Zitat von Leonhard: Als Außenstehender soll man so etwas verstehen, akzeptieren und gar verzeihen können....
Akzeptieren muss man, da hat man leider gar keine andere Chance, verstehen und verzeihen sehe ich persönlich anders.
Man muss gar nichts.
Loslassen ist sehr sinnvoll. Aber einen Betrug verzeihen in dem Sinne dass man sagt "ach, ich vergrbe dir alles, lass uns wieder beste Freunde oder gar wieder ein Paar sein - wo steht geschrieben, dass man das muss?
Ich halte es überhaupt nicht für ein Muss.
Man muss so damit umgehen wie es einem selbst gut tut.
Und wenn Akteptanz und Loslassen der Weg sind, aber nicht "vergeben und vergessen" dann ist das so.
Es ist ja auch jeder Fall und jeder Betrüger/Betrug anders.
Insofern gibt es da sicher keine allgemeingültige Regel, was alles verziehen und verstanden werden muss. Wäre mE auch ein Hohn für die Betroffenen, die genauso ein Anrecht auf ihre Gefühle und ihre Wahrnehmung haben wie der Betrüger.
Ich würde hier im übrigen tatsächlich eher eine Analyse als eine VT empfehlen. Das Ergebnis sitzt in der Regel "tiefer" und ist sehr viel nachhaltiger, wenn der Therapeut gut ist und die Therapie etwas bringt.
VT eignet sich gut für harmlose Probleme, die sich oft schon dadurch lösen würden, dass man anders mit der Situation umgeht.
Aber wer aus so einer Situation noch tiefe Befriedigung und einen Kick zieht (Kinder involviert etc.), der hat tiefsitzendere Probleme. Da kommt ein Verhaltenstherapeut gar nicht ran.