Schmetterlin_
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ich bin gerade sehr zerrissen und mitten im Liebeskummer. Bekomme gerade kaum etwas geregelt und versuche, irgendwie zu funktionieren. Ich bin seit ca. 3 Monaten völlig heftigst verliebt. Ich habe das länger unterdrückt, vermutlich bestehen die Gefühle schon länger. Als der Blitz einschlug, war unbekannt, dass er verheiratet ist. Wir sind irgendwie über das Berufliche in etwas Privates hineingeschlittert und hatten viel E-Mail-Kontakt, wo sich zumindest auf meiner Seite eine starke Verbindung entwickelte. Ich habe von ihm erst nach unserem ersten richtigen Date erfahren, dass er Frau und Kind zuhause hat und war geschockt. Da waren wir beide allerdings schon schockverknallt (es war aber nichts passiert). Dennoch habe ich es sofort beendet und klar gemacht, dass ich keine Affäre oder ähnliches haben wollen würde.
Wir kamen dennoch nicht voneinander los und schrieben weiter. Ich habe von ihm erfahren, dass seine Ehe wohl kriselt, man hat sich auseinander gelebt, aber er hängt sehr an seinem Kind. Er wäre eigentlich auch nicht auf Beziehungssuche gewesen. Er wüsste nur, dass es untypisch für ihn gewesen wäre, sich von seinen Reisen unterwegs bei mir gemeldet zu haben anstatt zuhause. Und er sei extremst begeistert von mir; mehr könnte er jetzt am Anfang noch nicht sagen. Hm….dummerweise gab er mir einen sehr intensiven Abschiedskuss, der uns beide sehr durcheinander brachte.
Danach folgten Wochen mit Hin und Her, Flirt-Nachrichten, Kontaktabbruch von mir, wieder Annähern, Versuch mit Freundschaft wg. des Beruflichen, was nur 24 h anhielt. Der Wunsch, sich wiederzusehen, war dann doch zu groß und ich hatte das Gefühl aufgrund einiger vager Bemerkungen von ihm, dass sich viell. etwas an seiner Ehe tut. Wir trafen uns also nochmal zum Reden, aber redeten kaum, weil wir nicht voneinander lassen konnten. Es wäre zum Äußersten gekommen, wenn ich nicht die Reißleine gezogen hätte. Aber ich spürte, dass es nicht richtig war, und er war auch irgendwie nicht ganz da. Auf mein Nachbohren hin erzählte er, dass er sehr unglücklich sei und einfach zu ist mit Arbeit und keine Zeit für sich hätte, um sich klar darüber zu werden, was er überhaupt will. Er hätte auch versucht, die Probleme in der Ehe anzugehen, aber stößt da auch nur auf Widerstand. Dann fragt er sich, ob er das überhaupt noch will. Er fühlt sich einfach total unglücklich. Er verabschiedete sich mit den Worten „Jetzt muss ich wieder ins normale Leben zurück“ und sah mich traurig an.
Am nächsten Tag kamseine Nachricht, dass ihn das schlechte Gewissen mit voller Härte getroffen hätte und er hofft, dass wir irgendwie einen anderen Umgang finden, der beiden gut tut. Ich schrieb zurück, dass, es gut ist, festzustellen, dass es für jeden von uns nur ganz oder gar nicht gäbe und wenn er glücklich ist, da wo er ist, ich dann da auch nichts suchen oder finden wollen würde, was mich glücklich macht. Hat mich viel Schmerz gekostet.
Ich hatte irgendwie auch meinen Stolz und wollte ihm nicht hinterherweinen. Aber in mir drinnen sieht es komplett anders aus. Ich vermisse ihn sehr. Und ich verstehe auch, dass er – sollte er überhaupt Gefühle für mich haben, das weiss ich ja nicht sicher – sich vermultich jetzt im Chaos befindet. Er weiss, dass er sich trennen müsste, wenn er mit mir weiter gehen will. Und dass er weiter gehen wollte, war leider unmissverständlich letztes Mal. Und ich hoffe, warte, weiss vom Kopf her aber auch, dass es verdammt schwierig ist. Er bedeutet mir leider sehr viel. Ich hätte gern eine Chance auf ein normales Kennenlernen mit weiterem Daten, und allem, was dazu gehört. Aber ohne Verstecken, Lügen, einfach frei. Aber ich kann ihm das so nicht nochmal sagen, denn dann baue ich jetzt in der Lage doch noch mehr Druck auf. Vielleicht will er das ja auch gar nicht. Ich weiss einfach gar nichts.
Ich habe das Gefühl, er geht voll auf Abstand, um mich zu vergessen. Und das schmerzt. Ich hätte zumindest gern gewusst, wie er zu mir steht, was er über mich denkt, was er fühlt.
Hat jemand einen Tipp, was ich tun kann? Ich könnte mir vorstellen, einige Wochen auf ihn zu warten. Aber sollte ich mich dann lieber rar machen? Oder einfach locker-flockig freundschaftlich hin und wieder in Erinnerung rufen?
Traurige Grüße!