Zitat von Pinkstar: Das ist alles nur fürs Klo! Du schaffst das
Traurig, aber leider sehr wahr. Auf einer scheinbar gescheiterten, aber noch immer bestehenden Ehe mitsamt Kindern baut man nicht so einfach ein neues Glück auf.
Wenn er gehen würde, hätte er vermutlich ein schlechtes Gewissen, sofern er eines hat und er wäre orientierungslos. Wo soll ich jetzt hin? Hier meine Kinder, mein Heim, mein Zuhause, die gemeinsamen Jahre, die gemeinsamen Probleme, die wir überstanden haben - das alles hat seinen Wert. Und hier die Geliebte, die er ja noch gar nicht richtig kennt, denn er kennt ja nur den Ausnahmezustand mit ihr, eben das "Besondere", das ihn natürlich auch magisch anzieht. Und dann kommt es zur inneren Zerrissenheit und er pendelt hin und her. Heute so und morgen anders - aber keine klare Linie. Vielleicht etabliert sich ja eine Beziehung zur Geliebten, die sich irgendwann fast normal anfühlt. Aber dennoch, solange er nicht ganz gegangen ist. bleibt die Geliebte immer nur die Frau für das "Besondere".
Weihnachten, Ostern, Geburtstage - da muss er zur Familie. Urlaubsreisen sind auch so ein Fall. ist er krank, bleibt die Geliebte draußen und wird nichts oder nicht viel erfahren, sollte es ernst werden. Und da zeigt sich dann oft der Wert der Familie wieder, denn ein Kranker strebt meist nach Geborgenheit, nach Umsorgtsein, aber das bekommt er "daheim".
Das Leben als Geliebte ist nicht erstrebenswert, denn man erleidet und erduldet zu viel Kummer, zu viele Sehnsüchte und investiert zu viel Hoffnung die sich meist nicht erfüllt.
@Schmetterlin_, sei froh, dass Du Dich darauf nicht einlässt. Schütze Dich vor so was, denn es endet fast immer schlecht.
Und jetzt also das Umschleichen. Schlecht, dass Du ihn siehst, aber jetzt kommt Weihnachten, das er zu Hause mit seiner Eiskönigin und den Kindern verbringt und einen auf happy family macht.
Ich nehme an, Ihr habt Urlaub. Ein paar Tage mit Abstand wären ganz gut, aber leider wirst Du ihn wieder sehen und dann schmerzt das Herz wieder teuflisch und die Sehnsuchtsmaschine geht wieder verstärkt in Betrieb.
Er hätte das nicht tun dürfen. Nicht mit Dir auf privater Ebene verkehren, nicht mit Dir Händchen halten, Dir nicht diese Komplimente machen dürfen. Er hätte auf Abstand gehen müssen und die Anziehung ignorieren müssen. Aber was tat er? Das Gegenteil und dann weihte er Dich gleich auch in seine traurige Ehe ein. Wie schräg ist das denn? Und so was von gewöhnlich und einfallslos, aber dir gab es ein gutes Gefühl. Dein Ego wurde gestreichelt und gepusht und seines auch und das ist auch der Stoff, aus dem Affären sind oder die Vorstufen dazu. Es geht sehr viel um das eigene Ego. Das merkt man meist erst hinterher, mit viel Abstand.
Abstand ist das Zauberwort. Geh auf Abstand, er ist ab jetzt ein Kollege und nichts weiter. Das kann man mit der Zeit lernen und verinnerlichen, aber das hat viel mit Selbstdisziplin zu tun, die auf der Strecke bleibt, wenn der innere Schweinehund stärker ist.