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Erfahrungsaustausch und mit welcher Hilfe weiterkommen

Scheol
@Erik5
Zitat:
Ich bin 45 Jahre alt, bin in einem fast überbehütetem Elternhaus aufgewachsen. Wenig liebevoll, sondern sehr leistungsorientiert. Sehr umsorgt, aber nicht "liebevoll" sondern eher wie im Krankenhaus man eben versorgt wird, Essen, Mahlzeiten, sehr gesund, Kontrolle, viel Kontrolle, vorrangig durch meine Mutter. Meine Schwester und ich traf dasselbe Schicksal. Meine Schwester hat die Kurve ein wenig besser bekommen als ich, sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und führt seit fast 20 Jahren eine erfolgreiche Ehe, natürlich mit Auf und Ab wie man es eben immer hat.

Deine Schwester kann Ähnliche Probleme haben , wenn der Mann nicht verfügbar ist. Sprich mehr ein man auf Abstand ist dann klappt das auch ganz gut.

Stefanie Stahl das Buch „jein“

Zitat:
Ich nicht. Ich habe in der Universität um die Ecke studiert, bin bei einer Bank gelandet, habe dort mittelmäßige Karriere gemacht, bin weit unter meinen Möglichkeiten geblieben, weil vorrangig meine Mutter uns, meiner Schwester und mir die böse Welt da draußen so furcheinflößend erklärt haben, dass wir beide immer gescheut haben, unser Potentiel weltweit auszuschöpfen. Ich habe meiner Ansicht nach dennoch das Beste draus gemacht, verdiene gut und bin solide aufgestellt.

Also deine Überlebensstrategie dafür entwickelt durch das Leben zu kommen.

Zitat:
Mit den Frauen hat es bei mir nie wirklich gut geklappt. Ich habe Bindungsangst. Meine Mutter war ein Kontrollfreak, klammerte. Ich habe jede Frau so erlebt, auch wenn sie nicht so war, daher habe ich vielfach Beziehungen beendet, habe einige auf Distanz gut führen können, sogar 4 Jahre und 3 Jahre, sogar mal mit einer Frau für ein halbes Jahr zusammen gewohnt. Heute frage ich mich, wie ich das geschafft habe.

Wenn genug Distanz da war kann das klappen.

Zitat:
Ich habe mich immer gut abgelenkt, mit viel viel Sport, habe eine gute Gesundheit, sehe nach allgemeinem Feedback passabel aus, habe lange Zeit Leichtathletik auf Leistungsniveau praktiziert, dann stand ich im Bodybuilding auf der Bühne, immer alles perfekt, so wie daheim gelernt,
immer mit Leistung Anerkennung und Liebe verdienen, bis man erschöpft ist. So wie ich es daheim kenne.

Das kindheitsmuster ?
Geliebt zu werden für das was man leistet nicht für das was man ist.

Immer …..viel viel Sport .., ……..Leistungsniveau …..alles perfekt.

Hang zum Perfektionismus ? Scheint so. Bedeute Kontrolle zu haben.



Zitat:
Wir sind mit wenig Selbstbewusstsein aufgewachsen. Aus der Spirale zu kommen, hat mich viel Arbeit gekostet.

. . . . . und dann kam mein Zusammenbruch. 2024

Gab es ein schweres Ereignis was dir zugesetzt hat im Jahr 2021 bis 2024 ?

Zitat:
Und dann kam "Sie". Eine Frau, optisch sicherlich nicht der Typ Model, aber für mich unfassbar hübsch. Interessanterweise fanden meine Kollegen sie überhaupt nicht attraktiv, beschrieben sie eher als rustikal und sogar etwas verbraucht. Das mag sein, mich hat sie komplett in ihren Bann gezogen. Durch ihre Art, und durch ihre Augen.

🤔

Zitat:
mir fehlte auch Dating Erfahrung, mir fehlte allgemein ein gesundes Gefühl, nie von daheim aus mitgegeben, dann von daheim aus, mütterlicherseits, war ja einfach "ALLES" gefährlich.

. Woher kommt dieses „kümmern“ deiner Mutter ? Hatte sie mal schlechte Erlebnisse gehabt?

Zitat:
was ich heute weiß, sie griff nahezu jede Schwachstelle, nahezu jede Angst, die ich habe, auf und füllte gezielt diese Lücke. Wie ein Haus, das kurz vorm Zusammenbruch ist, füllte sie jeden Riss mit Füllmasse, so dass das Haus stabil blieb.

🤔

Zitat:
mein Sport und somit mein Ausgleich blieben auf der Strecke. Nach wenigen Wochen mutierte sie von der liebevollen Frau, mit der ich tolle Unterhaltungen führen konnte, zu einer dauerhaft mies gelaunten frustrierten Frau, die mich am liebsten einfach nur rund um die Uhr kontrollieren wollte.

Dein Sport steht denke ich für was anderes nicht für „Ausgleich“.


Zitat:
Das ganze Jahr 2024 war von dieser Beziehung geprägt, es war eine einzige Katastrophe, mich plagten ungekannte psychosomatische Probleme, von Halsschmerzen, die nicht weggehen wollten, bis Rückschmerzen.

Eine Reaktion im innen hat meist vorher eine Aktion im außen gehabt.

( z.b. Rüdiger Dahlke , was dir deine Krankheit sagen will )

Zitat:
Wir hatten drei Off Phasen von einigen Monaten, in denen ich denke, dass sie anderweitig on Tour war,

Also viel Drama Stress und Hormone.

Zitat:
Nach der ersten Off Phase hatte ich Erstickungsanfälle vor Einsamkeit. Heute weiß ich, dass es Bindungsangst und eine Kombination aus Verlustangst waren. Nie hatte ich mich so einsam gefühlt, wie seiner Zeit im März 2024. Ein Arbeitskollege rief den Notarzt im Büro,

Wie du deine Kindheit beschreibst würde ich mal schauen wegen einem Entwicklungstrauma.

( Verena König „bin ich Traumatisiert“. )

Zitat:
Im Krankenhaus stellte man mich eine Woche auf den Kopf, bis herauskam, dass es stressbedingte Symptome sein könnten.

Allein was durch den Stress IM Körper passiert und angerichtet wird ist extrem, durch das Cortisol können sich Bereiche im Gehirn sich zum Beispiel verändern.


( das Buch „ wie schlechtendes Gift“) geht um toxische Beziehungen.


Zitat:
Natürlich typisch: Dopamin und Effekt einer Dro., kamen wir kurz darauf wieder zusammen, es fühlte sich allerdings von Beginn an unschön an,

Bei toxische Beziehungen hast du noch andere Dynamiken.

Z.b. Traumabonding ( eventuell aus der Kindheit zu einem Elternteil ) der durch sie wieder getriggert wurde.


Zitat:
angespannt. Sie war grundsätzlich schlecht gelaunt. So wie einst meine Mutter.

Siehe oben.

Zitat:
Wir, meine Schwester und ich, mussten als Kinder immer die Stimmung daheim anheben, bei uns war aufgrund von Spannungen zwischen meinen Eltern, die spürbar waren, aber nie ausgesprochen wurden, immer miese Stimmung im Elternhaus.

Hier müsste es eine Parentifizierung sein.

Die kinder fühlen sich durch die negativen Schwingungen der Eltern in ihrer Existenz bedroht und entwickeln eine sogenannte Überlebensstrategie, das sie die Eltern stabilisieren damit die Versorgung der Kinder gewährleistet ist.
Eventuell möglich , Entwicklungstrauma = komplexe ptbs.


Zitat:
wurden immer übler (weil ich nie Grenzen gesetzt habe, das übrigens auch ein Resultat meiner Kindheit).



Zitat:
Das ganze nahm dann 2024 im Herbst einen dritten aber nur sehr kurzen Anlauf, der erneut in einem Wutanfall ihrerseits beendet wurde.



Zitat:
Ich beschäftigte mich bereits in der vorherigen Off Phase intensiv mit Narzissmus, mit toxischen Beziehungen, mit meinem fehlenden Vertrauen, meinen Ängsten, Problemen, wandte mich auch an zwei Therapeuten. Ich habe viele Dinge privat bezahlt, da ich einfach keinen Termin bekam. Ein Therapeut, der mir über meine Krankenkasse empfohlen wurde, half mir leider garnicht weiter. Er sagte, ich hätte mich mit Literatur schon so auseinandergesetzt, da brauche ich ihn nicht.

🤔

Zitat:
Ich kenne die Probleme, vielfach weiß ich heute, dass ich versucht habe, "ihr zu gefallen", "ihr alles recht zu machen", die "Stimmung gut zu heben", so wie ich es daheim immer bei meiner Mutter tat als Kind. Ich habe nicht "sie" vermisst, ich habe vermisst geliebt zu werden, ich habe mich an den anfänglich kurzen Momenten aufgehangen, die so unglaublich schön waren, und wollte einfach diese Momente wieder haben und hätte dafür alles getan aus Verzweiflung.



Zitat:
Ich arbeitete wieder viel,

Wieder viel …..

Immer abgelenkt sind, nur nicht spüren oder hinsehen.

Zitat:
Mehrere Anläufe, einen Therapeuten zu finden, der gesetzlich bezahlt wurde, schlugen fehl. Daher zahlte ich nochmal privat eine Gesprächstherapie, die mich leider auch nicht erhellte.

Mal eine Traumathera Ausprobieren.

Zitat:
Und wieder war ich im Trauma meiner Kindheit gefangen,



Zitat:
Leistungsdruck: Du bist nur gut, wenn du schneller eine neue Partnerin gefunden hast als sie einen Partner. Dass das zum Scheitern verurteilt ist, weiß mein Kopf, aber mein inneres Kind will einfach diesen Wettbewerb, den keiner eröffnet hat, gewinnen.

Steht sie hier als stellvertretende schwester ? Standes du mit deiner Schwester in Konkurrenz ?

Zitat:
wieder diesen heftigen Erstickungsanfall, natürlich ohne Notarzt, weil ich wusste, dass nichts passiert. Es war einfach eklig, nach einigen Minuten war es vorbei, ich schwankte zwischen "ich kann nicht mehr, ich halte diese innere Leere, diese Einsamkeit nicht aus". Später fühlte ich mich wieder befreit, dachte "Genieß das Leben, es ist schön, du hast einen tollen Job, Freiheiten, bist finanziell abgesichert".

Hier solltest du Selbstregulation lernen.

Zitat:
Oft überkommt mich der Drang nach Anerkennung, der Drang "gut gefunden zu werden",

Eher gesehen zu werden, weil die Mutter dich nicht gesehen hat.


Zitat:
weshalb ich noch heute exzessiv Sport treibe, insbesondere Bodybuilding,

Wieder exzessiv.

Zitat:
immer unterm Radar bleiben, so wie als Kind gelernt", und "schaut her wie toll ich bin, bitte liebt mich, gebt mir Anerkennung". Es ist furchtbar, es ist als stünde man dauerhaft unter Strom und Leistungsdruck, so wie ich als Kind.

Immer unter dem Radar bleiben = der fawn Response.

Das dauern unter Strom stehen ist sehr anstrengen für das (Nerven)System.

Zitat:
Nun suche ich einen Therapeuten oder eine Möglichkeit, mit diesen gewonnenen Erkenntnissen zu arbeiten oder weiterzukommen. Es hilft mir nichts, das alles zu wissen, meine bisherigen Ansätze mit Therapeuten halfen mir leider nicht weiter, bis auf dass sie viel Geld gekostet haben.

Wenn Wissen allein nicht ausreicht…… 😉

Würde mal in den raumstellen das es die falschen Therapeuten waren.

Zitat:
Hat jemand Tipps zu meiner Situation, kann etwas ergänzen, mir weiterhelfen, ich wäre euch sehr dankbar.

Vieleicht war oben was bei.



Zitat:
Ich bin 1,90m groß, wiege 90kg und gehe täglich zum Sport, ich jogge, gehe viel ins Fitness Studio, fahre neuerdings auch Rad und lege den Fokus auch wieder mehr aufs Bodybuilding. Ich mache in der Regel 1 Ruhetag in der Woche. Ich betreibe nicht stundenlang exzessiv Sport, sondern 1-2 Stunden am Tag, im Sommer auch am Wochenende durchaus länger.

Welchen KfA hast du ?

x 2 #16


Scheol
Zitat von Erik5:
Der Gedanke kam mir tatsächlich auch, wir haben hier in der Nähe eine Klinik, die darauf spezialisiert ist, bereits mehrfach 2025 war ich soweit, meinen Hausarzt zu bitten, mich dort hin zu überweisen. Ich wollte es aber erst noch ambulant probieren. Aber dieser Gedanke rückt derzeit tatsächlich etwas näher, ...

Auf was den spezialisiert ist ? Hast du eine Diagnose bekommen ?

Du bist vermutlich privat versichert über die Krankenkasse?

x 2 #17


A


Erfahrungsaustausch und mit welcher Hilfe weiterkommen

x 3


E
@Scheol

Meine Schwester und ich tauschen uns aus, da wir tatsächlich trotz Ehe und sie hat ja auch Kinder, an sehr ähnliche Probleme geraten.
Die "Überlebensstrategie" drückt es aus. Ich habe eine interessante Strategie entwickelt, um klar zu kommen. Glücklich bin ich damit nicht.
Früher habe ich zb nie jemanden zu mir in die Wohnung gelassen, das tue ich inzwischen mehr und mehr, sehr bewusst.

Der Hang zum Perfektionismus und Wettbewerbe gewinnen, ist seit ich Kind bin, immer da gewesen, daheim bekamen wir nur Anerkennug der Eltern bei guten Noten.
Übrigens habe ich Kontrollticks entwickelt als Kind, um meine Welt, die ich erlebe, kontrollieren zu können. Als Beispiel sei zu nennen, das Auto 10x zu kontrollieren, wenn ich es abgeschlossen habe.

2021 bis 2024 hatte ich einige gescheiterte Kennenlernen. Das erste Mal im Leben habe ich Ghosting erlebt von einer Frau die im selben Ort wohnt wie ich, die plötzlich nicht mehr schrieb, trotz persönlichem Kontakt, das hat mich verändert, das hat mich vorsichtig werden lassen, zudem sind mir einige vermeintlich "langweilige" Frauen durch die Lappen gegangen, die um mich sehr bemüht waren und ich nicht interessiert. Ich glaube das wurde mir aber erst viel später bewusst. Und diese Erlebnisse habe ich erstmals auch als ordentlichen Verlust erlebt, früher war ich immer froh, wenn gescheiterte Dates, kurze Beziehungen rum waren und ich wieder frei, seit ich 40 geworden bin habe ich gemerkt, dass mich diese Form der Trennungen oder Verluste, Abschiede deutlich mehr belasten und innerlich "leeren" und ich mich nicht mehr wie früher frei fühle.

Zurück zu "ihr". Ja, sie hat mich einfach durch ihre schroffe Art und dieser Art "ich muss beweisen, dass sie mich gut findet", glaube ich heute sehr an meine Mutter erinnert, sie hat optisch sogar ein paar Ähnlichkeiten mit meiner Mutter als sie jung war.

Meine Mutter kam aus sehr schwierigen familiären Verhältnissen, war sie weitgehend mit 6 Geschwistern selbst überlassen und wollte es besser machen, ist aber auch selbst extrem ängstlich erzogen worden. Also wenn ihre Mutter ihr etwas auf den Weg im Leben mit gab, dann war es Angst.

"Sie" und ich unterhielten uns viel über Bedürfnisse, viel darüber was fehlt im Leben, was in der Kindheit schief lief. Heute weiß ich nicht ob sie das bewusst oder unbewusst gemacht hat, aber wir haben anfangs in der Kennenlernphase stundenlang telefoniert. Sie ging voll auf mich ein, sie war ein toller Gesprächspartner für mich und das war ja für mich der Hauptgrund, wieso ich mich total verknallt habe. Und gefühlt füllte sie mir die fehlenden Bedürfnisse von Nähe, Verfügbarkeit eines Menschen. Zu Anfang war sie Freundin, Partnerin, Arbeitsfreundin.

Den Sport, vor allem den man sieht, also Bodybuilding, das betreibe ich nicht für mich, das betreibe ich um "gesehen" zu werden, um einen perfekten Körper zu bekommen. Ich habe gute Gene, großes Glück, aber ich bin extrem unsicher, extrem kritik-empfindlich, was ich gerade bei "ihr" gemerkt habe, die mir immer nebenbei in ihren Abwertungen klar machte "also da hattest du aber mal kräftigere Muskulatur" ..... nach außen hin juckte es mich nicht, nach innen versuchte ich das natürlich zu perfektionieren und tue das heute noch.

"Drama und Stress", absolut, diese kurze Beziehung bestand eigentlich nur aus Drama und Stress, die Harmonie war kurz nach Beginn bereits nicht mehr vorhanden und kam auch nie wieder, nicht ansatzweise.

Ich habe durch den Stress zugenommen, das war für mich bezüglich des Sports natürlich eine Katastrophe, war auch ständig krank, richtig heftig krank, das kenne ich durch Stress und den hat sie in mir absolut ausgelöst.

Exakt so hat mir das meine Psychologin auch erklärt, man ist als Kind abhängig, ist abhängig von den Eltern und hält die Stimmung am Leben. Die Psychologin meinte, "naja sie kennen ja die Probleme, sie müssen sie angehen wie eine Hausaufgabe". Sie fühlte sich dann garnicht mehr berufen, mich großartig zu begleiten. Oder wartete darauf, dass ich einfach "mache".


Meine Schwester u ich standen immer in der Konkurrenz, wurden auch verglichen miteinander.

Mein KfA ist sehr gering, ich hatte ihn mal messen lassen, 13% zu normalen Zeiten und ab und zu weniger.


Tatsächlich war ich privat versichert, jetzt bin ich wieder gesetzlich. Als ich privat versichert war, habe ich eine Verhaltenstherapie absolviert, privat noch eine Gesprächstherapie und eine Hypnose bei einer Psychologin. Der Grund war für mich, privat ging es schneller, es war sehr teuer, und wenig effekt.

Die Diagnose lautete damals für mich sehr wischi-waschi Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung.

#18


E
Zitat von DieDirekte:
Lieber @Erik5 würde dir Christian Hemschemeier mit seinen Liebeschip-Kursen empfehlen. Christian Hemschemeier ist Diplom Psychologe, Spezialist für toxische Beziehungen / toxische Verhaltensweisen, Paartherapeut, Autor. Zu finden über Google + viel kostenlosen Input über YouTube; „Liebeschip“. Er hat eine ...

Danke, das schaue ich mir an.

x 1 #19


E
Was ich allgemein noch feststelle, also hinsichtlich Dating, Partnersuche und aber auch Freundessuche.

Seit ich mich intensiv mit diesem Thema auseinandergestetzt habe, ....ich muss dazu sagen, ich bin kein One Night Stand Typ und auch kein Aufreißer, nicht weil ich für mich beschlossen habe, dass ich das nicht mag, sondern weil ich es nicht kann, also ich kriege das auch nicht hin, mir fehlen scheinbar Techniken, den Ball ins Tor zu schießen, auch wenn ich sehr schnell mit Frauen in intensiveren Kontakt komme oder gar Nummern tausche, ich schaffe es dann nicht "weiter". Das ist auch so ein Thema.

Aber ich zog sehr oft die falschen Partnerinnen an. Das liegt natürlich an mir. Immer verliebt in nicht verfügbare Frauen, zuletzt eben auch Beziehung mit einer Frau, die mir jede Würde nahm und ich sie noch begehrte dafür, komplett giftiges Muster, keine Grenzen und keine Standards. Jene Frauen, die sich um mich bemühten, ehrlich waren, mich gut fanden, sich einließen, fand ich per se immer unattraktiv, für mich nicht passend, notfalls das Haar in der Suppe suchend.

Ich programmiere gerade meinen Standard um, dass ich eben schnell oder sofort los lasse von Menschen, die mir schaden, die sich nicht interessieren für mich oder mich abwerten. Das ist noch immer ein Prozess.

Zuletzt, also nach der letzten Off Phase, war es meine Hausaufgabe, es auszuhalten, ohne neu zu daten, ohne die Ex (diese toxische Ex) wieder anzurufen, zurück zu holen und vieles mehr, sondern es einfach auszuhalten, das klärt einen innerlich.

x 1 #20


E
Zitat von Scheol:
@Erik5 Deine Schwester kann Ähnliche Probleme haben , wenn der Mann nicht verfügbar ist. Sprich mehr ein man auf Abstand ist dann klappt das auch ganz gut. Stefanie Stahl das Buch „jein“ Also deine Überlebensstrategie dafür entwickelt durch das Leben zu kommen. Wenn genug Distanz da war kann das klappen. ...

Könntest du mir noch einen konkreten Tipp geben für die "Selbstregulation" wenn ich wieder mal mit körperlichen Problemen zu kämpfen habe?

#21


QueenA
Zitat von Erik5:
Danke für die vielen Tipps und Hinweise und die aufmunternden Worte. Ganz schlimm fand ich 2025, als "sie" das ganze endgültig beendet ...

Guten Morgen @Erik5
Danke dir für deine Rückmeldung. Ich finde, da steckt bereits sehr viel Klarheit und Selbststeuerung drin.

Was du über diesen inneren „Wettbewerb“ beschreibst, wirkt für mich sehr nachvollziehbar. Dein System wollte nach der Verletzung wieder Wert, Sicherheit und Selbstwirksamkeit herstellen, auch wenn der Weg darüber sich langfristig nicht stimmig angefühlt hat. Dass du bewusst ausgestiegen bist, zeigt ziemlich deutlich, dass du heute andere Wahlmöglichkeiten hast als früher.

Sehr wertvoll finde ich auch, was du dir inzwischen an regulierenden Ressourcen aufgebaut hast:
Spazierengehen ohne Leistungsdruck, Lesen, Musik, ruhige Wochenenden, unverbindliche soziale Kontakte, das sind alles Formen von Selbstberuhigung und Erdung. Dein Nervensystem lernt darüber gerade neue Zustände kennen, nicht nur neue Gedanken.

Dass alte Symptome wieder auftauchen, wenn du ihr begegnest, passt gut zu dem, was du beschreibst, alte Netzwerke werden kurz reaktiviert. Entscheidend ist weniger, dass es passiert, sondern dass du es erkennst, einordnen kannst und dich wieder regulierst. Genau das tust du bereits.

Vielleicht kannst du diese Rückfälle weniger als Rückschritt sehen und mehr als Hinweis darauf, wo dein System noch etwas Sicherheit und Integration braucht. Das ist kein Versagen sondern Teil von Verarbeitung.

Du wirkst auf mich insgesamt sehr wach, reflektiert und handlungsfähig. Das sind gute Voraussetzungen für den nächsten Entwicklungsschritt auch therapeutisch, wenn du jemanden findest, der mit Körper, Bindung und innerer Regulation arbeitet.

Wenn du dir vorstellst, dein Nervensystem würde sich in den nächsten 1–2 Jahren weiter stabilisieren:
Woran würdest du im Alltag als Erstes merken, dass du innerlich freier und sicherer geworden bist also ganz konkret?

Wenn Du magst bearbeite die Frage für dich in aller Ruhe, soll ein Geschenk am Morgen sein. Alles Gute 🙂🍀

x 2 #22


E
@QueenA

Wir hatten früher, also Anfang 2024 damals ja ständige Auf und Ab. "Sie" hat sich erheblich mehr erlaubt und herausgenommen als ich es je getan hätte. Also zb ..... "Sie" plante ohne mit der Wimper zu zucken einen Urlaub mit der Freundin. Während Sie mir untersagen wollte, mich mit Freunden zu quatschen zu treffen oder es torpedierte. Typisches Verhalten.

Zuletzt Ende 2024 damals weiß ich noch, war ich stark genug (obwohl ich mich heute recht schwach fühle nach diesem inneren Rückfall, zum Glück keinem äußerem.....im Sinne von erneuter Kontaktaufnahme oder Ähnlichem). Ich sagte ein Treffen mit einem Freund an Weihnachten zu, plötzlich war ja wieder mal eine On Phase zwischen "ihr" und mir. Und sie forderte von mir, dass ich meinem Freund das langfristig zugesagte Treffen ihrerseits absage, was ich nicht tat. Weil ich wusste, dass diese manipulative Technik nicht mehr zieht und meine Prioritäten sich einfach verschoben haben, hin zu Freunden, weg von ihr. Das war ein wichtiger Mechanismus.

Dein Hinweis ist gut, die Rückfälle nicht all zu negativ zu sehen. Sondern eher als kleinen Schritt nach vorn. Auch wenns noch hier und da Baustellen gibt.

Ich realisiere Fortschritte, aber wirklich sehr kleine. Zb dass ich wieder neue Wege gehe, Meet5 habe ich mal ausprobiert und dass ich meinen Fokus nicht auf Beziehungssuche oder Frauensuche lege, sondern einfach darauf, wieder mit Menschen in Kontakt komme, dass ich mich nicht von Dopamin-gesteuerten Menschen leiten lasse, die mich abwerten, sondern, dass ich solche Beziehungen, egal welcher Form, sofort verlasse.

Ich spüre viel schneller, wenn mich Menschen testen, manipulieren oder an der Nase herumführen wollen. Und steige wieder aus. Es ist aber ein Prozess.

x 1 #23


CanisaWuff
Ich habe einen Tip..CODA Selbsthilfe


CoDA Co-Dependents Anonymous Deutschland https://share.google/VRgGatvUgcA6M2Zkc

Lass Dich nicht davon abschrecken, dass dort co-abhängigkeit im Focus steht.

Die Treffen sind ruhig und werden angenehm geführt. Es gibt keinen Druck oder Ratschläge und Du kannst Dich öffnen mit allen Sorgen oder Erkenntnissen und bekommst das auch von anderen mit.
Wenn es ein Treffen in Deiner Nähe gibt, dann gibt ihm eine Chance und gehe 2 oder 3 mal hin, bevor Du Dir ein Urteil bildest.

x 2 #24


Scheol
@Erik5

Zitat:
Die "Überlebensstrategie" drückt es aus. Ich habe eine interessante Strategie entwickelt, um klar zu kommen. Glücklich bin ich damit nicht.

Eine Überlebensstrategie, über diese ist man nie glücklich!
Nur die meisten wissen nicht, dass sie in diesem Modus gefangen sind.

Mal als sichtlicher Vergleich eine ganz grobe Geschichte!

Ein Bergsteiger ist in einem Bergspalte abstürzt, wo ein Stein sein Bein eingeklemmt.

Nach zwei Tagen circa hat er sich entschlossen, als Überlebensstrategie, sein Bein abzuschneiden, bei ihm in der Spalte, sonst hätte niemand finden können.

Sicherlich nicht glücklich, aber eine Überlebensstrategie, um zu überleben!

Zitat:
Früher habe ich zb nie jemanden zu mir in die Wohnung gelassen, das tue ich inzwischen mehr und mehr, sehr bewusst.

In der komplexen posttraumatische Belastungsstörung sagt man, dass die Person Probleme und Vertrauen in die Welt, zu anderen Menschen hat! Da irgendwann durch Menschen ein Trauma ausgelöst wurde, und man nun pauschalisiert, dass jeder Mensch ein verletzen könnte.

Somit geht dieser Mensch in die Vermeidung, um nicht verletzt zu werden.

Für viele Menschen stellt das zu Hause eine so genannte Safe Area da.

Der Schutzraum, wo man sicher ist.

In der Traumatologie sagt man, dass man zurück in seinen Vertrauen kommen soll. Was du hier sehr gut schilderst, dass du langsam in dein Vertrauen kommst, die Situation zu Hause zu beherrschen, auch wenn Besuch da ist. Diese stellt also keine Große Bedrohung mehr da, da hier alte Programme mit neue Programme überschrieben werden und als sicher gelten.


Zitat:
Als Beispiel sei zu nennen, das Auto 10x zu kontrollieren, wenn ich es abgeschlossen

Der traumatisierte handelt immer, um Sicherheit zu erzeugen. Also auch die Kontrolle soll für dich Sicherheit zu erzeugen.

Ob das alles plausibel ist, und zu deiner Person zutrifft, sollte aber ein Therapeut, ein Traumaspezialist, mit dir erarbeiten.

Du kannst auch mal schauen, unter der komplexen posttraumatische Belastungsstörung,Traumafolgestörungen.

Zitat:
2021 bis 2024 hatte ich einige gescheiterte Kennenlernen. Das erste Mal im Leben habe ich Ghosting erlebt von einer Frau die im selben Ort wohnt wie ich, die plötzlich nicht mehr schrieb, trotz persönlichem Kontakt, das hat mich verändert,

Ghosting ist sehr hart.
Der Mensch wird zurückgelassen, ohne Antworten, oder Fragen stellen zu dürfen. Das lässt eine Person massiv in eine große Leere fallen.
Ghosting kann eine Person passiv zusetzen.


Zitat:
das hat mich vorsichtig werden lassen, zudem sind mir einige vermeintlich "langweilige" Frauen durch die Lappen gegangen, die um mich sehr bemüht waren und ich nicht interessiert.

Wer Drama gewöhnt ist für den sind normale gesunde Frauen uninteressant.

Wir favorisieren nicht das, was wir lieben, wir nehmen das, was wir kennen.

Zitat:
Ich glaube das wurde mir aber erst viel später bewusst. Und diese Erlebnisse habe ich erstmals auch als ordentlichen Verlust erlebt, früher war ich immer froh, wenn gescheiterte Dates, kurze Beziehungen rum waren und ich wieder frei, seit ich 40 geworden bin habe ich gemerkt, dass mich diese Form der Trennungen oder Verluste, Abschiede deutlich mehr belasten und innerlich "leeren" und ich mich nicht mehr wie früher frei fühle.



Zitat:
Zurück zu "ihr". Ja, sie hat mich einfach durch ihre schroffe Art und dieser Art "ich muss beweisen, dass sie mich gut findet", glaube ich heute sehr an meine Mutter erinnert, sie hat optisch sogar ein paar Ähnlichkeiten mit meiner Mutter als sie jung war.



Zitat:
Meine Mutter kam aus sehr schwierigen familiären Verhältnissen, war sie weitgehend mit 6 Geschwistern selbst überlassen

Das war naheliegend das da was gewesen sein müsste.


Zitat:
und wollte es besser machen, ist aber auch selbst extrem ängstlich erzogen worden. Also wenn ihre Mutter ihr etwas auf den Weg im Leben mit gab, dann war es Angst.

Unsichere ängstlich vermeidende Persönlichkeit ,……?

Zitat:
Ich habe durch den Stress zugenommen, das war für mich bezüglich des Sports natürlich eine Katastrophe, war auch ständig krank, richtig heftig krank, das kenne ich durch Stress und den hat sie in mir absolut ausgelöst.

Dauerstress in der Beziehung ……und dann noch Sport. Länger als 70-80 Minuten Sport und der Körper kommt in den Stressmodus und greift die Muskulatur an.

Zitat:
Exakt so hat mir das meine Psychologin auch erklärt, man ist als Kind abhängig,

Für ein Kind sind die Eltern Gott ähnlich!
Der Kühlschrank ist voll also müssen die Eltern Gott sein!
Essen steht auf dem Tisch also müssen Sie Gott sein!
Die Steuern, so großes Ding, Auto, also müssen Sie Gott sein!

Die Perspektive eines Kindes auf die Eltern ist völlig anders wie ein erwachsener auf ein erwachsener.

Merkt ein Kind, dass der eine Elternteil instabil wird, ist die Versorgung des Kindes nicht sicher!

Menschen kommunizieren zu 60-65 % nonverbal. Ein Kind muss also nicht verstehen, was eine Mutter sagt, oder dass im Briefkasten schlimme Post war, das Kind merkt es an der Mimik, an der Mikromimik, an der Körpersprache, an der Stimmlage und so weiter.

Ist hier eine Veränderung zu bemerken. Von dem Kind zum Elternteil, wird das Kind versuchen, diesen Elternteil zu stabilisieren, damit die Versorgung weiterhin für das Kind gesichert ist!


Zitat:
ist abhängig von den Eltern und hält die Stimmung am Leben. Die Psychologin meinte, "naja sie kennen ja die Probleme, sie müssen sie angehen wie eine Hausaufgabe". Sie fühlte sich dann garnicht mehr berufen, mich großartig zu begleiten. Oder wartete darauf, dass ich einfach "mache".



Es gibt schon ganz tolle Therapeuten. 🙄

Zitat:
Mein KfA ist sehr gering, ich hatte ihn mal messen lassen, 13% zu normalen Zeiten und ab und zu weniger.




Zitat:
Tatsächlich war ich privat versichert, jetzt bin ich wieder gesetzlich. Als ich privat versichert war, habe ich eine Verhaltenstherapie absolviert, privat noch eine Gesprächstherapie und eine Hypnose bei einer Psychologin. Der Grund war für mich, privat ging es schneller, es war sehr teuer, und wenig effekt.


Zum Thema Rehabilitation.

Bevor eine Rehabilitation beantragt werden kann, und auch sollte, sollten alle Leistungen vor Ort ausgeschöpft sein, sagte der Gesetzgeber!

Meine persönliche Meinung ist, dass ein Therapeut vor Ort wesentlich wichtiger ist als die paar Termine in einer Rehabilitation!

Bei dem Therapeuten vor Ort, wenn der gut sein sollte Hast du, wenn ich mich nicht irre 25 Termine, wo du intensiv mit dem Therapeuten deine Sache ausarbeiten kannst und wo du auch Werkzeug erhalten solltest, falls du mal verrutschen solltest.

Es gibt Fälle, wo die Leute beim Rentenversicherungsträger sozusagen durchrutschen und somit ohne Werkzeug der Selbstregulation in eine Rehabilitation.

Der Bescheid wird für fünf Wochen ausgezeichnet. Meist wird es verlängert auf sechs oder sieben Wochen.

In der ersten Woche sagt mal kurz hallo bei seinem Bezug Therapeuten. In der zweiten Woche hat sie so ein wenig von dir und von der Situation. Wenn du Pech hast, hat er Bezugstherapeut Urlaub und du kriegst ein oder zwei andere Ersatztherapeuten. In der fünften Woche, falls es verlängert wird. In der sechsten Woche kommt schon das Abschlussgespräch.

In der Woche hast du ein oder zweimal Gruppentherapie. Wo Zwischen 8-16 Mitpatienten sitzen, dann fragt der Therapeut, welches Thema heute besprochen werden soll und die Gruppe entscheidet sich dann für ein Thema, was eine Person besprechen möchte.

Es kann also sein, dass du dich vier oder fünf mal meldest, und die Gruppe sich gegen dein Thema entscheidet.

Also hast du sage und schreibe drei oder vier effektive Stunden, die 45-50 Minuten dauern mit einem Therapeut in der Rehaklinik.

Wie soll eine Therapeut in der Reha Klinik Dir da helfen können?

Eine Rehabilitation ist dazu da, um dich wieder zurück ins Berufsleben zu bekommen, alternativ um zu schauen, ob du in Rente gehst.

Was interessantes, sind die Gespräche auf dem Flur mit den Mitpatienten. Also ähnlich dem, was hier gerade im Forum passiert, wo du dich mit Menschen austauscht, die selbst betroffen sind. Du wirst da sehen, welche Vorgehensweisen sie haben und welche sie erfolgreich oder nicht erfolgreich gesehen haben.


Zitat:
Die Diagnose lautete damals für mich sehr wischi-waschi Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung.

Ich kann dir jetzt nicht sagen, ob das jetzt als offizielle Diagnose ist oder nur ein Persönlichkeitsmerkmal.


Was man hier von deiner Beschreibung eindeutig sehen kann, ist, dass die Therapeuten nicht wirklich Interesse zeigen, hier tief greifend irgendwo rein.

Professor Franz Ruppert, Verena König, und andere Traumaspezialisten haben davon schon oft berichtet, dass es sehr schwache, sogar desinteressiert Therapeuten gibt, wo dem Patienten leider nicht geholfen werden kann, weil gewisse Verhaltensweisen nicht von diesen Therapeuten erkannt werden, obwohl sie meist sehr offensichtlich sind.

x 1 #25


Scheol
Zitat von Erik5:
Könntest du mir noch einen konkreten Tipp geben für die "Selbstregulation" wenn ich wieder mal mit körperlichen Problemen zu kämpfen habe?


was hier schon einigen im Forum geholfen hat, ist diese 4, 7,8 Vagusnerv Atmung.

dann gibt es noch eine Übung, die sich Traumarelease Exercises heißt, TRE, das so genannte Abzittern. Das Neurogenezittern.

Auch das abklopfen, ETF, kann helfen.
ASMR also Geräusche die dich und dein System beruhigen.

Bilateral Musik , mit Kopfhörer hören.

Wenn es unangenehm sein sollte bei den Übungen einfach abbrechen.

Diese Übung kann dann zu früh oder die nicht passende für dich sein.

EMDR bei einem Therapeuten machen.

usw.

x 1 #26


D
Es wurde hier geschrieben. Meine Erfahrung mit narzisstischen bzw. toxischen Menschen ist, sobald man Grenzen zieht, sind sie weg.

Dann tauchen sie ab und zu noch auf. Versuchen erneut die Grenzen zu brechen.

Und dann kommt es drauf an, die Grenzen zu halten. Deswegen kommt es bei diesen Menschen auch oft zu On und Off Beziehungen. Weil der andere Part die Grenzen dann doch wieder aufweicht.

War mit einer Narzissten ein Jahr lang zusammen, dank fremder Hilfe, viel Lesen und damit beschäftigen bin ich da raus gekommen. Und die Narzisstin hat nochmal versucht, mich anzupacken, aber die Mauer stand. Daher ist sie dann endgültig verschwunden.

Übrigens, bei mir war das ganze auch so. Beziehung war ein Auf und Ab, On und Off. Dann kurz nach der Trennung total erleichtert, dann kam plötzlich die riesige Phase mit dem Loch. Und das muss man aushalten. Oft anschließend, wenns mir wieder besser ging, ich frei war, kam sie wieder, vorher Ghosting, plötzlich tauchte sie wieder auf, und da gilt es nicht zurück in den alten Kreislauf zu gehen.

Hemschemeiner, was hier schon erwähnt wird, hatte mal so ein Tiktok Video "zerlegt". Solche Videos schaute sich meine narzisstische Ex übrigens ständig an, irgendwann war sie in ihrer Bubble gefangen und glaubte diesen Schrott. Damit wurde sie noch toxischer, narzisstischer.

x 1 #27


M
Zitat von Erik5:
Danke Dir für den Denkanstoß. Es sind genau diese Grenzen. Meine Mutter hat bei uns, meiner Schwester und mir, Grenzen nie akzeptiert, also sie war eine absolut grenzüberschreitende Mutter. Das ging lange nach unserem Auszug weiter. Ich weiß noch, meine Schwester zog aus und war im Urlaub, meine Mutter war ...

Dann denke ich, dass das buch Boundary Boss von Teri Cole das richtige für Dich wäre.
Die Kunst besteht ja darin, nicht hart oder gleichgültig zu werden oder selber toxisches
Verhalten auszuüben, sondern freundlich, respektvoll und konsequent- vielleicht sogar proaktiv (man kann zum Beispiel beim Kennenlernen mal einfliessen lassen, dass man ab und zu Zeit für sich braucht, ohne prinzipiell unverbindlich zu sein- die eigenen Grenzen zu kommunizieren und notfalls falls dies nicht respektiert wird, auch sich zu entziehen.
Glaub mir, irgendwann kann das richtig anfangen Spaß zu machen 😇
Du musst Dich nur drauf einstellen, dass falls Du wieder toxische Personen triffst, oder
auch bei Deiner Mutter, es zu einem backlash in Form von Abwertung, Liebesentzug,
emotionaler Erpressung oder Angriffen kommt.
Das heisst aber nicht, dass Du was falsch gemacht hast. Das zeigt, wo andere sich
über Dich erheben möchten. Und dadurch kannst Du selektieren und wirst handlungsfähig.
Man kann lernen, sowas dann auch nicht persönlich zu nehmen.
Bei psychisch gesunden Menschen, die Dich wirklich mögen, wird das NICHT passieren.
Aber natürlich müssen auch die mitgeteilt bekommen, wo Deine Limits sind. Nehmen das dann aber in der Regel wohlwollend und vielleicht sogar dankbar auf- so lernt man sich ja einzuschätzen.
Es ist also der perfekte Lakmus Test, ob im Job oder Familie oder Partnerschaft.

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Zitat von merretich:
Dann denke ich, dass das buch Boundary Boss von Teri Cole das richtige für Dich wäre. Die Kunst besteht ja darin, nicht hart oder gleichgültig zu werden oder selber toxisches Verhalten auszuüben, sondern freundlich, respektvoll und konsequent- vielleicht sogar proaktiv (man kann zum Beispiel beim Kennenlernen mal ...

Genau so trennt man beim Kennenlernen oder Dating die Spreu vom Weizen, wie man so schön sagt. Ich habe häufig diese Kennenlernphasen, wo mir Frauen dann in die Planung rein grätschen. Beispiel, wir sind um 15 Uhr verabredet, plötzlich sagt sie: 14 Uhr oder 17 Uhr, ich bleibe bei 15 Uhr oder das Date platzt, wenn nicht etwas super super wichtiges als Grund kommt. Ich habe leider die Erfahrung gemacht, wenn ich hier meine Grenzen lockere am Anfang, dann hab ich verloren. Und wenn der andere das nicht akzeptiert, bin ich sofort einen potentiell toxischen manipulativen Menschen los, kein Verlust.

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M
Zitat von Der_Raujus:
Genau so trennt man beim Kennenlernen oder Dating die Spreu vom Weizen, wie man so schön sagt. Ich habe häufig diese Kennenlernphasen, wo mir Frauen dann in die Planung rein grätschen. Beispiel, wir sind um 15 Uhr verabredet, plötzlich sagt sie: 14 Uhr oder 17 Uhr, ich bleibe bei 15 Uhr oder das Date platzt, wenn ...

Hier wäre zB auch noch wichtig, wie das formuliert wird.
Wird es als Bitte mit einer Entschuldigung (sorry, ich hab da einen Termin vergessen, da... wäre es für Dich eventuell okay, dass...?) und Begründung formuliert, oder wird einfach eine neue Zeit diktiert, ohne nachzufragen, was der andere denkt und will nach dem Motto Friss oder Stirb. In dem Bereich können paar Schattierungen in der Formulierung einen grossen Unterschied machen. Denn Kompromissfähigkeit und aufeinander zugehen braucht Beziehung ja schon. Aber halt beidseitig und im Konsens. Und manche Grenze ist fix (bei mir zB Treue), anderes kann wohlwollend verhandelt werden, je nachdem wem von beiden es wichtiger ist. Wenn das reziprok und ohne Machtspiele abläuft, funktioniert das meistens ganz gut. Nur nicht bei Menschen mit Neigung zu Kontrolle, Dominanz oder die emotionl instabil sind. Aber das zeigt sich ja im Verlauf. Immer.

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