Zitat: Danach ist die Situation anders dahingehend, dass beide (im Idealfall) beschließen, dass Mam noch länger bei den Kids bleibt.
So war´s bei mir.
Warum ein 50/50 Modell dann im Falle einer Trennung nicht gehen soll habe ich argumentativ nicht verstanden.
Die Mutter wird in Bezug auf Unterhalt aufgefordert sich selbst zu versorgen. Nur eheliche Nachteile werden ausgeglichen (ähnlich wie ein Schadenersatzanspruch).
Das Wechselmodel ist sicher dann möglich. Aber wenn beide entschließen, dass Mam noch länger bei den Kids bleibt, auch beide beschließen, dass die Frau sich immer weiter vom Arbeitsmarkt entfernt, fachlich und emotional.
Die meisten Frauen werden das ambivalente Gefühl kennen, alles machen zu wollen/müssen aber zumindest rein subjektiv dies nicht zufriedenstellend zu schaffen. Also der Spagat zwischen Kindern, Haushalt und Beruf (und evtl. noch weiteren Verpflichtungen)
Viele Frauen werden aber die optimale Betreuung der Kinder über die anderen Verpflichtungen stellen und wie bereits oben beschrieben ziehen Frauen einen hohen Selbstwert aus diesem Umstand.
...gibt natürlich auch Frauen, für die eine berufliche Tätigkeit die Höchststrafe ist...genau wie bei Mænnern.
Ich persönlich bin mit der Erziehung und der Betreuung meines Ex auch nicht einverstanden! Aber erstens bin ich darauf angewiesen um berufstätig zu sein, andererseits versucht er auch die Kinder im Rahmen seiner Möglichkeiten gut zu versorgen und die Kinder lieben ihn... klar, er erlaubt alles (wirklich), es gibt fast keine Regeln und Pflichten sowieso nicht. Geschenke gibt es bei jedem Kaufhausbesuch und sie sind immer leicht verwahrlost wenn sie wieder zu mir kommen.
Ich versuche aber dies als seine Eigenarten zu akzeptieren, auch wenn ich mich darüber ärgere. Ich mache auch Fehler in der Erziehung, das ist mir auch bewusst. Ich denke, Kinder können es letztendlich verstehen, dass Vater und Mutter unterschiedlich sind und anders handeln.
Ich versuche tolerant zu sein.
Es hilft mir vielleicht auch, dass ich in den letzten 5 Monaten meiner neuen Berufstätigkeit mehr Bestätigung und Zuspruch erhalten habe als in den letzten 5 Jahren meiner Beziehung...
...und trotzdem plagt mich das schlechte Gewissen gegenüber meinen Kindern....