Zitat von LarsWilhelm:nd es ist ja auch ein Experiment, können die beiden auch eine Freundschaft pflegen sich sehen, ohne unglücklich zu sein.
Also, bei uns klappt das nicht.
Die AF meines Mannes, die ich schon viel länger als meinen Mann kenne und mit der ich schon ewig befreundet bin, kriegt es leider nicht auf die Kette.
Sie hängt , obwohl schon Jahre vergangen sind, immer noch im emotionalen Chaos. Es wird zwar besser, ist aber noch nicht vorbei.
Eine Freundschaft mit normalem Umgang geht einfach nicht. Sie sagt selbst, dass sie nach einem Treffen im Freundeskreis immer komplett durch den Wind ist.
Zitat von LarsWilhelm:Vor 6 Wochen haben wir uns zu viert auf einer gemeinsamen Sportveranstaltung getroffen (Wir wussten, dass wir uns sehen). Für 3 Leute war es eine emotionale Vollkatastrophe., Für mich eher nicht.
Bei uns ist es heute (nach einigen Jahren) auch immer noch nicht leicht. Wir treffen uns NICHT mehr zu 4. Das liegt ganz klar an meiner Freundin, die solche Treffen nicht aushalten kann.
Zitat von LarsWilhelm:Seine Frau weiß nicht, dass die beiden sich noch sehen. Und ich bin da so hin und her gerissen, aber wahrscheinlich ist es in diesem Fall ok. Manchmal ist es auch besser etwas nicht zu wissen. Dafür gibt es auch gute Gründe.
Allerdings hätte ich einem Treffen, von dem nicht alle 4 Beteiligten wissen, niemals zugestimmt.
Es erinnert mich an die ersten Monate nachdem die Affäre aufflog. Meine Freundin wollte sich unbedingt mit meinem Mann persönlich aussprechen (am liebsten immer und immer wieder) und war geradezu empört, dass er einem Gespräch zu 2. nur zustimmen wollte, wenn wir beiden Ehepartner informiert sind und ebenfalls damit klarkommen.
Nun, sie wollte es aber partout vor ihrem Mann geheimhalten und beschloss dann, dass sie lieber keine weiteren Treffen hat, als ihren Mann zu informieren.
Auch alle WhatsApps, E-Mails... leitete mein Mann - mit Ansage - an mich weiter. Das musste sie ebenfalls akzeptieren - fiel ihr aber schwer.
Denn sie wollte meinen Mann unbedingt als "besonderen" Freund (schließlich sei er seelenverwandt

...) behalten und mit ihm weiterhin ihre Gefühle, Geheimnisse.. teilen. Das sagte sie mir sogar, als ich sie darauf ansprach, und bat um Verständnis.
Ich empfand das als unangemessen und lehnte das ab.
Mein Mann hatte mit der Affäre längst (auch emotional) abgeschlossen und wollte alles am liebsten so schnell wie möglich hinter sich lassen. Zudem quälte ihn das schlechte Gewissen. Auch war er bestürzt über die große Trauer meiner Freundin.
Aber, irgendwann stresste es ihn nur noch.
Als "besondere" Freundin wollte er sie nicht behalten. Das teilte er ihr auch zweifelsfrei und entschlossen mit. Das wiederum erzeugte erneuten Redebedarf bei ihr, der dann aber letztendlich (wie schon beschrieben) nicht mehr befriedigt wurde.
Somit ist mein Mann zu einem "normalen" Umgang in der Lage. Da es für sie leider nicht möglich war/ist, kann er auch ganz gut damit leben, sie nur noch selten auf größeren Partys zu sehen. Ihr "Anstarren" und ihre klagende Blicke waren aber auch für mich schwer zu ertragen. Mittlerweile hat es sich etwas gelegt.
Übrigens, zu einer offenen Ehe wäre ich nicht bereit gewesen. Auch würde ich es unerträglich finden, wenn mein Mann eine erneute tiefere Beziehung zu ihr eingehen würde. Allerdings habe ich nichts gegen eine normale Freundschaft und kann problemlos akzeptieren, dass sie mal wichtig für ihn war.