Zitat von paul258: Also so wie ich das verstanden habe gilt der Psychologe und Autor Rollo Tomassi als Erfinder und Wegbereiter der Bewegung, vor allem durch sein Buch "The rational Male", welches als Bibel der Szene gilt.
Und ich weiß nicht...ein studierter Psychologe, der übrigens verheiratet ist, an der Uni lehrt und Paartherapeut ist, wirkt für mich nicht unbedingt wie der klassische Schaum vorn Mund Incel der bei Mutti im Keller sitzt.
Du scheinst nicht richtig informiert zu sein. Seine akademische "Karriere" kulminierte in einem Bachelor für Verhaltenstherapie. Er ist weder Arzt noch das, was wir in Deutschland als studierten Psychologen ansehen würden.
Er lehrt auch nicht an einer Uni, sondern nur an der "You-Tube Uni" und verdient sein Geld mit der treuen Schar der Alt-Right Leser. Mag sein, dass er neben YouTube Filmchen und Büchern sogar noch als Paartherapeut arbeitet... impressive, not.
George W. Miller (born 2 April 1969), better known by his pseudonym Rollo Tomassi and referred to by Dr. Phil as the "Godfather of the Manosphere", is an American author,[1] YouTube personality, and podcaster.[citation needed].
Originally working in the wine and spirits industry, Miller published his best-selling book entitled The Rational Male which became a series due to its popularity. On his YouTube channel, Miller discusses human behavior and interactions in the context of dating, and often appears in podcasts wherein he promotes his book and ideas. Zitat von paul258: Das ist genau das Problem an der ganzen Geschichte.
Sie sind nicht dort entstanden, sie werden dort aber missbraucht und kultiviert.
Doch, sie sind genau dort in der Szene entstanden.
Zitat von paul258: Das alles sind Ausprägungen, die aber nichts über die Grundidee aussagen, sondern diese eher noch verschwärzen und in den Dreck ziehen.
Die ganzen Grundidee der propagierten Philosophie (das Wort krümmt sich wahrscheinlich dabei, in diesem Zusammenhang gebraucht zu werden) ist von angeblicher biologische Schwäche der Frau und angeblicher Überlegenheit des Mannes geprägt. Vor Gleichberechtigung haben die Red Piller so viel Angst, wie der Teufel vor Weihwasser.
Zitat von paul258: Das Grundkonzept ist nämlich eigentlich ganz einfach: es besagt, dass Männer und Frauen unterschiedlich lieben.
Nein, das sagt es nicht. Es sagt erstens über Männer gar nix aus (außer wie sie Frauen dominieren können) und zweitens sagt es ziemlich klar aus, wie angeblich Frauen lieben: Status-bezogen.
Zitat von paul258: Ersteinmal das offensichtliche Argument: der Erfolg der "Bewegung" zeigt ja, dass ein Verlangen danach da ist. Ein Verlangen danach einfach anzuerkennen, dass Männer und Frauen eben nicht 1:1 deckungsgleich sind.
Der Erfolg der Bewegung zeigt, dass Misogynie und Unterdrückung von Frauen (oder anderen Minderheiten) von einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung goutiert wird.
Zitat von paul258: Dass es eben doch Unterschiede gibt und es diese schon seit Hunderttausenden von Jahren gab und man diese nicht weg ideologisieren kann in zwei, drei Jahrzehnten. Und wenn man sich die breite Masse in der Bevölkerung anschaut ist doch genau das was momentan der Zeitgeist ist. (Völlig wertfrei geäußert, nur ist das meine Beobachtung).
Weder ist das von dir wertfrei geäußert, noch ist es Zeitgeist Unterschiede zwischen Frauen und Männern "weg zu ideologisieren". Es geht um die Eliminierung von Ungerechtigkeiten und fehlender Gleichberechtigung
Zitat von paul258: Anders formuliert: es heißt eben nicht "Frauen sind doof weil die wollen nur Typen die Geld haben!", nein, es heißt "Du musst versuchen das Beste und glücklichste aus dein Leben zu machen. Eben nicht nur auf'n Sofa anhängen, Playstation spielen und das Leben an dir vorbeiziehen lassen. Nein, werde die beste Version deiner selbst - das ist anziehend" und mir kann hier keiner erzählen, dass das nicht wahr ist.
Auch da: Nein, das heißt es nicht. Es geht nicht darum, was anziehend auf Frauen ist, sonder darum eine bestimmte Form von (toxischer) Männlichkeit als anziehend zu verkaufen. Das was die Szene "als beste Version deiner selbst" bezeichnet ist ein verdrehtes Zerrbild von Männlichkeit, die Frauenhass kultiviert.
Summa summarum: Du verharmlost hier (warum auch immer) eine zutiefst frauenfeindliche Bewegung.