Caecilia
Mitglied
- Beiträge:
- 2615
- Danke erhalten:
- 6291
- Mitglied seit:
Solche Momente gab es bei mir mehrere - also, dass ich auf einem richtig guten Weg war und dann kam eine Sache vom Ex, die mich gefühlt auch meilenweit zurückgeworfen hat. Ich erinnere mich z.B. an eine Mail während der Vorbereitung zu unserem Umzug (den ich vorher mit ihm bezüglich Zeitpunkts und Orts genau abgesprochen hatte und mit dem er völlig d'accord gewesen war) - eine Litanei an Vorwürfen, ich sei wankelmütig, würde alles bestimmen, solle mich endlich mal entscheiden, was ich wolle ... Furchtbar.
Ich habe in diesen Fällen oft überlegt, was mich an bestimmten Aussagen von ihm so getriggert hat, während ich andere (Vorwürfe macht er mir ja oft) gut wegstecken kann und konnte. Es ist mir nicht wirklich gelungen, das "Triggernde" zu identifizieren. Ich war und bin aber in solchen Fällen immer noch so dermaßen wütend auf ihn, dass er es schafft, mich mit seiner Sch...-Schuldumkehr und in ein paar Sekunden um Monate im Verarbeitungsprozess zurückzuwerfen.
Lass dir aber gesagt sein: Auch wenn es sich jetzt nach "zurück auf Los" anfühlt - das ist nicht so - bzw. du wirst schnell drüber wegkommen und recht rasch wieder an dem Punkt sein (tatkräftig, positiv in die Zukunft schauend), an dem du vor diesem blöden Gelaber von ihm warst. Je egaler er dir wird, desto schneller geht das jedes Mal und er ist dir auch jetzt schon viel egaler als am Anfang.
Irgendwann ist er dir komplett egal und dann kann dich auch nichts mehr treffen, was er von sich gibt. Auch Begegnungen sind dir dann egal. Ich bin an diesem Punkt auch noch nicht - aber manchmal kann ich schon erahnen, dass ich irgendwann dorthin kommen werde.
Hier im Forum wird öfters mal geschrieben, dass es nicht sein kann (und auch nicht sein soll), dass einem der Vater der eigenen Kinder, mit dem man über 20 Jahre sein Leben geteilt hat, egal wird. Für mich bin ich aber recht sicher, dass ich an diesen Punkt kommen muss. Ggf. wird es dann im Anschluss möglich sein, ein neues Verhältnis aufzubauen (wie unter guten Bekannten), aber dafür muss vorher der letzte Rest von "I care for you." weg.