Zitat von E-Claire:
Was Du, wenn ich das richtig verstanden habe, sagst, ist, daß ich für die Einschätzung, ob jemand mit mir befreundet sein kann oder aber nur mit mir befreundet ist, weil er sich eigentlich mehr erhofft, eine Form von Verantwortung trage.
Beim Kennenlernen?
Nein, da kennst du den Anderen (wahrscheinlich) zu wenig um dort die richtigen Schlüsse ziehen zu können.
Wenn er dir hinterherläuft und du das merkst, dann ja, wäre es im Sinne der Rücksichtnahme gut den Kontakt einzustellen (nach einem klärenden Gespräch). So würde ich es halten.
Zitat von E-Claire: Du gehst scheinbar so weit, zu sagen, daß ich an der Stelle diese Einschätzung besser als derjenige selbst treffen kann und dann aus meinem freundschaftlichen Gefühl für diesen heraus, die Freundschaft beenden muß.
Du sollst gar nichts, du kannst

Am fairsten empfinde ich es mit dem betroffenden Freund zu reden und dann zu entscheiden.
Wenn du weißt, dass der Freund verliebt in dich ist, dann ja, wäre es aus meiner Sicht richtig den Kontakt abzubrechen (selbst wenn er etwas anderes sagt). Es gibt kein Szenario, in dem einseitig empfundene Liebe etwas gutes bewirkt. Spätestens wenn du dann einen Partner hast leidet dein Freund.
Der springende Punkt hier ist das Wissen. Eben deswegen würde ich mit der Freundin (wenn das jetzt mir passieren würde) reden. Wenn sie dann offen die Gefühle zugibt, würde ich mit ihr besprechen, wie wir den Kontakt runtertakten bzw. abbrechen können (heißt ja nicht, dass das für ewig ist).
Wenn sie die gefühle abstreitet sehe ich einen Kontaktabbruch nicht als nötig an (dann hat man aus meiner Sicht alles getan um den Freund/Freundin zu schützen), außer wenn ich ich einen 100% Eindruck habe.
Zitat von E-Claire: Für mich ist eine Freundschaft und da sehen wir es vielleicht ähnlich, nicht der Trostpreis zu einem Beziehungswunsch.
Das stimmt, dass sehen wir ähnlich.
Nicht ohne Grund suche ich gerade weibliche Freunde und keine Beziehung

Freundschaft hat viele Aspekte, die eine Beziehung auch hat. Gleichzeitig fehlen aber auch gewisse Aspekte, die aber auch gewisse Probleme mit sich bringen.
Zitat von E-Claire: Wenn ich jemandem eine Freundschaft anbiete, dann nicht, weil es für eine Beziehung nicht reicht, sondern weil etwas anderes also eine Freundschaft möglich ist. So gehe ich auch mit meinen Freunden um.
Ich denke deinen Freunden musst du keine Freundschaft anbieten.
Würdest du mir das so kommunizieren (also keine Beziehung, aber Freundschaft) beim Kennenlernen würde ich das so akzeptieren und als gegen hinnehmen. Ich würde aber (ähnlich wie der TE) darauf achten, dass meine Grenzen gesetzt bleiben....
Würdest du mir als bestehenden Freund (nochmal) sagen, dass du nur Freundschaft willst würde ich dich fragen wie du auf die Idee kommst mir gegenüber das klarstellen zu wollen
Für die Thread-Frage ist das aber unerheblich, da wir uns (in diesem Szenario) ja nicht in der friendzone befinden.