@plietsche_deern Danke für deine Beitrag.
Es ist mir gar nicht so bewusst gewesen das ich von Mama/ Papa geschrieben hab. Bin hier wohl auch schon von den vielen Gesprächen, in denen immer nur noch von funktionierender Elternschaft die Rede war, beeinflusst.
Zitat von plietsche_deern: da passt der Brief ggf. ein wenig, dass er Dich sukzessive "nur" mehr als Mutter und "Haushälterin" wahr genommen hat, was ihn vielleicht? zusehends gestört hat.
Das kann man nach dem Brief gar nicht anders deuten. Für mich tatsächlich nicht nachvollziehbar, aber dieses Bild scheint sich in seinem Kopf geformt zu haben. Für eine langen Zeitraum in unserer Beziehung war es gar nicht anders möglich, da wir eine Wochenbeziehung hatten. Für mich war es, ohne es böse zu meinen, ein Kompromiss aus Liebe. Ich hatte mir gewünscht durch eine Zusammenzug hier einen Ausgleich zu schaffen. Wieder mehr in meinem Beruf durchzustarten.
Dies habe ich aber auch nicht klar genug kommuniziert.
Zitat von plietsche_deern: Ich lese wenig über Gefühle, liebst Du den Mann noch, blöde Frage, wart ihr noch körperlich in den letzten Jahren?
Ich bin niemand, der viel über seine Gefühle spricht, aber ja tatsächlich liebe ich ihn noch. Wir haben auch definitiv bisher keine WG geführt. Körperlichkeit war mit Ausnahme einiger Monate im letzten Jahr immer vorhanden. Sogar noch am Tag, wo er mir eröffnet hat, dass er sich seiner Gefühle nicht mehr sicher ist. Das war ein Punkt, warum mich das alles so unverhofft getroffen hat. Wenn man sich jetzt schon länger nicht mehr berührt hätte, keine Zärtlichkeiten mehr ausgetauscht hätte. Vielleicht hätte ich eher damit gerechnet.
Aber nach dem Brief führt eigentlich auch für mich auch kein Weg mehr zurück. Er hat unsere gesamte bisherige Lebensplanung in Frage gestellt. Hat mir eine Rolle zugeschrieben, die nicht meinem Naturell entspricht. Und hat sich gedanklich komplett aus der Familie genommen. Nur den letzten endgültigen Schritt ist er nicht bereits zu gehen.