Zitat von Gnauri: echt? Inwiefern? Interessiert mich jetzt ernsthaft.
Puh es ist spät und da bin ich weniger on point. Also ehrlich, ich komm da noch mal etwas eloquenter zurück, aber
Die meisten die ich kenne verharren in angeblich unglücklichen Ehen wegen der Kinder. Ich habe keine, aber das hindert mich nicht daran anzuerkennen, welche unfassbare emotionale Sogwirkung Kinder haben können.
Fangen wir mal einfach an, das ist ein Wirtschaftsfaktor. Männer sind bereit, daß letzte Hemd für Kinder zu geben, aber nicht bereit, Geld an jemanden zu zahlen für Kinder. Ist ein Machtding. Jeder Mann zahlt sofort einen tausender pro Monat für Kinder, solange er selbst zahlt, aber nur ungern 500 an die Frau ohne Nachweis darüber wohin die Kohle geflossen ist. Darüber gibt es tatsächlich soziologische Aufsätze. Geht um Macht, ziemlich absurd, aber noch mal logisch und dennoch crazy.
Zweitens, wenn die Kinder noch kleiner sind, was auch immer das heißt, haben eigentlich alle Männer die ich kenne, auch solche die betrügen, selbst wenn sie eher wenig am täglichen Marathon beteiligt sind, ja so gar, wenn die sich völlig raus nehmen, zwar eine Lethargie, aber so bald am Horizont auftauchen könnte, daß ihre nicht wahrgenommen Aufgaben von einem anderen Mann erfüllt werden könnten, und das ist eben dann im Bereich des Möglichen, so bald sie eine Frau frei geben, eine völlig irrationale oder hin und wieder berechtigte Angst, daß ein anderer Mann das tun könnte.
Da geht es einerseits um Wettbewerb, mach Dir das bitte klar, so lange sie die Frau und Kinder nicht frei geben, gibt es den anderen und damit den Wettbewerb nicht und andererseits wissen die natürlich um ihre Fehlbarkeit. Die sind ja nicht blöd.
Und erst das geht es um logische Anschlusstreffer.
Mag jetzt keiner hören, insbesondere die Männer nicht, kommen die eh nicht mit klar, aber ein Mann, der sagt, meine Ehe ist gescheitert, daher fange ich mit dir Traumfrau ein neues Leben an, sagt nicht gleichzeitig deswegen bin ich ok damit, daß jemand meiner Ehefrau beiseite steht. Für die Männer, die ich kenne (und wenn du dich mal im Forum umschaust) zwei völlig verschiedene Dinge. Wenn Du da noch Kinder mit hinein nimmst (...).
Hat was mit deren Selbstverständnis, Väterbild und deren Identität zu tun.
Ich sage nicht, daß es besonders logisch, glaubhaft oder sinnmachend wäre, aber ein Mann, der Dir erzählt, daß seine Ehe am Ende ist, meint das Dir gegenüber absolut so, aber nicht wenn es darum geht, seine Ehefrau bzw Familie zu verlassen.
Der kann Dich lieben ohne Zweifel, aber wenn push comes to shove, dann ist der Gedanke, daß jemand anders "seiner" Familie vorsteht, etwas, was den zu unfassbaren großen Kompromissen bereit sein lässt. Ist so ein Besitzding. (ja, ja wollen die Herren nicht wahrhaben).
Ding ist halt, du konkurrierst nur bedingt mit seiner Frau, Du konkurriert mit dem Mann, der nach ihm folgen könnte.
And that is a or the problem.
