blindsided
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vor einem Weilchen habe ich hier einen Thread erstellt, der eine relativ lange Diskussion mit sich gezogen hat. Es fiel mir schwer das Ganze niederzuschreiben und ich bin wirklich dankbar für jeden Ratschlag gewesen. Wer hier weiter nach unten liest könnte eventuell neugierig werden, daher hier der Link zu meinem ursprünglichen Post:
provokantes-trampeln-am-selbstwertgefuehl-trennung-t55460.html
Bedauerlicherweise gab es für meine Worte auch einiges an Gegenwind, das verstehe ich jedoch - da natürlich auch ich mit meinen Problemchen zu kämpfen habe und bestimmt die Weisheit nicht mit dem Löffel gegessen habe.
Der Titel von diesem Thread sagt eigentlich alles: Es ist jetzt anscheinend vorbei. Zuletzt gab es sehr viele passive Aggressionen ihrerseits, welche mich stärker verletzt haben als ich zu Anfangs eingestehen wollte. Sie hat mir mehr und mehr von ihrem typischen Heiß und Kalt gegeben, was ich versucht habe zu dulden. Letztlich habe ich immer mehr Sport betrieben um einen klaren Kopf zu bewahren, das viele Grübeln und die schlaflosen Nächte hat das aber nicht gebessert.
Nach Wochen und Wochen ging es jedoch nicht mehr. Besonders hat mich einfach gestört, dass sie mir phasenweise nicht mal mehr auf Triviales geantwortet hat. Ein simples "Hey *name*, wie war dein Tag?" war ihr manchmal schon zu viel. Ich war gewohnt dass sie gekonnt "unangenehme" Fragen überliest, dass sie nicht mit mir über ihre Emotionen spricht oder dass sie mich mit Schweigen bestraft, wenn ich ihr provokantes Schweigen oder Verhalten zum Thema mache. Aber sobald sie angefangen hat mir 24 oder gar 48 Stunden nicht mehr zu schreiben war es einfach zu viel. Denn sie war immerzu online, ich sah die berüchtigten "blauen Häkchen" und sie hatte scheinbar genug Zeit um mit anderen Menschen zu schreiben. warum dann nicht mit mir?
Glaubt mir, ich habe nie mehr als 1x geschrieben, habe sie nie angerufen und habe wahrlich versucht ihr den Raum zu geben den sie benötigt. Außerdem habe ich ihr nie etwas verboten oder schlecht geredet, daher verstehe ich ihr widerspenstiges, beinahe trotziges verhalten nicht.
Letztlich bin ich zuletzt explodiert, als sie mich wiederholt demonstrativ ignoriert hat, während sie bei mir war. Es hat gereicht dass sie mir die 24 Stunden zuvor (erneut) einfach nicht geantwortet hat, aber die Tatsache dass sie nun neben mir saß und ihr Handy schlichtweg interessanter war. Das tat einfach (mal wieder) weh.
Das Ganze ging in Streit über, und ich habe sie eben damit konfrontiert. Dass es mich verletzt. Und ihr bewusst provokant die Frage gestellt, warum sie das macht. Ob sie damit etwas zum Ausdruck bringen möchte oder Dergleichen. Klarerweise hat ihr das gar nicht gefallen, der Streit ist immens eskaliert. Wir haben nicht geschrien, aber es sind beidseitig bittere Worte gefallen.
Sie hat mich in Etwa gefragt ob ich denn ein Kind bin das dauernd Aufmerksam benötigt, und ich habe sie in etwa gefragt, ob sie ein Eiszapfen ist. Auf diesem Niveau lief das Ganze ab.
Es ging letztlich so aus, dass wir uns einige Tage später getroffen haben um uns auszusprechen. Effektiv ist sie gekommen, um ihre Sachen zu holen. Das hat sie auch schnell klar gemacht, indem sie abweisender als sonst war und mir das Gefühl gegeben hat, dass wir nie in einer Beziehung waren.
Irgendwie kamen wir dann auf das Thema Sex zu sprechen, und dass sie den Sex zwischen uns sehr geschätzt hat. Dass sie es missen würde. Dass sie nicht in einer Beziehung sein kann, aber sich Intimität wünscht. Ich bin weich geworden und habe mich dazu hinreißen lassen, mit ihr über eine Sexbeziehung zu phantasieren. Wir haben gekuschelt, uns gestreichelt und sind im Schlafzimmer gelandet. Die Stimmung war locker, heiter und eigentlich war es sehr schön. Bis sie dann nach der gemeinsamen Dusche angefangen hat, ihre Sachen zu packen.
Das war für mich wie ein Tritt in die Magengrube. Ich habe sie gefragt, ob wir denn nun unserer Familie und unseren Freunden berichten, dass wir uns getrennt haben, was sie schlichtweg mit "Yep. " beantwortet hat. Ich weiß nicht wie, aber ich konnte ich sie letztens davon überzeugen für einige Wochen eine Pause einzulegen. Sie meinte, dass sie auch darüber nachgedacht hat und das sei letztlich der Grund, wieso sie zustimmt.
Das Verabschieden war positiv und lächelnd, aber Leute, ganz ehrlich? Ich weiß nicht wie mir geschieht. Ich fühle mich so als hätte ich noch ein Weilchen Schonfrist, bis die unweigerliche Guillotine zuschnappt.
Ich möchte es nicht schönreden, teilweise sehe ich in ihr das Böse schlechthin, sie legt manchmal Verhaltensweisen an den Tag die ich im Rückblick einfach nur unglaublich finde. aber dennoch: Ich fühle mich nach wie vor zu ihr hingezogen und kann einfach nicht verstehen, dass sie derart bereit ist das Ganze in die Tonne zu kippen.
Was sagt ihr? Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Falls die Eine oder Andere Person interessiert was da alles passiert ist: es steht einiges in meinem damaligen Thread.
Ein großer Dank an all diejenigen, die so weit gelesen haben! Ich versuche meine Gedanken zu ordnen und alleine das Schreiben hilft mir ein Bisschen, merke ich gerade
