Zitat von La-Fleur:Zwischen einer Aussage und einer Frage liegen Welten.
Es kommt auf den Kontext an. In diesem Fall war es schlichtweg keine konstruktive Aussage sondern verletzend.
Das ist vergleichsweise mit der Frage "Bist du dumm?" und der Aussage "Du bist dumm!".
Die Brisanz bzw. Bedeutung mögen unterschiedlich sein, aber die Aussage dahinter ist sehr ähnlich - oder liege ich da falsch?
Zitat von La-Fleur:Es ist dahingehend Klammernd das du einen Zeitraum steckst in dem sie zu antworten hat ansonsten unterstellst du ihr Ignoranz und der gleichen.
Das hat einen einfachen Hintergrund. Man lernt sich kennen, man beschnuppert sich, man wiegt ab... Ist das ein Partner, mit dem ich mir eine Beziehung vorstellen kann?
Und so wie sie sich gezeigt hat war mir (damals) klar: JA, ich möchte mit ihr zusammen sein!
Nun ja, sie hat sich jedoch geändert, sie agiert seit einiger Zeit anders... Und deswegen störe ich mich daran - weil das sozusagen nicht die Frau ist mit der ich eine Beziehung eingegangen bin. Weil sie plötzlich kontrollierend, giftig und vorenthaltend agiert.
Das Traurige ist dann, wenn man für Verrückt empfunden wird nur weil man sich eine Begegnung auf Augenhöhe wünscht - so wie damals. Und wenn dann gar der Spieß umgedreht wird und man sich vorwerfen lassen muss, man sei verrückt nur weil man sich eine Antwort erwartet.
Darf's sonst noch etwas sein?
Versteht ihr nicht, was das für ein falsches Spiel ist? Und wollt ihr auch noch mitspielen? Was ist bitteschön falsch daran, dem PARTNER am selben Tag zu antworten?
Wirklich: erklärt mir, wieso das zu viel verlangt ist... Ich verstehe natürlich wenn der Partner ein kontrollierendes Ar******* ist, das ihr dauernd grundlos vorwirft fremd zu gehen. Ein mieser, toxischer Typ, der ihr nichts erlaubt, der ihr diktiert wie sie sich anzuziehen hat, mit ihr schreit, ihr andauernd Dinge verbietet, sie davon abhält sich mit Freundinnen zu treffen, ihr das ausgehen verbietet...
Ich glaube nämlich dass ihr so einen Mann in mir seht, aber das ist nicht so.
Bei weitem nicht... Sie sagt mir trotz Allem, was ich für ein liebenswerter, guter Mann bin. Sie hat mehrmals gesagt, dass sie denkt mich nicht zu verdienen, dass ich zu gut zu ihr bin und Ähnliches... Und das sagt sagt doch wohl auch einiges aus.
Und dann agiert sie so? Versteht ihr... das ist einfach so widersprüchlich.
Ich freue mich für sie wenn sie Spaß hat, ich mag jede einzelne ihrer Freundinnen und hatte nie ein Problem mit ihrem Privatleben. Daher missfällt es mir so, dass ich sowohl von ihr als auch von einigen hier im Forum als so "klammernd" dargestellt werde.
Klar, ich gebe zu... Es ist kindisch von mir, wenn ich trotzig reagiere wenn sie bei mir ist und ich mich daran störe, dass sie sehr viel Zeit mit ihrem Handy verbringt und nicht mit mir spricht. Mir ist schon klar, dass man sich nicht die ganze Zeit "bespaßen" kann und es ist auch völlig wichtig, das nicht zu erwarten.
Anders sieht es jedoch aus wenn wir uns ohnehin nur 1x die Woche sehen, sie mich schon am Vortag ignoriert hat und dies dann weiterhin tut, wenn wir uns bei mir sehen... Es wirkt einfach provokant und unnötig verletzend.
Ist das ein so missverständlicher Gedanke meinerseits?
Zitat von La-Fleur:wo wir dann an dem Punkt sind, das du dich mehr mit dir als mit ihr beschäftigen solltest aber das muss man halt erst erkennen
Du wirst lachen, aber das ist mir vollends bewusst. Genau deswegen bin ich in Therapie - damit ich erkennen kann, was sozusagen meine Fehler sind, denn ich möchte an ihnen arbeiten.
Was mir mittlerweile aber klar ist: jeder sieht Nähe anders, jeder benötigt ein anderes Maß an Intimität. Was für den Einen Himmel ist, das nimmt der Andere als Hölle wahr.
Traurigerweise begegnet man sich zu Anfangs einfach anders, trägt die sprichwörtliche rosa Brille und fällt dann aus allen Wolken, wenn man erkennt dass die Dinge anders sind.
Manch einer wandert fröhlich weiter und sucht sein Glück wo anders, so manch Anderer bleibt jedoch in dieser Phase stecken und fühlt sich verloren - das bin wohl ich.
Ich wünsche mir eigentlich nichts als eine liebevolle Partnerin die Nähe ertragen und geben kann. Eine Frau mit der man herzhaft lachen und Spaß haben kann, eine Frau, die gefestigt in ihrem Wesen ist und nicht andauernd die Laune ändert. Eine Partnerin, die nicht panisch wird wenn sie jemand liebt.
Und ich glaube hier hakt es... Sie kann es nicht ertragen, geliebt zu werden. In einem sehr intimen Gespräch habe ich sie gefragt, ob sie Liebe annehmen kann. Ihre Reaktion hat mir Tränen in die Augen gedrückt und mich gleichzeitig schockiert... Sie hat bitterlich geweint.
In diesem Moment konnte ich sie einfach nur umarmen, wir konnten das Gespräch nicht weiterführen.
Letztlich meidet sie mich womöglich, weil ich sie auf ihre Traumata hinweise und sie diese wegen mir erneut durchspielt... Und hier wird das Ganze dann toxisch - auch von meiner Seite.
Sie ist nicht halb so böse wie ich es manchmal empfinde, es ist auch meine Wirkung auf sie welche das aus ihr herausholt. Es ist ein bitterliches Wechselspiel.