Mir stellt sich hier die Frage was du über haupt mit so einem jammer Lappen willst der so schwach ist dass er behandelt werden musst.
Schon wieder so eine krasse Ansage bzw. Einstellung. Bin fassungslos...
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x 6#46
D
Desorientiert Gast
Zitat von Pflicht:
Mir stellt sich hier die Frage was du über haupt mit so einem jammer Lappen willst der so schwach ist dass er behandelt werden musst.
Und noch was...die wahren Irren sind die die denken, sie seien sooo 'normal'!
Meistens trifft es die ganz starken und doch sensiblen Menschen. Die, die in der Lage sind zu reflektieren.
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x 5#47
A
Er liebt mich, probiert es aber nochmal mit Ehefrau
x 3
N
Nicora Gast
@desorientiert: Trost und Pflicht halt... (nahezu) eine Person. Nicht sehr originell, lieber "Gast".
Ich finde diese Aussagen ebenfalls absolut grenzwertig, kann man eigentlich nur äußern, wenn man sich selbst als wahrhaftig "Pflichtbewusst" und als "Gottes-Trost" darstellt. Ich würde sagen, vielen hat die Kirche leider, leider die Empathie und die Lebenserfahrungen, die Herzensbildung völlig rausgewaschen. Geblieben ist das "gütige und ach so verzeihende" Werfen mit Steinen und Vorurteile, um vom eigenen Glashaus abzulenken...aber bitte: bloß nicht zu sicher sein mit dieser Haltung. Denn ER guckt mit Sicherheit nicht auf die Fassade, sondern auch in den tiefsten Keller. Also bitte da erstmal aufräumen, ok?
Liebe TE: falls es das ist, was ich glaube, eine moralische Erpressung - dabei kannst du ihm nicht helfen, er muss für sich einen Weg finden. Seine "Ehe" wird sich dann früher oder später auflösen, denn bisher haben Druck und Erpressung noch nie auf Dauer eine Beziehung stabilisiert. Aber diesen Weg muss er jetzt erst einmal alleine gehen und wer weiß, in ein oder zwei Jahren wird er stärker daraus hervorgehen als es jetzt den Anschein hat.
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x 5#48
T
Trost Gast
Desorientiert was hat krebskrank mit dem Schaden den eine Affäre anrichtet zu tun? Versteh ich jetzt nicht. Dieser Mann scheint noch Werte zu haben. Also ist er zu krank geworden, um mit ihr durchbrennen zu können. Was ist daran nicht Real? So einen kranken Mann sollte sich nicht antun. Er hat zwar eine zeitlang mitgemacht, ist jetzt aber nicht mehr in der Lage so etwas unemphatisches zu tun. Was ist daran nicht zu verstehen? Eine gewisse Abgebrühtheit gehört eben auch zum durchbrennen nach Betrug dazu. Ich würde ihm nicht unterstellen wollen, daß es die Erpessung ist. Es ist sehr wahrscheinlich sein eigenes schlechtes Gewissen was ihn zum Schweigen veranlasst hat.
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#49
S
sade Gast
Ich denke, dass das noch nicht das Ende der Affäre ist. Er ist jetzt zurück, wird merken, dass es nicht funktioniert (vorausgesetzt: es stimmt, was er über seine Ehe gesagt hat und es ging nicht nur um Abwechslung eines gelangweilten Midlife-Ehemannes) . Es ist dann an Dir , zu überlegen, was Du daraus machst. Ich persönlich würde sehr übel nehmen, dass er Dir ein Gespräch verweigert hat und Dich so rüde abgefertigt hat (das zeigt, wozu er fähig ist ) und die Ausrede, dass er bezüglich der Kinder erpresst wurde, ist *beep*, denn wenn der Therapeut bei dem Gespräch dabei war, wird das wohl kaum eine Rolle gespielt haben. Es war schon seine freie Entscheidung, darauf achten Therapeuten in der Regel. Für mich bliebe da immer ein schlechter Beigeschmack.
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x 1#50
T
TinTin1980 Gast
Zitat von Trost:
Desorientiert was hat krebskrank mit dem Schaden den eine Affäre anrichtet zu tun? Versteh ich jetzt nicht. Dieser Mann scheint noch Werte zu haben. Also ist er zu krank geworden, um mit ihr durchbrennen zu können. Was ist daran nicht Real? So einen kranken Mann sollte sich nicht antun. Er hat zwar eine zeitlang mitgemacht, ist jetzt aber nicht mehr in der Lage so etwas unemphatisches zu tun. Was ist daran nicht zu verstehen? Eine gewisse Abgebrühtheit gehört eben auch zum durchbrennen nach Betrug dazu. Ich würde ihm nicht unterstellen wollen, daß es die Erpessung ist. Es ist sehr wahrscheinlich sein eigenes schlechtes Gewissen was ihn zum Schweigen veranlasst hat.
Ich glaube sie wollte nur verdeutlichen, dass psychische Erkrankungen nicht minder gefährlich für Leib/Leben/Umwelt sind, wie physische Erkrankungen. Das im Bezug auf deine Aussage "Und so einen kranken Mann möchtest du dir und den Kindern antun?"
Nun deutlich genug?
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#51
G
Gast08152 Gast
Das mag ja alles stimmen. Aber nochmals die Frage in den Raum geworfen: erscheint es mündig/vernünftig/klug nach einer Trennung, die man selbst noch zu verarbeiten hat, in der auch Kinder eine große Rolle spielen, sich in eine Beziehung zu einem labilen Mann zu begeben? In Addition dazu dann noch die Umstände, die er mit in die Beziehung bringt, wie z.B. Kinder, erschwerte Konstellation durch direkten Betrug im Freundeskreis, etc pp.
Das kann in der Zukunft vllt was werden. Vllt ja sogar die große Liebe. Aber solange er sein Leben nicht selbstbestimmt führt und v.a. Entscheidung trifft und Verantwortung übernimmt kann das nur in Schmerz münden.
Nun deutlich genug?
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#52
T
TinTin1980 Gast
Ja, deutlich genug um zu wissen, dass du weder ihn noch sie kennst und sehr harsch und grenzüberschreitend urteilst.
Wer sagt dir, dass sie ihre Trennung von Ihrem Ehemann nicht verarbeitet hat? Ich habe das nirgends gelesen. Oder habe ich etwas überlesen? Ist es DEINE EXKLUSIVE Meinung, dass man nach 7 Monaten Trennung noch nicht über den Ehemann hinweg sein DARF (respektive nach 2 Jahren emotionaler Trennung)? Ich lese von der TE: "Ich bin noch verheiratet, mein Mann und ich leben allerdings getrennt. Die Trennung von meinem Mann vollzog ich vor ca. 7 Monaten. Das hört sich für das Nachfolgende wahrscheinlich noch nicht sonderlich lange an weswegen ich dazu sagen muss, dass ich mich emotional schon vor knapp 2 Jahren innerlich mit ihm abgeschlossen hatte. Vor 7 Monaten ist er ausgezogen und wir kriegen es als Eltern eigentlich recht gut geregelt."
Für mich hört sich das schon nach einer verarbeiteten Trennung an. Ich kann mich aber auch irren, denn im Gegensatz zu dir nehme ich mir nicht das Recht heraus, darüber zu urteilen. Zudem halte ich es auch für grenzwertig den Mann als labil zu bezeichnen. Du kennst die Erkrankung nicht, die offenbar vorliegt (Klinikaufenthalt) und sprichst von Labilität. Ist jeder psychisch Erkrankte in deinen Augen labil? Zudem hat die TE erwähnt, dass keine Medikation bei "Frank" vorgenommen wird/wurde. Wäre es eine erhebliche Erkrankung, dann begleitet zumeist eine medikamentöse Maßnahme die psychologische Betreuung.
Bei deinem letzten Absatz stimme ich allerdings zu. Er sollte ein selbstbestimmtes Leben führen und zu sich selbst finden. Der Satz klingt so abgedroschen, wie Opas Unterhose, aber er ist und bleibt war: Man kann nur mit jemandem glücklich werden, wenn man selbst glücklich ist (und dazu zähle ich auch Selbstbestimmung). Allerdings, kann eben auch eine Art Erpressung, wie hier schon vermutet wurde vorliegen, nach dem Motto: "Wenn du gehst, dann siehst du die Kinder nicht wieder". Ob das stimmt, das kann hier wohl niemand sagen - aber eine Option ist das natürlich allemal, das in seine Überlegungen einzubeziehen.
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x 3#53
G
Gast08152 Gast
edit: ach seis drum. Ich wünsche der TE alles Gute für die Zukunft!
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#54
Ricky Mitglied
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Zitat von Desorientiert:
Schon wieder so eine krasse Ansage bzw. Einstellung. Bin fassungslos...
Man könnte jetzt auch interpretieren, dass Du diese nur als so unangenehm empfindest, weil sie sich auch auf Dich münzen lässt, immerhin bist Du ja offenbar in einem ähnlichen Dilemma. Und Du willst Dich nicht als "schwach" oder "Waschlappen" betiteln lassen. Aber hier geht's ja gar nicht um Dich, sondern um die Meinung des Gastes zum Fremdgänger.
Mir ist vollkommen bewusst, wie das ist, da ich auch mal in der Situation war, aber meist ist es doch so: Sich selbst einzugestehen, dass da in einer Beziehung was nicht mehr rund lief und man deswegen in eine Affäre geht, weil einem Selbst etwas fehlt. Ist halt nicht ganz so fair.
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x 1#55
G
Gast08152 Gast
Mich würde TinTins Geschichte auch interessieren. Habe aber keinen Thread von ihm gefunden. Vllt mag er uns was von sich erzählen, dann kommen wir sicher auf einen grünen Zweig. Schließlich ist alles letzten endes individuell.
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#56
D
Desorientiert Gast
Zitat von Ricky:
Man könnte jetzt auch interpretieren, dass Du diese nur als so unangenehm empfindest, weil sie sich auch auf Dich münzen lässt, immerhin bist Du ja offenbar in einem ähnlichen Dilemma. Und Du willst Dich nicht als "schwach" oder "Waschlappen" betiteln lassen. Aber hier geht's ja gar nicht um Dich, sondern um die Meinung des Gastes zum Fremdgänger.
Mir ist vollkommen bewusst, wie das ist, da ich auch mal in der Situation war, aber meist ist es doch so: Sich selbst einzugestehen, dass da in einer Beziehung was nicht mehr rund lief und man deswegen in eine Affäre geht, weil einem Selbst etwas fehlt. Ist halt nicht ganz so fair.
Da gebe ich Dir vollkommen recht, ich bin betroffen. Dennoch ist es generell ein Thema, was in der Gesellschaft immer noch verpönt ist. "Richtige" Krankheiten wie Krebs, Diabetes, gebrochene Beine etc. sind "gesellschaftlich anerkannt". Psychische Krankheiten eben nicht. Es hat für mich hier also nichts mit dem Thema zum Fremdgehen zu tun, sondern war eher darauf gemünzt, dass ein Mensch nicht weniger wert ist, weil er psychisch gerade einiges mitzumachen hat.
Oftmals verbirgt sich aber hinter einer psychischen Erkrankung genau der Grund, warum man sich schlecht fühlt. Dass man z. B. ein Leben lebt, das man so gar nicht leben will. Dass man hätte früher aussteigen müssen, aber aus Stärke es mitgemacht hat. Oft wird einem der Kummer erst dann bewusst, wenn es zu spät ist und man sich schon schön in die nächste Sackgasse mannöveriert hat. Da fängt es aber an: Selbstreflektion und Selbstfürsorge.
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x 1#57
Ricky Mitglied
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Zitat von Desorientiert:
Da gebe ich Dir vollkommen recht, ich bin betroffen. Dennoch ist es generell ein Thema, was in der Gesellschaft immer noch verpönt ist. "Richtige" Krankheiten wie Krebs, Diabetes, gebrochene Beine etc. sind "gesellschaftlich anerkannt". Psychische Krankheiten eben nicht. Es hat für mich hier also nichts mit dem Thema zum Fremdgehen zu tun, sondern war eher darauf gemünzt, dass ein Mensch nicht weniger wert ist, weil er psychisch gerade einiges mitzumachen hat.
Natürlich sind psychische Krankheiten ebenso anerkannt. Ansonsten würde es die Therapeuten usw. ja gar nicht geben.
Zitat:
Oftmals verbirgt sich aber hinter einer psychischen Erkrankung genau der Grund, warum man sich schlecht fühlt. Dass man z. B. ein Leben lebt, das man so gar nicht leben will.
Und hier machst Du einen Denkfehler, denn das ist nicht zwangsläufig der Grund und ist es bei vielen auch nicht. Die meisten kommen nur aus ihren Denkmustern nicht heraus, aber deshalb sind sie nicht automatisch krank. Das hat auch viel mit Komfortzone zu tun etc.
Zitat:
Dass man hätte früher aussteigen müssen, aber aus Stärke es mitgemacht hat. Oft wird einem der Kummer erst dann bewusst, wenn es zu spät ist und man sich schon schön in die nächste Sackgasse mannöveriert hat. Da fängt es aber an: Selbstreflektion und Selbstfürsorge.
Ob man es aus "Stärke" mitgemacht hat... na ja, na ja... man kann das auch Schwäche nennen, nämlich das man nicht zu den eigenen Werten etc. steht.
Hi, @ricky: Deine These zu den anerkannten psychischen Erkrankungen bezieht sich auf die politisch korrekte Umgangsweise mit dem Thema. Allerdings schaut es in der Realität ganz anders aus. Frag doch mal Vermieter, Arbeitgeber oder ganz normale Singles, wem sie denn den Vorzug geben würden: einer Krebskranken mit guter Prognose, aber Restrisiko - oder einer Borderlinerin(wahlweise auch manisch depressiv, schizophren usw.). Da hast du dann die echte gesellschaftliche Akzeptanz. Ferner: eine sogenannte anerkannte psychische Erkrankung, die einer Therapie bedarf, ist wohl kaum mit einem falschen "Denkmuster" und "Verlassen der Komfortzone" vergleichbar. Und der Punkt Stärke versus Schwäche: Ursprünge für massive psychische Erkrankungen liegen oftmals in Kindheitstraumata, also Misshandlungen jeglicher Art und Weise. Dabei lernt der Mensch, seine Leidensgrenzen anzuheben, um überhaupt überleben zu können. Dabei geht eine Menge Energie drauf und irgendwann geht nichts mehr. Schwäche? Ja, aber absolut gerechtfertigt, denn alles andere zwingt den Betroffenen ein immenses Maß an Stärke ab - selbst das tägliche Aufstehen, dass du und ich als etwas völlig Unspektakuläres empfinden. LG Nicora
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x 3#59
Ricky Mitglied
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Zitat von Nicora:
Hi, @ricky: Deine These zu den anerkannten psychischen Erkrankungen bezieht sich auf die politisch korrekte Umgangsweise mit dem Thema. Allerdings schaut es in der Realität ganz anders aus. Frag doch mal Vermieter, Arbeitgeber oder ganz normale Singles, wem sie denn den Vorzug geben würden: einer Krebskranken mit guter Prognose, aber Restrisiko - oder einer Borderlinerin(wahlweise auch manisch depressiv, schizophren usw.). Da hast du dann die echte gesellschaftliche Akzeptanz. Ferner: eine sogenannte anerkannte psychische Erkrankung, die einer Therapie bedarf, ist wohl kaum mit einem falschen "Denkmuster" und "Verlassen der Komfortzone" vergleichbar.
Das habe ich auch nirgendwo gesagt. Es ging lediglich darum, dass das Fremdgehen meist etwas mit einer moralischen Diskrepanz und nicht einer Krankheit zu tun hat. Nicht also irgendeinen Firlefanz da hinein interpretieren.
Zitat:
Und der Punkt Stärke versus Schwäche: Ursprünge für massive psychische Erkrankungen liegen oftmals in Kindheitstraumata, also Misshandlungen jeglicher Art und Weise. Dabei lernt der Mensch, seine Leidensgrenzen anzuheben, um überhaupt überleben zu können. Dabei geht eine Menge Energie drauf und irgendwann geht nichts mehr. Schwäche? Ja, aber absolut gerechtfertigt, denn alles andere zwingt den Betroffenen ein immenses Maß an Stärke ab - selbst das tägliche Aufstehen, dass du und ich als etwas völlig Unspektakuläres empfinden. LG Nicora
Ich arbeite in dem Bereich, brauche also keine Belehrung diesbzgl.