Zitat von Angi2:Ich kann mir vorstellen, dass es auch dadurch zur Trennung kommen kann, denn wer möchte mit permanenten Schuldgefühlen leben.....?
Man trennt sich von dem Partner, dem man doch so offensichtlich wehtut, wenn er es selber nicht schafft...
Und wenn der Partner dann immer noch keine Ruhe gibt, droht man ihm, ihn wegen stalking anzuzeigen, damit endlich Ruhe einkehrt....
Borderlinern wird diese Konsequenz dann ja leicht fallen, wenn sie kein Mitgefühl haben.
Hm, irgendwie geht die Kopierfunktion für quote gerade nicht, so dass ich die Sätze leider nicht einzeln Zitieren kann.
Schuldgefühle sind so ein Grundding bei Borderlinern. Das hat mit der aktuellen Situation nicht unbedingt etwas zu tun.
Ja, was die Trennung angeht, denke ich, sie ist mir schlicht zuvor gekommen. Borderliner sind nämlich sehr feinfühlig, nicht zu verwechseln mit Mitgefühl. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie nicht gemerkt hat, dass es mir in den 3 Wochen vor ihrem Schlussmachen sehr schlecht ging mit der Beziehung. Ich wollte nicht mehr nach Hause u habe auf dem Weg mit dem Rad nach Hause geweint, was sehr, sehr untypisch für mich ist. So, und ich war noch nicht so weit mich zu trennen, auch weil wir erst ein paar Monate vorher überhaupt in einer anderen Stadt zusammen gezogen waren, ich mit meiner Selbstständigkeit noch mal ein Risiko eingegangen und aber auch, weil ich sowohl ihre als auch meine Probleme natürlich sah. Ich zumindest arbeitete an meinen Problemen. Sie konnte u wollte an ihren nicht arbeiten, wie sie mir in den Abschlussgesprächen sagte. Außerdem hatte sie mir mal gesagt, dass sie sich angeblich noch nie getrennt hat, sondern immer verlassen wurde und wir hatten uns versprochen vor einer Trennung eine Paartherapie zu machen. Dies vielleicht auch mal als Info, warum für mich ihr Schlussmachen dann sehr überraschend kam.
Das ist schon echt hart. Trotzdem übernehme ich die Verantwortung für die Entscheidung in diese Stadt gezogen zu sein und auch noch mal ein Risiko mit der Selbstständigkeit eingegangen zu sein. Ich habe allerdings tatsächlich nicht damit gerechnet, dass sie quasi mehr und mehr zum Monster mutiert - sorry, aber anders kann man es echt nicht beschreiben - sobald wir zusammen wohnen. Und da mache ich ihr schon einen Vorwurf, denn das hätte sie vorher wissen müssen. Im Nachhinein ist mir da noch vieles aufgegangen und übrigens: vieles bekommt man auch erst im Verlauf der Beziehung mit. Ich wurde neben aller Offenheit, die sie ja durchaus an den Tag legte, aber auch oft angelogen, das bekommt man aber erst nach und nach mit.
Ich würde es verstehen, wenn man mir einen Vorwurf machen würde, wenn ich z.B. 10 Jahre mit ihr zusammen gewesen u permanent unglücklich gewesen wäre u mir das alles hätte bieten lassen. Wie schon geschrieben, für mich gab es auch ein paar Schlüsselmomente, die schon echt hart waren. Ich nenne ein paar davon mal gern: wir wollten zum Geburtstag meines Cousins und kurz bevor wir losgehen wollten, sagt sie, sie will nicht mit. Zum Thema Grenzen setzen: ich bin dann natürlich allein hingefahren. Dann Einladungen meinerseits von meinen Freunden & Familie hier in die Wohnung. Ihre Frage: muss ich da dabei sein und wenn ja, wie lange? Dann überfiel sie mich nach dem Zusammenziehen alle 2 Tage mit irgendeinem Gesprächsbedarf um immer dasselbe. Als ich dann einfach mal nur weinte u mich weinend auf meine Couch legte, fragte sie nur kurz, ob wir einen Tee trinken wollen, ich verneinte. Sie ging dann in ihr Zimmer u telefonierte mit irgendwem u lachte ganz laut. Ich glaube nicht, dass sie über mich lachte. Aber ich finde es krass, dass eine Partnerin am Telefon lachen kann, während die andere gerade heulend auf der Couch liegt. Und sie wusste, dass ich eigentlich kein Typ bin, der zum Weinen tendiert. Aus der Ex-Beziehung hatte sie mir mal erzählt, dass sie mit der Ex einen Termin die Woche gemacht hat während der Beziehung. Habe mit Verwunderung darauf reagiert. Sie meinte, man hätte sich in der Ex-Beziehung halt organisieren müssen, weil es da ein Kind gab (von der Ex in die Beziehung mit rein gebracht) u beide sehr busy waren mit dem jeweiligen Studium. Tja, als wir zusammen zogen, ging es hier auch so los. Obwohl sie nur einen 20h/Woche-Job hatte, wollte sie plötzlich einen festen Termin mit mir in der Woche ausmachen und noch wissen, was wir denn dann machen.

Eigentlich dachte ich, dass wir mit dem Zusammenziehen mehr Zeit miteinander verbringen, nicht weniger.
Zum Thema Manipulation: sie hat mal einen neu gekauften Pulli in der Bahn verloren u war deshalb extrem traurig. Sie saß auf meinem Bett u ich weit entfernt am Fenster. Später warf sie mir vor, ich hätte die Träne, die über das Gesicht lief, nicht gesehen. Wir haben daneben auch regelmäßig sog. "Paargespräche" geführt, bei denen man Rücken an Rücken sitzt. Da warf sie mir beim Schlussmachen vor, ich hätte es 2 Mal nicht mitbekommen, dass sie dabei geweint hätte. Nee, habe ich nicht, u ich glaube ihr auch nicht, dass sie geweint hat. Das würde man z.B. allein an der Stimme hören (bin btw auch sehr feinfühlig) oder hätte es zumindest hinterher gemerkt. Und auch die Frage: warum hat sie nix gesagt?