Davodi
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ich (m 45) habe mich im September 2025 einvernehmlich von meiner Frau (w 43), nach 15 Jahren Ehe und 24 Jahren Beziehung sowie einem gemeinsamen Kind (m 9) getrennt. Vorausgegangen waren drei sehr schwierige Jahre, in denen wir es nicht geschafft haben wieder zueinander zu finden. Die Liebe, die Körperlichkeit, das auf Augenhöhe dem Anderen zu begegnen etc. ist immer mehr verloren gegangen. Viele Gespräche die ich meinerseits angestoßen habe, mit Vorschlägen zur Verbesserung der Situation, mit dem Wunsch uns Hilfe zu suchen und beraten zu lassen, liefen mehr oder weniger ins Leere. Ich hatte in dieser Zeit schon des Öfteren den Gedanken auszuziehen und hatte auch bereits finanziell mir alles ausgerechnet, da ich mit dieser Situation nicht mehr zurechtgekommen bin. Dies habe ich auch offen und ehrlich kommuniziert. Zum Ende hin fehlten mir sämtliche Kräfte und ich spürte nur noch einen inneren Druck mich aus dieser Situation zu befreien. In einem klärenden Gespräch im September 2025 waren wir uns sehr schnell einig, dass es beiden so geht und eine räumliche Trennung erstmal das Beste wäre, mit dem Ziel, dass jeder zur ruhe kommen kann und man dann weiterschaut ob die Ehe noch einen Sinn hat.
Wir haben dies zeitnah unserem Sohn mitgeteilt, welcher sehr neutral darauf reagiert hat und mich sowohl bei der Wohnungssuche als auch Einrichtung dieser von sich aus unterstützt und begleitet hat.
Durch einen glücklichen Zufall konnte ich auch Ende Oktober bereits meine neue Wohnung beziehen.
Bereits 2 Wochen nach der ausgesprochenen Trennung bändelte meine Ex mit jemandem an, den Sie vor 4 Jahren bei Tinder kennengelernt hatte und seitdem mit diesem per Whatsapp lose in Kontakt war.
Zur Erklärung: Ich war ihr erster und einziger Mann und zu der Zeit hatten wir mal wieder eine schwierige Phase und ich hatte ihr vorgeschlagen, dass sie sich auch gerne mal anderweitig vergnügen könnte, in der Hoffnung unsere Ehe dadurch beleben zu können (nennt mich gerne naiv oder so, aber das war mein Gedanke). Sie war dann für zwei Tage dort angemeldet und wir swipten gemeinsam durch Tinder. Dass dort dieser Kontakt entstand war mir bekannt, auch dass der Kontakt die Jahre über weiterbestand. Zu einem persönlichen Treffen zwischen Ihnen ist es aber nie gekommen.
In den 4 Wochen bis zu meine Auszug kam es nach einem ersten Treffen zu drei Wochenenden mit Übernachtungen, während ich mit meine Sohn im noch gemeinsamen Haus gewesen bin und ihm erklärte, dass die Mama mit Freundinnen einen Ausflug macht. Nach meine Auszug ging es im wöchentlichen Wochenendwechsel so weiter. Ich war ziemlich sauer auf meine Frau und stellte Sie zur Rede, was das denn jetzt sei, wir wollten doch uns räumlich Trennen um wieder zueinander zu finden. Ihre Antwort war nur." Eine Trennung ist eine Trennung".
Anfang Dezember lernte ich dann ein Frau kennen und merkte, dass diese mir sehr gut tut und ich es begann ein Gefühl der Verliebtheit. Ich stellte daraufhin meine Frau kurz vor Weihnachten abermals zur Rede und sie sagte mir, dass sie sich verliebt hätte und es ihr leid tue.
Auch wenn es mich sehr verletzte und schmerzte, so war das Gefühl der Verliebtheit zur neu kennengelernten Frau so groß, dass ich daraufhin den Versuch einer neuen Beziehung gestartet habe. Dies verlief mehr als gut und die Beziehung ist in den letzten Monaten sehr stabil und innig geworden. Sowohl mein Sohn, als auch Ihre Töchter (12 und 19), verstehen sich unter- und miteinander sehr gut und mein Sohn hat die neue Beziehung mehr als akzeptiert.
Ich bin in dieser Zeit wieder ich selbst geworden und es geht mir emotional und körperlich besser als es in den letzten Jahren jemals gewesen ist.
Letzte Woche suchte meine Ehefrau ein persönliches Gespräch mit ihr, von dem ich ausgegangen bin, dass wir uns über das gemeinsame weitere Vorgehen unterhalten. Der Kontakt bis dahin war mal mehr mal weniger gut, aber stets vorhanden. Dieses Gespräch war jedoch geprägt von Vorwürfen mir gegenüber.
Ich würde die letzten 24 Jahre einfach in den Müll werfen, ich hätte mir mal eben eine neue kleine Familie aufgebaut, ich hätte mich nicht bemüht und nicht um die Ehe gekämpft nach der Trennung und sie wolle auch nicht, dass am Papawochenende meine Freundin bei mir ist. Auch würde ich Freunde von meinem Sohn bei mir am Wochenende übernachten lassen, nur damit ich meine Ruhe hätte und mich nicht um meinen Sohn kümmern müsse.
Es gab noch viel mehr an Vorwürfen, die aber allesamt in die selbe Richtung gegangen sind.
Seitdem gab es noch jeden Tag ein paar Vorwürfe über Whatsapp, bis sie gestern durch meinen Sohn erfahren hat, dass im Sommerurlaub meine Freundin mit ihrer jüngsten Tochter für ein paar Tage im selben Hotel Urlaub macht wie ich mit meinem Sohn. Daraufhin wurde ich wüst beschimpft und blockiert.
Die ganze Situation ist gerad für mich sehr aufreibend, da ich vieles nicht Verstehen kann und es mich kopfmäßig sehr belastet. Auch habe ich Angst, dass diese Situation sich belastend auf meine neue Beziehung auswirkt. Habt ihr sowas schon erlebt und wenn, wie seid ihr damit umgegangen. Manchmal fühle ich mich nicht mehr wie ein 45 jähriger Mann, eher wie ein hilfloses Kind, wenn ihr versteht was ich meine.
Sry, für den langen Text und danke an denen die bis zum Schluss das hier gelesen haben.