Ich wünsche Dir ein gutes neues Jahr 2022 (mit oder ohne Halbmarathon).
Dein "Tagebuch" zeigt mir, daß Du (aus meiner Sicht) auf einem guten Weg bist und das mit einer Geschwindigkeit, die ich atemberaubend finde. Mir ist wichtig, Dich darin zu bestärken, Dir für den weiteren Weg einfach nur die für Dich notwendige Zeit zu nehmen (aber das machst Du offernsichtlich bereits). Du weißt so viel über Dich und Deine eigene Situation, Deine Persönlichkeit, hast auch "professionelle Hilfe" hinter Dir, daß Du früher oder später diese Beziehung "abgearbeitet" haben wirst.
Der Wunsch vieler, einfach eine Tablette zu nehmen und dann gesund zu sein, ist Illusion. Tatsächlich hinterlassen diese Erfahrungen Narben und die müssen erst einmal entstehen können; spürbar werden sie lange bleiben.
Dieser Weg erfordert ja viel Nachdenken, und Denken benötigt Zeit. Auch eine gewisse innere Ruhe ist notwendig, um Erkenntnisse zu gewinnen, und diese Möglichkeit hast Du noch gar nicht so lange. Gerade jetzt, wo Dein "T." bei seinem Vater ist, wird wieder so eine "Zeit der inneren Einkehr" sein.
Mir hat Dein Bericht, den ich erst jetzt gesehen habe, auch noch einige Erkenntnisse für mich selbst gebracht. Danke hierfür.
Und abschließend scheint mir wichtig, Grenzüberschreitungen, wie sie aus meiner Sicht hier immer mal vorgekommen sind, genau in der ruhigen Art zu kontern wie geschehen. Eines der Probleme im täglichen Dialog und auch zerbrochener Beziehungen sind ja gerade diese immerwiederkehrenden Grenzüberschreitungen, die man nicht sofort und nicht klar genug aufzeigt.
Herzliche Grüße und einen schönen Abend
