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Erst größe Pläne - dann plötzliche Trennung

liebenderpapa

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Moin liebe Gruppe,

muss mir mal kurz was von der Seele reden. Ich bin 32 - sie ist 28.

Seit Montag bin ich getrennt. Kam urplötzlich ohne Vorwarnung. Wir wollten demnächst umziehen. Meine Eltern haben ein großes Haus. Da wollte sie unbedingt mit mir einziehen. Sind zwei eigene abgetrennte Wohnungen.
Sie war da treibende Kraft und sprach mehrmals mit meinen Eltern und wollte es jetzt letzten Sonntag dingfest machen. Sie sprach von Heirat, unbedingt zweites Kind. Posaunte sie auch vor meiner Familie rum, im Freundeskreis, etc. War der Zukunftplan. Umziehen, dann mach ich ihr den Antrag dann das zweite Kind. Wir waren etwas über 3 Jahre zusammen und haben eine gemeinsame Tochter, welche bald 2 Jahr alt wird.
Sonntag haben wir miteinander geredet weil sie schon komisch drauf war. Lief aber gut, danach was zu Essen bestellt, S. gehabt. Passt.
Am Montag Abend wollte sie wieder reden, war komplett abweisend und distanziert. Sie hätte lange alles überdacht, sie möchte sich trennen. Mich hätte sie nie wirklich geliebt, sei überhaupt nicht glücklich, sie hat sich alles nur eingebildet, Beziehung war eh nur sch., Gefühle sind nicht ausreichend alles nur wegen unserer Tochter gemacht usw.
Das gleiche hatten wir schon im Oktober. Da hat sie sich genau so getrennt unter den gleichen Gründen und Wortlaut. Auch O-Ton "Die Trennung war zu dem Zeitpunkt das Beste was ihr passieren konnte" usw. Kam aber 3 Wochen später bei mir an und sagte dass sie mich doch noch liebt und sie fand es enttäuschend, dass ich nach der Trennung nicht um sie gekämpft hab. Dann kamen wir wieder zusammen und alles war tutti.
Und dann täuscht sie sich in paar Wochen vielleicht wieder und ah ok liebe dich doch? Kann man wirklich so sprunghaft sein oder sich wirklich so sehr was einbilden? Heute sage ich das so und Stunden später widerrufe ich alles?! Klingt für mich alles sehr komisch. Fühle mich deswegen total verarscht.

Am Mittwoch haben wir geredet. Sie hat gefragt ob ich noch über die Trennung reden möchte und ich sagte, nein, es geht jetzt um unsere Kleine und um wie wir jetzt alles abwickeln. Sie war anfangs - warum auch immer - sehr *beep*, sehr kratzbürstig und wollte mir quasi ihren Stempel aufdrücken. Total geladen und sie wolle endlich Schlusstrich ziehen. Ich sollte doch jetzt sofort ausziehen etc. Da hab ich gesagt nein, bis zum Ende des Monats brauche ich Zeit und ich lass mich nicht wie ein Hund rausschmeissen. Vor paar Tagen davon nicht die Rede, dann die Trenunng und dann soll ich auch sofort abgewickelt werden? Ne das läuft so nicht. Im Laufe des Gesprächs konnte ich sie aber runter holen, dass es dann normal ablief. Sie telefonierte im Anschluss mit ihrer Mutter und wurde mir gegenüber dann wieder leicht grantig. Glaube ihre Mutter ist nen falscher Fuffi.

Gestern schreib sie mir bei Whattsapp, dass auch sie enttäuscht sei, dass ihr Familientraum zu Ende ging. Ich wäre, nur hohl, kindisch, absolut Beziehungsunfähig, dämlich, verletzend usw. und wäre ich nicht sowäre es anders gekommen. Und ich war ja so oft sch. zu ihr. Und sie hat keine Gefühle mehr etc. Die Nachricht traf mich sehr hart. Ich habe für diese Familie wirklich alles gegeben. Da sie sich natürlich mehr ums Kind gekümmert hat (Ich Vollzeit, Sie Teizeit) habe ich mich um den Haushalt gekümmert. Putzen, Wäsche, Einkaufen, Essen machen habe ich komplett übernommen. Einfach um sie zu entlasten. Klar hab ich die Kleine auch ins Bett gebracht, bin Nachts hoch etc. So ist es ja nicht. Ich liebe meine Tochter über alles.

Am Abend vor der Trennung gabs noch nen leckeren Wein, haben den Geburtstag unserer Tochter geplant. Ich bekomme es nicht in den Kopf, vor einer Woche Null anzeigen und große Pläne. dann der große Umschwung.
Im Februar waren wir noch alle zusammen auf den Kanaren und. ach man. ich bin so ratlos alles ist im Ar..

15.03.2019 09:25 • x 1 #1


selberschuldl

Das Leben ist kein Wunschkonzert

15.03.2019 09:29 • #2


unbel Leberwurs.

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Nimm diese ganzen Vorwürfe nicht wirklich ernst.
Sie versucht nur, Dir die Schuld für die Trennung in die Schuhe zu schieben.

Wer arbeitet wieviel?

15.03.2019 09:30 • #3


Körperklaus

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Mein Gefühl sagt mir, dass da etwas mehr dahinter steckt und das suchen nach gründen, welche Dir die Schuld und ein Versagen suggerieren sollen lediglich eine perfide Taktik ist um sich rauszumogeln.

15.03.2019 09:37 • x 2 #4


no_shame

no_shame

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Die erste Frage sollte hier sein:
Ist an ihren Vorwürfen was dran?
Sei ehrlich zu dir selbst.

15.03.2019 09:38 • #5


liebenderpapa


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Zitat von unbel Leberwurst:
Nimm diese ganzen Vorwürfe nicht wirklich ernst.
Sie versucht nur, Dir die Schuld für die Trennung in die Schuhe zu schieben.

Wer arbeitet wieviel?


Sie auf 30 Stunden im Einzelhandel. Ich 45 Stunden in der Logistik. Mein Arbeitsweg täglich jeweils 1h.
Zwar viel arbeit aber mit annehmbaren Benefits wie Firmenwagen auf Tankkarte und Tankgutschein für privat welchen sie immer bekommen hat. Wollte aber bis nächstes Jahr den Job gewechselt haben, um mehr Zeit mit meiner Familie verbringen zu können.

15.03.2019 09:39 • #6


willan

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Hey. Willkommen im Forum.

Ohne Vorwarnung würde ich das jetzt nicht nennen, sie hatte sich bereits im Oktober ja schonmal getrennt. Wurde das geklärt, besprochen, danach was geändert? Dass sie wollte, dass Du um sie kämpfst, klingt nach "will Aufmerksamkeit". Hat sie Dir mal klar gesagt, was ihr fehlt, was sie sich wünscht etc.? Wie war Eurer Umgang so untereinander? Gerade in der Zeit von Oktober bis jetzt? Evtl. war hier auch ein anderer im Spiel? Dieses "ich fühle mich daheim als Mama so unbeachtet" - Ding vielleicht.

Zitat von liebenderpapa:
Da wollte sie unbedingt mit mir einziehen. ... Sie war da treibende Kraft und sprach mehrmals mit meinen Eltern und wollte es jetzt letzten Sonntag dingfest machen. Sie sprach von Heirat, unbedingt zweites Kind. Posaunte sie auch vor meiner Familie rum, im Freundeskreis, etc. War der Zukunftplan. Umziehen, dann mach ich ihr den Antrag dann das zweite Kind.


Was wolltest Du? Waren das auch Deine Pläne? Das klingt für mich so, als hätte sie einen Lebensplan, den sie strikt verfolgen wollte, egal wie. Und jetzt merkt sie, es passt doch nicht.

15.03.2019 09:40 • #7


Hanne123

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Spontaner Gedanke: Kalte Füße bekommen. Oder sie hat einen anderen kennengelernt.
Oder beides.

15.03.2019 09:42 • x 2 #8


Jabberwocky

Jabberwocky

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Dann mal einen guten Morgen, auch wenn Dir nicht danach ist.
Den selben Rotz, den deine Ex da ausgießt, durfte ich mir auch anhören!
Das trifft einen hart und man denkt sich: Bin ich im falschen Film!? Bin ich die ganze Zeit nur ver*rscht worden?!
Deine Tusnelda ist mit sich selbst höchst unzufrieden; wahrscheinlich weiß sie auch sehr genau, dass sie einigen Sachen Bockmist gebaut hat. Aber sich selbst Fehler einzugestehen, ist hart: das tut weh und ist eine Charakterfrage.
Einfacher ist es, dem anderen die Schuld am Scheitern zu geben - und genau das läuft hier.
Lass es nicht an Dich rankommen.
So oder so - die Beziehung ist beendet und diese Frau wird sich vom Charakter auch nicht so schnell ändern.

15.03.2019 09:43 • x 5 #9


unbel Leberwurs.

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Zitat von liebenderpapa:
Das gleiche hatten wir schon im Oktober. Da hat sie sich genau so getrennt unter den gleichen Gründen und Wortlaut. Auch O-Ton "Die Trennung war zu dem Zeitpunkt das Beste was ihr passieren konnte" usw. Kam aber 3 Wochen später bei mir an und sagte dass sie mich doch noch liebt und sie fand es enttäuschend, dass ich nach der Trennung nicht um sie gekämpft hab.


Ich würde auch dieses Mal nicht hinter ihr herlaufen.

Meines erachtens scheint sie kalte Füsse zu bekommen, weil diese Wohnung bei Deinen Eltern ja etwas "sehr festes und bindendes" wäre.

15.03.2019 09:47 • #10


Körperklaus

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Zitat von Hanne123:
Spontaner Gedanke: Kalte Füße bekommen. Oder sie hat einen anderen kennengelernt.
Oder beides.


Schließe mich da Hanne an.
Finde es sehr ambivalent in kurzen Abständen sehr innig zu sein , aber dann auch wieder radikal Gefühle zu negieren und sich zu trennen.

Dass du die alleinige Schuld tragen sollst ist Quatsch , das sind immer beide. Und sie hat dich so kennengelernt wie du eben bist.

Meine Theorie:

Da ist ein Nebenbuhler, der deiner Freundin die Aufmerksamkeit und emotionale Ebene bietet, die bei euch abhanden gekommen ist.
Möglicherweise ist sie hin und her gerissen.
Auf der einen Seite Partner und Kind (womöglich ihr Lebensziel was sie nun erreicht hat), auf der anderen Seite ist sie in einem Alter in welchem sich viele Menschen nochmal sortieren und feststellen, dass das nicht alles für den Rest des Lebens gewesen sein soll.

Mein Vorschlag:

Akzeptiere ihre Entscheidung und reduzier den Kontakt auf ein Minimum (Kind).

15.03.2019 09:48 • #11


Kummerkasten007

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Ich würde auf einen anderen Mann tippen.

15.03.2019 09:48 • x 1 #12


kaaaaa72

kaaaaa72

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Zitat von liebenderpapa:
Das gleiche hatten wir schon im Oktober. Da hat sie sich genau so getrennt unter den gleichen Gründen und Wortlaut. Auch O-Ton "Die Trennung war zu dem Zeitpunkt das Beste was ihr passieren konnte" usw. Kam aber 3 Wochen später bei mir an und sagte dass sie mich doch noch liebt und sie fand es enttäuschend, dass ich nach der Trennung nicht um sie gekämpft hab.


Da hast du dich schon stark verhalten. Die meisten (mich eingeschlossen) mutieren zum Jammerlappen.
Ich würde fast darauf wetten das sie wieder ankommt.

Mal abgesehen davon ist sie vielleicht auch irgendwie reingeschlittert. Ich kann nur vor mir reden, ich würde niemals mit in das Haus meiner Partnerin, Eltern der Partnerin etc. ziehen. Man hört da soviel, sollte es vorbei sein stehe ich auf der Strasse.
Vielleicht hatte sie auch davor Angst und eine Art Panik.

15.03.2019 10:05 • #13


liebenderpapa


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Zitat von unbel Leberwurst:

Ich würde auch dieses Mal nicht hinter ihr herlaufen.

Meines erachtens scheint sie kalte Füsse zu bekommen, weil diese Wohnung bei Deinen Eltern ja etwas "sehr festes und bindendes" wäre.


Ja sie meinte, sie müsste dann alles aufgeben. Ihre Wohnung - in der wir beide wohnen -, neuer Kindergarten und auf lange Sicht ihren Arbeitsplatz. Umzug wäre 35km entfernt.

Zur Erklärung mit ins Haus: Sind zwei getrennte Wohnungen mit eigenem Eingang! Wir oben, meine Eltern unten.
Ich persönlich würde das nie machen zu Schwiegereltern zu ziehen, aber sie wollte unbedingt. Meine Schwester lebt auch in so einer Konstellation bei ihre Schwiegermutter und da funktionierts und anscheinend hat sie das überzeugt.

Grund des Umzugs.. raus aus der Großstadt, ab zu Haus mit Hof + Garten sowie bessere Betreuungsmöglichkeiten durch meine Eltern.

Zitat von Körperklaus:

Schließe mich da Hanne an.
Finde es sehr ambivalent in kurzen Abständen sehr innig zu sein , aber dann auch wieder radikal Gefühle zu negieren und sich zu trennen.

Dass du die alleinige Schuld tragen sollst ist Quatsch , das sind immer beide. Und sie hat dich so kennengelernt wie du eben bist.

Meine Theorie:

Da ist ein Nebenbuhler, der deiner Freundin die Aufmerksamkeit und emotionale Ebene bietet, die bei euch abhanden gekommen ist.
Möglicherweise ist sie hin und her gerissen.
Auf der einen Seite Partner und Kind (womöglich ihr Lebensziel was sie nun erreicht hat), auf der anderen Seite ist sie in einem Alter in welchem sich viele Menschen nochmal sortieren und feststellen, dass das nicht alles für den Rest des Lebens gewesen sein soll.

Mein Vorschlag:

Akzeptiere ihre Entscheidung und reduzier den Kontakt auf ein Minimum (Kind).


Nebenbuhler kann ich nicht beantworten. Anderes verhalten im Sinne von Handytexten oder dass sie später nach Hause kommt, Abends öfters weggeht etc habe ich bisher nicht erkennen können. Natürlich 100%ig ausschließen kann man das nie.

Aufmerksamkeit abhanden... vielleicht. Es ist mit Kind manchmal nicht so einfach, Zeit zu finden. Babysitter haben wir nicht. Meine Eltern passen mal auf, aber dann auch nur für 2-3 Stunden wo wir mal Essen gehen können. Ist aber auch schon über ein Monat her. Abends bin ich meist erst ab 18Uhr zuhause. Wenn ich einkaufen fahre oder der Verkehr nicht mitspielt noch später. Einmal in der Woche hat sie spät, sodass ich unsere Maus aus der Krippe abhole. Denn sie ist dann meist erst 22-22:30Uhr zuhause. Samstags muss sie immer arbeiten. Entweder früh bis 14 oder 16Uhr oder mal spät ab 12/14Uhr bis 21Uhr jenachdem dass sie ihre Stunden vollbekommt. So richtig nen Tag als Familie zusammen haben wir nur den Sonntag.

15.03.2019 10:21 • x 1 #14


Körperklaus

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Offensichtlich habt ihr, was vollkommen verständlich und unumgänglich ist, euren Tagesablauf auf das Kind abgestimmt und euch verloren.

Habt ihr das schon früher identifiziert?
Darüber gesprochen und Lösungen gefunden?
Beispielsweise euer Kind mal ein Wochenende zu den Großeltern und euch um euch selbst gekümmert?

15.03.2019 10:26 • #15




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