Ich verstehe ziemlich gut wie du dich fühlst. So wird es, denke ich, auch vielen hier gehen. Doch im Moment gehört das Single-sein eben zu unserem Leben. Wir können entscheiden, ob wir uns im Selbstmitleid ertränken (was man ruhig auch mal machen darf, vielleicht nicht gerade beim Kennenlernen von interessanten Dates, aber so mal für sich) oder ob wir die Zeit nutzen und was draus machen, worüber wir später sagen können "Ich war zu diesem Zeitpunkt vielleicht einsam und liebesbedürftig, aber ich habe tolle Sachen gemacht/erlebt und die Zeit gut genutzt".
Jaja, das sagt genau die Richtige, und wenn man ein Kind der Traurigkeit ist (bin selbst auch mit Medikamenten "eingestellt"), ist es umso schwieriger. Aber auch, wenn ich es im Moment noch nicht schaffe, dass es mir gut geht oder ich glücklich bin; mein Vorsatz ist es trotzdem, das oben Genannte zu verwirklichen.
Mein Herz wurde auch weggeworfen und es ist zerbrochen. Aber auch wenn, ich es manchmal gerne rausschneiden lassen würde, bevorzuge ich es lieber, es erstmal mit ein paar Pflastern zu versehen und die Zeit ihre Arbeit verrichten zu lassen. Auch wenn die Liebe (bzw. ein Liebster) nicht nur der Mittelpunkt des Lebens sein sollte, so will ich nicht ganz ohne Leben. Wir sind doch beide noch jung. Da kann noch so viel passieren.
Glaube mir, mir selbst fällt es auch unendlich schwer das zu verinnerlichen. Aber welche Wahl bleibt uns? Wenn wir aufgeben, dann nehmen wir uns selbst die Chance komplett weg, dass es irgendwann mal toll laufen könnte. Und wenn auch erst in mehreren Jahren! Deswegen, finde ich @Waldfee47 s Ansätze schon einmal super. Auch wenn jetzt gar nichts geht, versuche dich mit diesen Gedanken anzufreunden. Irgendwann schlagen sie wurzeln

Hast du schon einmal eine Therapie gemacht? Ich war letztens mal bei einer Selbsthilfegruppe um zu schauen wie das ist und es hat mir persönlich sehr gut getan. Nicht weil sie mir eine Lösung oder so geben konnten, sondern einfach weil da auch Menschen waren, die genau wissen, wie es einem geht. Aber falls das nichts für dich ist, kannst du ja evtl. einen anderen Weg finden. Hier zu schreiben ist ja schon einmal ein Anfang!
Und bitte, Finger weg vom Alk.. In solchen Situationen läuft man nur Gefahr abhängig zu werden (wobei es natürlich auch Leute gibt, die in Maßen genießen können) und mit den Medikamenten verträgt sich das sowieso nicht besonders.