns aber auch in Bezug auf ein äußeres Geschehen begegnen kann, zum Beispiel in der Bedeutung eines glücklichen Zufalls oder einer das Lebensglück begünstigenden Schicksalswendung. In den erstgenannten Bedeutungen bezeichnet der Begriff Glück einen innerlich empfundenen Zustand, in den letzteren hingegen ein äußeres günstiges Ereignis.
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Und da kommt dann auch nur wieder das eigene innere individuelle Ich ins Spiel und die Akzeptanz der eigenen Definition vom Glück.
Soll heißen, wenn ich den "Grad" des innerlich empfundenen Zustandes davon ein Stück weit abhängig mache, ob ich einen Partner an meiner Seite habe, sollte ich dazu stehen, zu sagen, dass ich diesen Zustand nicht als glücklich wahrnehme, aber durchaus maximal zufrieden durchs Leben marschieren kann.
Und da wiederum spielen ja auch nur eigene Bedürfnisse mit rein, die jeden zustehen. Bei dem einen ist das Bedürfnis einen Herzmenschen "bei sich" zu haben größer als bei dem anderen. Ebenso lohnt sich der Blick wio die Ziele und Werte liegen, wie ich eine Beziehung führen möchte oder welche Bereiche der Partner in dem eigenen Leben "abdecken sollte".
Da sollte sich jeder selbst hinterfragen und schauen wie man da unterwegs ist.
Ich selbst bin mit meinem Leben zufrieden, aber nicht glücklich, auch wenn ich natürlich Glücksmomente mitbringe. Eine Bereicherung und damit ein i Tüpfelchen wäre, wenn ich einen Partner an meiner Seite habe.
Erschwerend kommt die Isolation durch Corona dazu, ich brauche Menschen um mich herum, um meine Zufriedenheit steigern zu können. Dabei macht es aktuell kaum Unterschiede, ob ich diese Menschen kenne und unbemaskt einmal wieder sehen könnte oder ob ich Freunden mal wieder einen gemütlichen Abend beim Stamm-Griechen verbringen könnte. Auch die beschränkten oder besser nicht vorhandenen Möglichkeiten um eigene Bedürfnisse zu stillen (für mich Solarium, Sauna, Friseur, Wellness), spielen eine Rolle in der eigenen Zufriedenheit. Fehlt dann eh ein Herzmensch, kann ich persönlich nicht glücklich sein. Basta

Und Glücklichsein bedeutet für mich auch äußere günstige Ereignisse spielen zu meinen Gunsten hin und wieder mit.
Ebenso verhält es sich mit dem Alleinsein oder der Einsamkeit.
Alles eine Frage der ureigenen Definition. . .
Ich bin gerne alleine mit mir. Ich brauche das sehr, gerade durch meine Multijobberei und der Art meiner Berufe. Ich kompensiere damit meinen inneren Stress.
Und wiki sagt zur Einsamkeit auch nur :
Der Begriff Einsamkeit bezeichnet im Sprachgebrauch der Gegenwart vor allem eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen den gewünschten und den tatsächlich vorhandenen sozialen Beziehungen eines Menschen. Es handelt sich dabei um das subjektive Gefühl, dass die vorhandenen sozialen Beziehungen und Kontakte nicht die gewünschte Qualität haben.
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Dann bin ich halt auch einsam
