Zweizelgänger
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Zitat von Angi2:Das sehe ich anders. Für mich hatte sie keine 2 Gesichter, sie hat sich zuerst nur anders gegeben, weil sie verliebt in dich war....sie wollte dich beeindrucken. Ist das zu Anfang nicht ganz normal...zeigt sich nicht jeder zu Anfang von seiner besten Seite?
Zitat von Acht:Was für ein Euphemismus gerade beim Thema PS! Schlicht der Hohn, was du da nett in die Worte "sich von seiner besten Seite zeigen" packst!
Mir war bisher nicht bekannt, dass Lügen, Betrügen, Manipulieren zu den besten Seiten von Menschen gehört!
Also (mal wiede... ich fange offensichtlich gerne mit "also" an...) wenn man das mal von einer wertfreien und neutralen Perspektive anschaut, und ich glaube, dass das der Punkt ist, den man irgendwann erreichen muss, weil es sonst nichts bringt, dann muss man sich klar machen, dass wir in Grunde von zwei Welten sprechen.
Wenn wir schon von Persönlichkeitsstörung sprechen, kann ich nicht gleichzeitg sagen, dass der Andere sich gefälligst so verhalten soll, als hätte er das gar nicht.
Entweder ich bin krank oder nicht. Wichtig dabei finde ich aber, das ganz klar ist, dass das nichts mit Abwertung oder Vorwurf zu tun hat, sondern lediglich dann einfach so ist und der Andere sich das auch nicht ausgesucht hat.
Wie sich dabei die einzelnen bertroffen Menschen verhalten, ist nochmal eine andere Geschichte.
So (dachte ich fang den Satz anders an...), ich hab ja schon versucht zu erklären, wie ich das sehe bzw wie es vermutlich, eben auf Grund der Vorgeschichte, verändert wahrgenommen wird.
Das was der "Normale" tatsächlich als "von der besten Seite zeigen" bezeichnet und das was der Andere als "von der besten Seite zeigen" sieht, unterscheidet sich.
Ich glaube auch, dass die Motivation eine andere ist.
Der eine möchte sich tatsächlich positiv zeigen, vielleicht um dann irgendwann möglichst bald unkompliziert er selbst sein und auch mal pupsen zu können und der andere glaubt nur liebenswert zu sein, wenn er möglichst viel vom Gegenüber übernimmt und sich total anpasst.
Wenn man das aber erstmal so betrieben hat, entsteht Druck.
Nächstes Problem ist, dass dann zusätzlich irgendwann die Angst vorm verlassen werden dazu kommt.
Jetzt steigt der Druck zusätzlich.
Dann wird auf Teufel komm raus, alles weiter übernommen, sich angepasst und was weiß ich nicht alles (zB Sechs), um liebenswert zu sein und nicht verlassen zu werden.
Das das kein Mensch auf Dauer aushält ist ja wohl klar.
Logische Konsequenz, ich dreh durch, weiß überhaupt nicht mehr wer ich bin, verliere mich und explodiere oder laufe schnell weg.
Dann vermisse ich das alles, weiß dass ich einen Fehler gemacht habe, weiß vielleicht sogar, dass da was nicht stimmt, fühle mich falsch, was ich ja unbedingt umgehen wollte.
Konsequenz, ich lass mich vielleicht überreden, passe mich wieder an, war ja falsch, und schon geht die Kacke wieder von vorne los.
Irgendwann muss ich mich aber retten oder auch den Anderen, finde mich falsch, schäme mich und tauche ab.
Um das nicht fühlen zu müssen, verdränge ich das alles ganz schnell, lenke mich ab, finde jemand anderen, der ganz toll ist und starte einen neuen Versuch.
Verarbeitet hab ich aber nix und mit viel Pech (nahe100%) holt es mich ein, finde mich falsch, verdränge, verzweifle und verdränge wieder.
Sorry, mag ich nicht haben und stell ich mir schrecklich vor.
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