aqualemon
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Hier meine Geschichte. ich habe vor fast 10 Jahren meinen Partner kennengelernt und es war Liebe auf den ersten Blick. allerdings er verheiratet, eine erwachsene Tochter. Die Ehe war zerrüttet, beide gingen bereits ihrer Wege aber es dauerte bis es offiziell wurde. schon damals war seine Angst, seine Tochter könne sich von ihm abwendet, sehr gross neben der Sorge auch der finanziellen Konsequenzen.
Ich wollte so etwas nicht. es war damals ein Hoch und Runter. liebevolles mit einander umgehen, viele gemeinsame Interessen, dann die Abstürze. wenn es nach Hause ging zu der lieben Gattin und dem Nesthäkchen.
Nach zwei Jahren war es soweit, er vollzog die Trennung von der Gattin, aber nicht aktiv. sie hatte einen anderen kennengelernt und zog aus. Die nächsten Jahre waren sehr schön, die Tochter war recht kuschelig mit mir (ihre Mutter bestrafte wegen des Freundes. und Liebeskummer hatte sie auch noch) während Corona hatte sie einen Wasserschaden in der Wohnung und zog vorübergehend ins Elternhaus. wo wir uns meist zu dritt aufhielten. mein Sohn war zu dem Zeitpunkt wegen seiner Ausbildung meistens nicht da. ich habe bis heute eine eigene Wohnung.
Anfänglich ging das Zusammenleben gut, mit der Zeit benahm sie sich immer eigenartiger. kindisch. mein Freund schüttelte sich aber lies sie gewähren. Sie tat alles, ihn rund um die Uhr zu beschäftigen und er machte mit. Die Renovierung ihrer Wohnung kam nicht voran. alle Wochenenden waren mit der Wohnung verplant und ich mutierte zur Hausfrau. (Corona machte mein Berufsleben nicht wirklich einfacher) und dann solche Wochenenden. Es kam wie es kommen musste, es krachte. Wie es so oft ist. war es eine vermeintliche Kleinigkeit, die das Faß zum Überlaufen brachte: Hier war es meine Bohrmaschine, die einfach beschädigt wurde (ich hatte sie ihr geliehen) Papa kaufte ihr eine neue und das war es dann. als ich sie darauf ansprach, verstand sie nicht, was sie damit zu tun habe und berichtete ihrem Vater unter Tränen was ich ihr angetan habe. Er beschimpfte mich entsetzlich und und meldete sich nicht mehr bei mir, 3 Monate lang. erst als ich ihn aufforderte, mir meine Sachen zu bringen kam er nach Wochen vorbei. Noch immer ist er der Meinung, seine Tochter habe die Wahrheit gesagt, obwohl die Kommunikation zwischen ihr und mir an diesem Tag per Whats app war und ich sie ihm zeigte. Seitdem spricht sie nicht mehr mit mir und unternimmt alles, uns auseinander zu bringen, ihre liebe Mutter, die längst von ihrem Freund getrennt ist tut das ihrige. nicht weil sie ihn zurückhaben will. es ist profitabler als eine Scheidung. Und er macht mit. Wir sind wieder zusammengekommen, der Terror steigert sich aber von Jahr zu Jahr, sie besteht auf Weihnachten, Ostern, Geburtstag, Urlaube mit Papa alleine oder mit dem Freund, den sie endlich hat, wenn sie ruft, lässt er alles stehen und liegen. häufig hat sie dann aber keine Zeit und er ruft bei mir an. Anfänglich habe ich das mitgemacht, weil ich dachte, er wird es doch irgendwann merken, dass das nicht normal ist, aber statt besser wird es immer schlimmer. Ich hatte mir nach Corona eine Auszeit genommen und mich auf mich selbst besonnen und mir einen eigenen Kreis der Interessen geschaffen, um so mehr ich mich unabhängig mache, desto unwirscher wird er. Mittlerweile ist jegliche Kommunikation wie auf Eiern, jedes vermeintlich falsche Wort wird zum beleidigten Drama. er ist immer das Opfer. Wenn er bei mir ist, kommt er langsam runter. mit meinem Sohn versteht er sich sehr gut, interessiert sich für seine Projekte und auch unsere gemeinsamen. aber die Diskrepanz zwischen seinem Leben und meinem Leben wird immer größer. Er kennt meinen Freundeskreis, versteht sich auch mit ihnen, aber all die Interessen, die eigentlich auch einmal die seinen waren. da nimmt er nicht mehr teil.