Urmel_
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Zitat von rosaschuh:Es ist die Natur der Frau zu prüfen, ob der Mann ihren Nachwuchs mitbetreut oder nicht.
Diese Motivation ist ja auch völlig gesund und wichtig für die Sicherheit des Nachwuchses.
Und der Wunsch der Frauen, dass man einen Mann bekommt, der dieser Rolle gerecht wird, ist ja ein Bestandteil eines soliden Fundaments. Was wäre denn in diesem Fall mit einem Mann, dem man sagen müsste, wie man ein Mann ist? Hätte so ein Mann alle wichtigen Eigenschaften in sich, um dieses Fundament mit seinen (maskulinen) Anteilen zu tragen? Vermutlich nicht, oder?
Du kannst also aus der Sache mitnehmen, dass "ein Mann, dem man sagen muss, wie er ein Mann ist, kein Mann ist" offen Attribute zeigt, die auf Frauen abschreckend wirken. Und aus diesem Grund ist die Anziehungskraft so eines Mannes sehr gering, denn jede Frau weiß instinktiv, dass man mit so einem Mann schlechte Chancen hat, eine solide Basis für den Nachwuchs zu bieten.
Und nun stell Dir mal einen jungen Mann vor, der vielleicht nur von der Mutter erzogen wird. In seinem Umfeld fehlen Rollenbilder, die den maskulinen Anteil des wichtigen Fundaments nicht beisteuern können. Und stell Dir eine Gesellschaft vor, die dem Mann durch viele Beispiele vermittelt, dass es seine Pflicht als Mann ist, seinen maskulinen Anteil für die solide Basis einer Familie zu leisten. Und stell Dir weiter vor, dass die Gesellschaft zwar seine Pflichten einfordert, aber gleichzeitig den Großteil seines maskulinen Wesens als toxisch brandmarkt. Und dabei nicht vergessen, dass so ein Mann mit diesem Widerspruch in sich, die Pflicht auf der einen Seite, das maskuline Wesen auf der anderen Seite, in eine gesellschaft geboren wird, die ihm sagt, dass man nur man selbst sein muss, damit alles gut wird.
Er schultert nun die Pflichten der Gesellschaft, macht alles so, wie es von ihm verlangt wird. Er erfüllt seine Pflicht, er glaubt an das Sparbuch der Liebe. Er erfüllt auch der Frau an seiner Seite jeden WUnsch. Und er zeigt offen, wie sehr er Angst hat, vielleicht durch starke Eifersucht, die Frau an seiner Seite zu verlieren. Darf man ja auch, die gesellschaft sagt doch, dass man so sein darf wie er ist. Ein Onkel sagt ihm vielleicht mal unter vier Augen, dass er sich mal etwas mehr zügeln soll, seine Ängste nicht so doll zeigen, weil der Onkel weiß, dass Anziehungskraft von Frauen darauf beruht, dass man ein Mann ist, der weiß, wie man ein Mann ist. Ein Mann, der sich nicht durch seine Ängste lenken lässt, weil Frauen schon genug Ängste haben und sie einen Fels in der Brandung wollen und nicht den Mann, der so sein darf, wie er glaubt sein zu dürfen. Und der junge Mann denkt sich "Ach der Onkel, wir haben 2018, was erzählt der für einen Stuss aus den 50er Jahren!". Und dann kommt die Trennung, weil die Frau keine Lust hat auf eine zweite Frau an ihrer Seite. Weil die Anziehungskraft bei einem Mann, der nicht einfach zu kontrrollieren ist, der ihr nicht aus der Hand frisst, der nicht seinen Ängsten nachgibt, viel mehr ihrem Naturell entpsicht, sie auf emotionaler Ebene berührt.
Was sagst Du so einem jungen Mann? Mach weiter so, hat doch alles super geklappt? Mach weiter so, denn Du siehst ja, dass Du alles richtig gemacht hast. Obwohl, ja obwohl die Frau weg ist, weil Anziehungskraft sich nicht dafür interessiert, dass wir 2018 haben.
Was sagst Du so einem Mann?
Ich kann Dir sagen, was ich so einem Mann sage. Ich sage diesem Mann, dass er seine Erziehung und sein Wissen über Frauen ganz dringend hinterfragen muss. Ich sage ihm, dass Frauen zwar sehr emotionale Wesen sind, aber im Sinne der emotionalität brutal rational sind. Denn Gefühle sind Wahrheit, und wenn sie den Mann an ihrer Seite nicht mehr wollen, weil er keine Anziehungskraft besitzt, dann suchen sie sich einen anderen Mann. Und dann spielt es keine Rolle, dass der Mann daran glaubt, dass er ja alles richtig gemacht hat, dass er Millionen auf dem Sprabuch der Liebe hat. Es spielt keine Rolle.
Und der einzige Weg, den so ein Mann, also nicht die tollen Männer an eurer Seite, die aus dem Nichts, aus der Luft, heraus wissen, wie man ein Mann ist und nicht nur ein Diner, der seine Pflicht kennt und dafür später entsorgt wird, beschreiten kann ist, sich mit Wissen weiterzuentwickeln. Aus Fehlern lernen.
