@LostFeelings
Vorab: Ich bin ich. Kein anderes Mitglied hat dieses Profil "gefaket", meinen Thread gekapert oder sonst etwas. Ich habe schlicht die Info, Profil eingeschränkt (in einem ruhigen Moment habe ich allen geantwortet, bzw. ialles bisherige m Forum kommentiert) dazu verwendet, darüber nachzudenken, was ich brauche, was ich eigentlich will. Ich genieße eure Beiträge, mehrheitlich sehr respektvoll und empathsch, auch wenn ihr anderer Meinung seid als ich. Aber ich habe die Befürchtung, wichtige Lebenszeit zu verschwenden, weil ich im Forum schreibe mit euch Lieben, statt das wahre Leben zu leben. Um das es doch geht!
Wie ihr seht, habe ich für mich noch nicht final entschieden, wie es weiter geht hier für mich. Denn es ist hilfreich und heilsam - zugleich möchte ich mich hier nicht verlieren oder alles negativ sehen, was. mir widerfahren ist.
Ich bin die Affäre eingegangen, weil ich wissen wollte, was das zwischen uns ist. Als Single. Und trotzdem wissend, dass ich mit meinem - für mich wichtigen Handeln - andere Menschen sehr verletze, die mir durchaus sympathisch waren, seine Kinder und seine Ehefrau. Die Verantwortung habe ich übernommen, an dem Schmerz, den ich ihnen zugefügt habe, leide ich sehr. Aber lasse mich daran nicht kaputt gehen oder herunterziehen. Ich nehme ihn erwachsen und ehrlich an und trage meine Verantwortung. Schuld in jedwede Richtung hat niemand - aber Verantwortung.
Und ich habe nie die EF schlecht geredet, oder sie für das Ende unserer Affäre verantwortlich gemacht. Das war allein seine Entscheidung. Ich habe mir lange - und tue dies noch - das Hirn zermartert, warum, weshalb er zu dieser Entscheidung kam. Waren es seine Ängste, Schuldgefühle, Feigheit, charakterliche Schwäche, ungesunde Muster, die weiterwirken, das familiäre/soziale Umfeld, das daran hing? Oder schlicht seine freie Entscheidung, die Familie zurück zu wollen? Auch Mut, die Ehe nach allem, was er der EF angetan hat, retten zu wollen? Es ist Schlall und Rauch. Denn an der Tatsache ändert dies alles nichts. Einzig an meinem Seelenfrieden und Seelenheil - und meine Selbstachtung, meinen Selbstwert lasse ich mir durch diese Entscheidung auch nicht mehr nehmen. Denn das - und zugleich das verletzende in diesem Forum, nicht nur in meinem Thread - hat NICHTS damit zu tun, dass die Liebe nicht genug oder noch mehr der Mensch, der da als AF/AM gegenüber sitzt, nicht genug war. Mitnichten, sondern damit - was Affärenr eint - dass es es schlicht die (alleinige) Entscheidung des AM war. Punktum.
Ich habe nie naiv und abwertend, die EF schlecht gemacht (lest meine Kommentare - im Gegenteil). Das ist zu billig, zu einfach, mir wesensfremd und steht mir nicht zu. Das habe ich auch nicht nötig für mein Selbstbild oder Ego. Ich kann und möchte deren Beziehung nicht kommentieren - erst recht nicht durch Abwertung einer anderen Person. Ich habe nur meinen AM in seinen Empfindungen, Sorgen, Gefühlen ernst genommen.
Was ich allerdings weiterhin so sehe und das werde ich niemals relativieren (ob dies die EF meines AM nun tatsächlich getan hat, oder nicht, denn für mich persönlich wird dies immer unwichtiger):
Menschen unter Druck zu einer Entscheidung bewegen zu wollen, die ohnehin zumeistnicht so lange und ernsthaft Bestand hat, wie eine aus freien Stücken getroffene Entscheidung... Menschen zu manipulieren... Kinder zu instrumentalisieren, um das eigene Ego zu bedienen, den Schmerz zu entlasten und Besitzansprüche geltend zu machen, ist niederträchtig. Das ist das Allerletzte. Eltern sollten die Verantwortung für ihr Leben übernehmen, mit allen Konsequenzen. Sie dürfen um Dinge kämpfen, die ihnen wichtig sind, auch um Menschen, auch um gescheiterte Beziehungen. Aber nicht mit unlauteren Mitteln und nicht auf zu Lasten anderer, erst recht nicht auf dem Rücken von Kindern.