Zitat von Chrisi:
Ach weißt du, ich bin auch schon einmal ( der Grund weshalb ich hier bin) im vollem Lauf verlassen worden, weil: Zitat: Ich bin durch dich sächssüchtig geworden.
Allen Ernstes.
Habe dann an Professor Unrat gedacht von Heinrich Mann.
Sie können ihre eigenen Emotionen nicht händeln. Oder ja, vielleicht ist wirklich das Suchtzentrum betroffen. Dann würde ja auch jeder raten das Suchtmittel zu meiden.
Ich habe es für mich dann einfach so angenommen und diesen Gedanken so stehen lassen. Er hat ein Jahr später eine 14 Jahre ältere Frau geheiratet.
Ich fühle heute noch nach 5 Jahren eine gewisse Melancholie wenn ich an meine verlorene Zukunft denke. (Wir waren etwas über 5 Jahre zusammen.)
Bin wieder gut auf die Beine gekommen. Habe ein interessantes Leben. Aber warum lese ich hier noch mit?
Weißt du, ich war so eine Taffe. Glück ist machbar! Sollte vielleicht so sein. Musste ich wohl auch noch lernen. Ich war vielleicht zu übermütig dem Leben gegenüber.
Taff bin ich immer noch. Aber deutlich emphatischer. Und vorsichtiger!
Es ist normal, dass nur ER dir im Kopf rumgeistert. Normal.
Später, viel später entdeckst du dein inneres Kind. Damit hätte ich mich früher nie beschäftigt! Fiel unter Esoterik - vermutlich.
Ich glaube, deshalb liest man (ich) auch hier noch so lange mit. Irgendetwas in mir kann scheinbar noch nicht verstehen, dass ich mich so in meiner Menschenkenntnis getäuscht habe.
Und wirklich, ich habe hier Sachen gelesen? ! Deine Geschichte gehört auch dazu!
Weißt du, ich hatte das Glück in meinen Leben, bis auf ein halbes dunkles, stockdunkles, Jahr immer geliebt zu haben. Aber ein wirklicher Lebensgefährte blieb mir verwehrt. Ist jetzt philosophisch.
Mein Rezept war damals: warmer Kakao ( aus Wasser, Pulver und Süßstoff- man ist ja Diszipliniert lach) und Opernarien. Dieses hingebungsvolle Sterben/ Streben/ Schmerz aus voller Kehle war Balsam.
Auch du berappelst dich. Dazu bist du letztlich auch rational geprägt. Das hilft. Aber der Kleister der Pechmarie verschwindet nie ganz so aus den Federn. Denn warum lese ich hier noch?
Auch eine Erfahrung: ich stehe dazu
Deine Worte haben mich sehr berührt
Vielen Dank
Ja, auch ich bin und war immer die Taffe.
Sehr übermütig gegenüber dem Leben und grundsätzlich in positiver Grundstimmung.
Ein geht nicht, gibts nicht und das ist für mich eher Anreiz und Ansporn, es doch zu schaffen als einfach aufzugeben und es sein zu lassen
Bis ich ca 40 war, fühlte ich mich auch immer als Goldmarie
Ich hatte hart für die Karriere gearbeitet, war erfolgreich im Job, hatte eine glückliche Ehe mit einem tollen Mann, wir hatten ein Haus im Grünen, es war perfekt und ich war stolz wie Bolle.
Dann ging es langsam los, das sich bel meinem Ehemann - 2 Jahre jünger - immer mehr und mehr der Kinderwunsch breit machte. Alle im Freundeskreis waren mehr oder weniger frisch gebackene Eltern, wir waren gerade frisch gebackene Paten beim Sohn seines Bruders und so wollte er auch, obwohl wir uns bis dahin einig waren, das keine Kinder wollten. Wir drifteten mehr und mehr auseinander, hatten privat nur noch Diskussionen und 2 Jahre später war ich geschieden.
Zum ersten Mal ein großer Traum geplatzt und am Scherben zusammen fegen.
Danach ging ich auch intensiv auf die Suche nach mir, las viel, verarbeitete viel und auch mein Fazit war : empathischer und vorsichtiger zu sein.
Ich war auch gut ein Jahr Single, da ich einfach Zeit für mich brauchte.
Dann traf ich im Job und bei einem Event den nächsten Mann, in den ich mich verliebte. Ebenfalls ein zielstrebiger, erfolgsorientierter Geschäftsmann. Nach gut einem Jahr zogen wir zusammen und hatten eine wunderbare Zeit. Allerdings kippte dies als seine Geschäfte nicht mehr gut liefen und ich erfolgreicher war als er und mehr Geld mit nach Hause brachte. Er ließ sich mehr und mehr gehen, unterstellte mir Affären mit Kollegen, wenn ich auf Geschäftsreisen ging und machte mir übelste Eifersuchtszenen, fing an zu trinken und rutschte in die Depression. Ich organisierte ihm einen Platz in einer Klinik, trennte mich von ihm und da es meinen Eltern gesundheitlich nicht gut ging, nutzte ich hier die Chance, zurück in meine Heimatstadt zu gehen.
In den letzten gut 10 Jahren ließ ich daher gewaltig an Federn und diese Pechmarie scheint gewaltig an mir zu kleben und ich scheine dies nicht los zu werden.
Meine Karriere habe und hatte ich oft über mein persönliches und privates Glück gestellt und das wurde mir definitiv 2 mal zum Verhängnis und daran scheiterten meine Beziehungen.
Ich wurde dadurch noch empathischer und noch vorsichtiger.
Bevor ich mich daher auf ihn einließ, wollte ich, das er seine privaten Dinge sauber regelt.
Ich recherchierte vorsichtig in seinem Umfeld / in der Branche, bei Leuten, die ihn gut kennen, was er für ein Mann ist und ob er ständig am jagen, Flirten ist und mit ständig neuen Frauen auftaucht.
Meine Eltern wohnen fast in Sichtweite seiner Wohnung, sodass ich sogar ab und an abends auf dem Weg zu Ihnen bei ihm vorbei fuhr, um zu schauen, ob er tatsächlich allein zu Hause ist
Da er sich wirklich trennte und ich auch bei meinen Nachforschungen überhaupt nichts Negatives erkennen konnte und mein Bauchgefühl wirklich fein war, ließ ich mich auf ihn ein und öffnete mein Herz, da ich überzeugt war, ich mache hier keinen Fehler
Gerade ich, die auch immer so stolz auf die eigene Menschenkenntnis ist und durch die jahrelange Arbeit im Vertrieb Menschen innerhalb weniger Minuten einschätzen muss, um sie quasi knacken und begeistern zu können
Zumal ich auch vor unserer Beziehung gute 2 Jahre eng mit ihm zusammen gearbeitet hatte, Stresssituationen durchlebte, Termindruck hatte, etc. Wenn man mit einem Kollegen / Chef täglich mehr Zeit verbringt als die meisten mit ihrem Partner, kann man sich schon ein gutes Bild machen, wie der andere ist, was man von ihm halten und erwarten kann etc. Dachte ich zumindest bis zu diesem Montag
Sein Credo war immer : sein Wort gilt
Und auch das fand ich immer faszinierend an ihm. Egal, ob er Kunden, Freunden, seiner Familie oder auch mir etwas zugesagt hatte, konnte man sich 100% auf ihn verlassen. Genauso würde er es auch umsetzen. Über 3 Jahre hat er auch bei mir jedes Wort / jedes Versprechen eingehalten. Egal, ob es es was Großes oder zB nur eine Verabredung zum Abendessen machte, die er vor einer Geschäftsreise machte. Das schaffte Vertrauen und Sicherheit.
Auch das ist etwas, das mich nun enttäuscht und verletzt.
Er bricht zum ersten Mal sein Wort und dann mit diesen Konsequenzen.
Ja, ich bin tief drinnen immer noch die Taffe.
Und auch hier werde ich wieder rauskommen und meinen Weg gehen ...
Und wieder habe ich massiv Federn gelassen und der Makel der Pechmarie haftet noch deutlicher ..