Knutuschi
Gast
Daher ist es gar nicht so wichtig, Dir vorzunehmen wie Du Dich nun verhalten willst, sondern viel mehr was Du tun willst, wenn es wieder mit Dir durchgeht.
In der nächsten Zeit, egal wie langsam Du es nun angehst, werden Deine Ängste und Unsicherheiten wieder mit Dir Schlitten fahren. Das wird passieren. Und für genau diese Fälle musst Du halbwegs sichere Wege zur Entschärfung finden die dazu beitragen, dass Du wieder zur Ruhe kommst.
In der Praxis bedeutet das, wenn Du bspw. bemerkst, dass Du gerade anfängst am Rad zu drehen, kannst ihm vielleicht sagen, Du ich merke gerade ich dreh gerade durch. Und dann nimmst Dir zum Beispiel einen Moment die Situation zu verlassen und tust etwas was Dich wieder zur Ruhe bringt.
Was das ist und was am besten für Dich funktioniert, musst Du ausprobieren.
Wichtig ist, dass Du Deine Muster erkennst und diese durch ein völlig neues Verhalten durchbrichst. Nur so funktioniert sowas.
Immer wenn es um Ängste geht, beginnt ein Automatismus in dem man nicht mehr steuern kann und dann Schwachsinn macht. Hast Du ja erlebt. Kann so intensiv sein, dass man danach keine Erklärung mehr hat. Auch das kennst Du.
Daher ist es wichtig sich selbst ausreichend zu beobachten um gleich am Anfang wenn ein solcher Automatismus beginnt, diesen zu bemerken und dann, solange man noch halbwegs Kontrolle über sich hat, durch neues Verhalten aus dem Automatismus wieder auszusteigen.
Sich vornehmen locker zu bleiben' ist naiv und funktioniert nicht.
Statt dessen immer die eigenen Macken akzeptieren, bemerken und frühzeitig entschärfen. Und dafür brauchst Du sehr klare Strategien auf die Du dann noch zurück greifen kannst, wenn Du emotional schon völlig am Limit fährst.
Also probiere aus und mache Dir konkrete Schritte klar die Du gehen willst, wenn Du merkst dass bei Dir gerade was das rumoren anfängt.
Du musst jetzt aber für mich da sein ist kein solcher Schritt. Ich gehe raus und fahre Fahrrad wäre ein solcher Schritt.

