Will mal noch ne ein Statement aufgreifen. Ich weiß nicht, wer es war, (blick ja auch nicht mehr alles hier. ) aber es klang etwas so: Wir warten alle auf jemanden, der unserem Leben einen Sinn gibt. Find ich ziemlich fragwürdig. Hat das Leben ohne einen bestimmten Menschen keine Sinn? Was für eine Verantwortung bürdet man eigentlich dem-/derjenigen auf? Was für einen Druck muss der eigentlich empfinden, wenn er/sie weiß, der andere macht sein ganzes Glück von ihm abhängig? Und wie leicht macht man es sich eigentlich mit so einer Haltung? Denke mal, sie macht es ziemlich leicht, sich aus der eigenen Verantwortung für das eigene Leben zu stehlen. Wir haben unser Glück vielleicht zu sehr abhängig gemacht von dem der/die gegangen ist. Vielleicht sind sie auch deshalb gegangen? Nur mal so ein Gedanke. Zumindest sollten wir begreifen, dass wir nicht alles abhängig machen sollten von einem einzigen Menschen. Jemand, der nur lebt für den anderen, erdrückt den vielleicht irgend wann.
Wir essen, trinken, heulen, trauern, schlafen, arbeiten sind fertig mit Gott und der Welt. Aber wir leben noch und atmen! Und das alles ohne die/den Ex! Ne, wir sind von ihnen nicht abhängig, es geht auch ohne sie. Mal schwerer und mal leichter.
Selbstmitleid ist die totale Sackgasse. Uns fehlt vieles, Geborgenheit, Vertrauen, Zweisamkeit und alles andere, mir auch. Aber die werden wir sicher nicht bekommen, wenn wir wie geprügelten Hunde durch die Gegend schleichen und in Trauer vergehen. Aktiv und neugierig sein, sich öffnen, könnte vielleicht helfen. OK, jedem seine Trauerzeit, kurz oder lang, es gibt keine Konvention, wie lange das dauern darf oder sollte. Irgendwann muss die Kurve aber genommen werden. Man darf sich nur nicht dem Gedanken verschließen, dass jede Kurve einen Ausgang hat. Das macht man aber, wenn man sich einredet, dass der/die Ex die Macht hat, das Tor zu öffnen. Dabei haben wir alle es in der Hand, die Klinke zu drücken und frei zu sein. Haltet mal den Kopf hoch und glaubt an euch!
Thomas
28.09.2011 23:03 •
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