Nenea
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Nach einer dreijährigen Beziehung hat sich meine erste Freundin vor 5 Monaten von mir getrennt (bin 27). Schuld am Beziehungsende trage hauptsächlich ich, auf die Einzelheiten möchte ich nicht gesondert eingehen. Ich hab sie über alles geliebt, konnte es ihr am Ende aber nur noch wenig zeigen.
Generell denke ich dass Frauen nicht allzuviel Interesse an mir haben, da ich optisch ziemlich unattraktiv bin. Das wurde mir auch schon des öfteren von Leuten gesagt.
Das Problem: Sie war sehr attraktiv, was ihr auch ständig von Leuten gesagt wurde. Und außerdem genau mein Typ.
Dazu kam, dass wir denselben Humor hatten, die Zweisamkeit sehr sinnlich war und wir insgesamt sehr gut zueinander gepasst haben. Der Sex war auch wahnsinnig gut.
Jetzt erlebe ich zusätzlich zum Verlustschmerz die dauerhafte Angst, dass ich nie wieder so eine Frau kennenlerne, geschweige denn sie sich überhaupt für mich interessiert.
Ich habe seit der Trennung mehrmals mit zwei anderen Frauen geschlafen, optisch beide auch attraktiv jedoch nicht annähernd auf dem Niveau meiner Ex. Außerdem suche ich vergeblich die Charaktereigenschaften die ich so geliebt habe. Letztendlich hat das dazu geführt, dass ich mich bei beiden beim Sex geekelt habe und ich immer nur dachte: das ist nicht sie.
Irgendwie hat das die Sache nur noch schlimmer gemacht. Auf der einen Seite brauche ich das Gefühl der Bestätigung, damit mein Selbstwertgefühl nicht noch mehr in sich zusammensackt, auf der anderen Seite weiß ich nicht ob ich überhaupt bereit dafür bin.
Darum hab ich eine kurze Pause mit den Treffen eingelegt. Seitdem wirds nur noch schlimmer. Mein Selbstwertgefühl zerbricht, ich fühle mich von Tag zu Tag hässlicher. Ich schwanke ständig zwischen Vermissen und Selbsthass und rutsche von einer Abwärtsspirale in die nächste. Mittlerweile ist es so schlimm, dass ich täglich Suizidgedanken habe. Ich dachte es würde mit der Zeit besser werden, aber es wird nur schlimmer. Ich kann immer noch nicht richtig schlafen, bekomme auf der Arbeit und der Uni nichts hin und fühle andauernde Hoffnungslosigkeit nie wieder so glücklich zu werden wie mit ihr. Oder überhaupt wieder annähernd glücklich zu werden.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie ich so weiter mache soll. Ich bin schon in Therapie, aber da komm ich auch nicht viel weiter. Habe mir überlegt mich einweisen und/oder Citalopram verschreiben zu lassen.
Hat jemand Erfahrung, ob diese Sachen helfen können? Oder hat sich mal in einer ähnlichen Situation befunden?
Vielen Dank und liebe Grüße
