Zitat von Und_jetzt: Aber, Gelegenheiten hat fast jeder, trotzdem tun viele es eben nicht.
Hmmm…. Wenn man sie, wenn auch zuerst unbewusst, sucht vielleicht. Körpersprache und so. Ich selbst merke sowas meist als letzte und würde behaupten, ich habe, sofern ich in einer Beziehung war, noch nie Gelegenheiten gehabt. Einmal, aber diese Gelegenheit habe ich selbst zuerst forciert, wenn ich heute ehrlich bin (mich aber dann sowieso getrennt - war damals 23).
Deshalb denke ich auch nicht, dass man einfach so „aufgerissen“ wird oder man „reinrutscht“. Man macht da schon auch aktiv mit bis man an den gefährlichen Punkt kommt. Und meist ist es dann schon zu spät. Man spielt zumindest mit dem Feuer und wundert sich plötzlich.
Mag sein, zuerst unbewusst, daran glaube ich aber nicht, dann kommt die Verdrängungsphase und dann die angebliche Überraschung. Man kann sich freundlich und aufmerksam, aber distanziert verhalten. Oder freundlich und aufmerksam, aber deutlich zu fürsorglich und das zunächst mit reiner Fürsorge rechtfertigen, was insgeheim aber ein Ziel beinhaltet (und sei es am Anfang nur Aufmerksamkeit und Bestätigung - was widerrum auf einen Mangel schließt, der oft immer noch nix mit dem Partner zu tun haben muss - manche sind „süchtig“ danach, da reichen schon Kleinigkeiten).
Wer es merken will, dass da was auf der anderen Seite oder bei einem selbst passiert, merkt es und hält entweder Distanz, weil Drama kein Mensch braucht, oder forciert es. Oder man lässt es gar nicht erst soweit kommen. Eine Freundschaft, auch am Arbeitsplatz, entsteht anders als durch Heimlichkeiten über diese Person dem Partner gegenüber. Und wer behauptet, der Partner wäre immer eifersüchtig und deshalb müsse man etwas verschweigen, fühlt sich selbst ertappt und schiebts dem Partner unter.
Aber ja, wer irgendwelche Löcher in sich selbst stopfen muss, wird es geschehen lassen. Mit dem Partner hat das meistens nicht viel zu tun.
Das ist zumindest meine Meinung!