Zitat von Birkai: Aber im Nachhinein betrachtet macht er das schon seit Jahren nicht mehr.
Das ist genau das, was viele Frauen auf lange Sicht frustriert. Sie sind einfach da, als Mutter, als Haushälterin, als Wäscherin, als Putzfrau, als Auffangbecken wenn es dem gnädigen Herrn schlecht geht. Als Stütze, als moralischer Beistand.
Aber "gesehen", wahrgenommen für das was sie selbstverständlich getan haben und noch tun, werden sie nicht. Sie sind oft wie Verfügungsmasse. Praktisch, denn sie sind ja von Vorteil.
Meiner Ansicht nach kommt da die Erziehung der Jungs durch. Denk mal dran, wie eine Mutter vorgeht. Sie ist da, sie bestätigt und hilft ihrem kleinen Prinzen und umsorgt ihn. Auf sie ist Verlass, denn Mama ist immer da und verfügbar.
Und genau das wird dann weitergelebt, nur dass Mama durch eine Ehefrau ausgetauscht wird.
Ein früherer Religionslehrer sagte mal zu uns Mädchen. Schaut Euch an, wie Euer Freund mit seiner Mutter umgeht. Denn genauso wird er eines Tages mit Euch umgehen.
Diese konsumierende Versorgermentalität, die Männer entwickeln, haben ihre Wurzeln meist im Elternhaus.
Mein Personalleiter sagte mal zu mir: ein Mann geht dann wenn das nächste Nest bereit steht, in das er hüpfen kann. Der zieht nicht einfach in ein Junggesellenappartement wo er sich um alles allein kümmern müsste und obendrein noch allein wäre. Nein, nein, der wartet, bis er gehen kann ohne dass es zu unbequem wird.
Birkai, schau auf Dich und tue das, was Dir als das Richtige erscheint. Du denkst weiter als er und Du siehst trotz allem klarer. Mir erscheint Dein Partner orientierungs- und hilflos. Er hat innerlich Angst, die er ruhig stellen muss. Und so kommen so Ideen wie die WG trotz Ehe. Seine Freiheit von Bindung begrüßt er, aber das Versorgtsein sichert er sich dadurch auch.
Eine WG kann funktionieren, wenn beide Partner sich entliebt haben, aber davon seid ihr weit entfernt. Und selbst dann ist fraglich, ob das wirklich erstrebenswert wäre.